Dresden aus einer völlig anderen Perspektive sehen, hören und erleben – das macht ein ganz besonderes Kunstwerk möglich. Und zu diesem sind wir justament auf dem Weg. Wohin? Verrate ich gleich.

Freudentränen © Sandra Grüning

Freudentränen © Sandra Grüning

Zuvor heißt es Gottesdienstbesuch. Was so eine richtige Pfarrerstochter ist, lässt sich ein besonderes Gottesdiensterlebnis eben nicht entgehen. Und zwar nicht irgendwo. Heute war die Frauenkirche gerade gut genug für meinen Vater und mich. Bruckners „Locus iste“ auf zarte, fast transzendent himmlische Weise und im Gegensatz dazu die gewaltige Orgel haben mich auf ganz unterschiedliche Art berührt und zu Tränen gerührt.

Leicht schwebend bin ich darum jetzt bereit für eine Zeitreise. Eine Zeitreise ins barocke Dresden.

Ein Panorama der Superlative © Sandra Grüning

Ein Panorama der Superlative © Sandra Grüning

Das Panometer des Künstlers Yadegar Asisi im alten Gasometer ist ein Kunstwerk, das nicht nur gigantische Ausmaße hat. 27 Meter hoch, mit einem Umfang von 105 Metern, 360 Grad Rundblick und 10.000 Menschen, die in kleinen, teils anekdotischen Szenerien fotografisch eingefangen wurden, geben einen Eindruck vom Leben in Dresden um 1750. Absolut genial! Ob von ganz unten oder von der obersten Plattform des Panorama-Turms – Überall gibt es etwas zu entdecken, während auf der gigantischen Leinwand der Tag zum Abend wird, die Nacht hereinbricht und es am nächsten Morgen wieder sommerlich sonnig in dem Kuppelbau wird. Was für eine Arbeit! Was für eine Leidenschaft, eine Akribie und was für eine Liebe zum Detail!

Eines steht für mich fest: Ich komme wieder! Zu vieles ist noch auf meiner Liste, was ich noch sehen und erleben will. Und mit den Gedanken an diese Bucket List, auf der Neo Rauch, die Neuen Meister, Mini-Hot Rods, Schloss Pillnitz und und und stehen, komme ich bei Ostseerauschen und mit einem kühlen Radeberger in der Hand wieder zu mir und meiner Insel zurück.

Zu Hause © Sandra Grüning

Zu Hause © Sandra Grüning

Am Strand atme ich die Farben des Sommerabends tief in mich ein. Nicht ohne ein Schmunzeln über das sächsische Paar, das lautstark mit seiner Tochter in Dresden telefoniert und in herrlichstem Bliemchendialekt die Schönheit ihres Urlaubsparadieses anpreist.

Ich bin glücklich. Denn nur wer ausgeflogen ist, lernt die Welt kennen und weiß, wie sich das Zurückkommen anfühlt.

Schlöppt gaud!