Tagessplitter 2020

4. Dezember 2020

Eine unbedachte Äußerung hat mich heute tief getroffen. Denn sie hat das angerührt, was mir in meinem Leben fast genauso wichtig ist wie das Schreiben. Wunde Punkte bleiben wohl ein Leben lang wund. Vielleicht, weil man in sie sein ganzes Herz legt. Sie machen uns zu dem Menschen, der wir sind.

3. Dezember 2020

Heute gibt es den Tagessplitter mal als richtigen Gedankensplitter.

2. Dezember 2020

Schreiben und davon sogar leben zu können, ist ein Geschenk, von dem ich lange nicht zu träumen gewagt hätte. Ich musste mich für diesen Traum erst aus der Hölle ins Leben zurück kämpfen. Und jetzt will ich mir dieses Leben nicht mehr nehmen lassen. Erst recht nicht vom Stillstand der Welt.

1. Dezember 2020

Manchmal möchte ich die Zeit anhalten, sie in einen einzigen, immerwährenden Moment legen, den ich wieder und wieder auskosten kann. Einen ganzen Abend deine Nähe spüren, deine Wärme, deine Liebe und nichts anderes brauchen, als dieses Gefühl mit dir.

30. November 2020

Eine Trauerrede schreiben, ist nichts im Vergleich dazu, sie auch zu halten. Anschauen durfte ich meine Herzmenschen nicht. Der Kloß im Hals wäre unüberwindbar geworden. Doch da gab es plötzlich eine ungekannte Stärke in mir. Und am Ende war alles richtig und gut. Genauso wie es war.

29. November 2020

Ein 1. Advent mit einer süßen Verführung, die mich zum Dahinschmelzen und Genussgrunzen gebracht hat. Denn ich habe noch nie einen Kuchen gebacken bekommen.

28. November 2020

Weihnachtlich glänzt das Küstenkind. Und zu Bing Crosby durch selbiges mit der wundervollsten Frau der Welt zu tanzen, ist nicht nur Freude, ist Glücksgefühl.

27. November 2020

Wunderbar angefüllt war dieser Tag. Mit meergrauen Morgenküssen. Mit interessanten Begegnungen. Mit anspruchsvollen Aufträgen. Mit liebevollen Heimlichkeiten. Wenn die Welt draußen kalt und klamm und unwirtlich wird, wird es drinnen kuschelig und warm. Erst recht, wenn man eine heiße Schokolade mit Schuss in den Händen hält.

26. November 2020

Es sind die schönsten Momente des Tages. Immer noch und immer wieder. Die Momente, in denen ich die Zeit vergesse, weil sie in deinen Armen keine Bedeutung mehr hat. In diesen Momenten ist alles Liebe, Geborgenheit, Sicherheit.

25. November 2020

Ein unglaublich tolles Feedback für etwas Geschriebenes zu bekommen, hat mich heute völlig aus der Fassung gebracht.

24. November 2020

Einen halben Tag damit zu verschwenden, Dinge zu tun, die bereits einmal getan, ein zweites Mal völlig überflüssig sind, ist frustrierend. Umso schöner, den Abend mit Freunden bei Wein und Leckereien und den Dingen zu verbringen, die wirklich wichtig sind. Sich gut aufgehoben und geliebt zu fühlen, dafür ist das Leben da. Nach solchen Tagen in dich einzutauchen, ist der schönste Schlusspunkt, den ich mir vorstellen kann.

23. November 2020

Eine Trauerrede halten zu dürfen, ist eine unglaubliche Ehre. Und bringt mich zugleich an die Grenzen meines Glaubens. Mich durch diese Aufgabe mit dem Tod auseinanderzusetzen, bringt alles in mir ins Wanken. Denn der Tod stellt alles in Frage, bohrt tiefer im eigenen Vorstellungsvermögen, als ich aushalten kann. Ich war schon lange nicht mehr so traurig und leer und einsam wie heute.

22. November 2020

Was kleine Wirbelwinde nicht lernen, lernen große nimmermehr? Ich hoffe nicht! Kleine, rote Wirbelwinde sind toll, doch manchmal beanspruchen sie die Nerven reichlich. Nicht meine, sondern die des geliebten Wesens. Dieses dann wieder ins Gleichgewicht zu bringen, bedarf es Gelassenheit.

21. November 2020

Ein Faulenzertag vom Feinsten. Ausschlafen, kuscheln, fühlen, schlemmen, spazieren, necken, küssen, lieben. Il dolce far niente.

20. November 2020

Den wichtigsten Menschen in meinem Leben nicht loslassen wollen…, weil die Welt in ihren Armen gut und richtig ist und kuschelig warm dazu.

19. November 2020

Heiter bis sonnig glitzert die Herbstsonne mitten auf meinen Schreibtisch, macht das Denken und Schreiben und vor allem meine Seele leicht. Doch plötzlich hebt der Wind an, treibt dunkle Wolken über den Himmel, jagt heulend ums Küstenkind-Haus. Das Herbstgeflüster lässt mich von Kuschelmomenten träumen, von warmem Lachen, weicher Haut und von Blicken voller Bengelflausen.

18. November 2020

Wenn man den ganzen Tag auf einen einzigen Moment hinarbeitet. Den Moment, dich küssen zu können, deine Wärme zu spüren und die Zeit und die Welt und alle Sorgen zu vergessen. Ich brauche nicht mehr. Denn in diesem Moment bin ich der glücklichste Mensch.

17. November 2020

Kein greifbares Gefühl für eine Situation zu bekommen, in der Luft zu hängen, zwar nicht allein da zu stehen, aber doch immer wieder auf sich selbst zurückgeworfen zu werden, während das ganze Leben den Atem anhält und alles weit wegrückt, menschliches Miteinander abbricht, das, was wir Kultur nennen, einfach nicht mehr existiert, alle Kreativität eingemauert in sich verkümmert, weil es nichts mehr gibt, aus dem sie schöpfen kann. Was passiert, wenn wir all das verlieren, was uns ausmacht? Wie lange kann ein Mensch ohne Luft zum Atmen leben?

16. November 2020

Ich habe Arbeit auf dem Tisch. Wundervolle und abwechslungsreich spannende Arbeit. Und Gott sei Dank, mehr als genug. Darüber bin ich heilfroh. Denn der Blick in die kommenden Monate macht mir Angst. Nicht zu wissen, was noch kommt; abhängig von Entscheidungen anderer zu sein, die keine Ahnung von dem haben, was ihre Entscheidungen für mein Leben bedeuten, macht mir Magenschmerzen und gibt mir ein beklemmendes Gefühl voller Sorgen.

15. November 2020

Wenn alles zu viel wird. Zu viele Menschen. Zu viele Geräusche. Zu viel Durcheinander. Zu viele Gedanken. Alles im Chaos versinkt und ich mich bei alledem nicht mehr hören kann, das Zuviel an Informationen nicht mehr filtern kann. Zum Glück spüre ich in solchen Momenten die Wärme deiner Hand in meiner, deinen Blick voller Liebe auf meinem Gesicht und in mir wird es ruhiger. Wenn dann der Abend geborgen in deinen Armen endet, ist die Welt wieder still und die, in der ich zuhause bin.

14. November 2020

Wenn dampfend heiße Schleckereien und deine Zuckerschnute als Lohn fürs Umdenteichflitzen winken, macht das Auspowern doch gleich nochmal so viel Spaß.

13. November 2020

Nicht voranzukommen, frustriert. Doch wenn darauf ein Abend mit Freunden folgt, der auffängt und fordert und einfach gut tut, weil man sich gut aufgehoben fühlt, wird dieser Tag ein rundum gelungener. Vor allem mit dir an meiner Seite.

12. November 2020

Wenn die Liebe mich aus meiner Schreibwut heraus und in den Kuchengenuss hinein entführt, kann ich einfach nicht Nein sagen. Nicht bei diesen leuchtend wintermeergrauen Augen.

11. November 2020

Jeden Moment mit dem anderen bis zur Gänze auskosten wollen und trotzdem das Gefühl haben, dass alle Momente der Zeit nicht ausreichen, genug davon zu bekommen.

10. November 2020

In die Perspektive eines anderen Menschen zu schlüpfen, im Hören nachzuempfinden, neu zu denken, zu verstehen, öffnet fremde Welten voll anders empfundener Sorgen, Frust, Unverständnis, aber auch voll außergewöhnlicher Träume, voller Mut und Liebe.

9. November 2020

Geliebt zu werden, ist das wundervollste Gefühl, das es gibt.

8. November 2020

Wenn Geborgenheit alles in mir mit Wärme überflutet und Ängste kleiner macht.

7. November 2020

Manche Tage sind voller Dunkelheit. Bis ein wundervoller Mensch es mit seinem Licht wieder heller und wärmer in mir werden lässt.

6. November 2020

Ich bin überfordert. Von der Situation, der Schnelligkeit, mit der sie sich entwickelt und was sie mit mir macht. Aus manchen Gedanken komme ich nicht wieder raus. Bin gefangen in ihrem Sog. In Endlosschleife durchziehen sie Bahn um Bahn mein Gehirn. Und ich frage mich: Wo ist der Ausgang? Wo ist die Tür zurück ins Licht?

5. November 2020

Jetzt beginnt sie, die Zeit der Weihnachtsheimlichkeiten. Neugier und Ungeduld werden ordentlich gefordert. Genauso wie die kleinen, grauen Zellen, dem geliebten Menschen eine Freude zu bereiten und Augen zum Leuchten zu bringen. Das erste Weihnachtsfest mit dir. Das wird ein Spaß. Es ist noch immer schwer zu glauben, dass das wirklich wahr ist.

4. November 2020

Auch wenn die Welt ein weiteres Mal in Dornröschenschlaf sinkt und alle Weiten sich mit Einsamkeit in den Blick legen, bin ich doch der hoffnungsvollste, lebendigste und glücklichste Mensch. Denn es gibt Leben und eine Zukunft, die mir in vielen wundervollen Menschen begegnet, die nicht aufgeben, sondern weitermachen. Durch all das nicht allein hindurchgehen zu müssen, sondern mit der Liebe meines Lebens, ist, als hätte mir Gott auf die Stirn geküsst und mir gesagt: Es ist endlich an der Zeit, dass auch du glücklich bist.

3. November 2020

Manche Tage saugen alle Energiespeicher leer. Doch am Ende stehen die Gewissheit und das wunderbare Gefühl, deine Liebe in mir zu spüren – fest und tief und voller Wärme. Denn du bist die Frau meiner Träume. Lange bevor ich dich wirklich kannte.

2. November 2020

Im Streit aus diesem Tag zu gehen, ist ein miserabler Abschluss. Dem liebsten und wichtigsten Menschen weh zu tun, ihre Gefühle nicht ernst genommen zu haben, ihr sogar ein falsches Gefühl gegeben zu haben, zermürbt mich. Nicht zu wissen, wie ich das wieder gut machen kann, stellt alles in mir auf den Kopf.

1. November 2020

Ein absolut entspannender Sonntagsspaziergang mit Waldduft und Schmetterlingsausblicken, Muschelmeeren und Gipfelberührungen. Warum vergehen solche Momente nur immer wie im Flug?

31. Oktober 2020

Herbstgrau. Der Wald über unseren Köpfen tropft unaufhörlich auf die Blätter der Vergangenheit. Nebelschleier umhüllen die Welt, verstecken, was sonst sich prunkvoll zur Schau stellt. Und ich? Ich könnte den ganzen Tag in deinen Armen liegen, jeden Zentimeter deiner Haut mit Küssen bedecken und das nasskalte Draußen draußen sein lassen.

30. Oktober 2020

Sich in diesen Zeiten an das Schöne des Tages zu erinnern, ist überlebenswichtig. An deine wärmende Nähe in der Nacht, deinen Atem auf meiner Haut, deine morgendlichen Küsse, dein glückliches Lächeln, die Liebe in deinen Augen, an die Späße über Nichtiges und der schwierigen Lage zum Trotz, an den winzigen Hoffnungsschimmer, der zwischendurch immer wieder aufkeimt, an die kuschelige Wärme des Küstenkindes, die Aufgaben, die dennoch auf meine Worte warten, an die Vorfreude auf den Wirbelwind, auf dein bezauberndes Wesen, auf dein Meergrau, die Kuschelzeit mit dir, die Geborgenheit, die Albereien, die Ausgelassenheit, das Nicht-müssen, aber Alles-können.

29. Oktober 2020

Der Pluto. Rund 4,9 Milliarden Kilometer sind er und ich derzeit voneinander entfernt. Schon lange kein Planet mehr, ist er doch der Mittelpunkt meines Universums. Denn er erinnert mich bei jedem Gedanken an deine Worte. Und würde ich auch tausendmal bis zu ihm reisen, könnte es das Ausmaß meiner Liebe nicht annähernd beschreiben.

28. Oktober 2020

Plötzlich ist die Angst und die Unsicherheit wieder da. Durchzieht mein ganzes Leben. Als ginge ich auf rohen Eiern eine steinige Straße entlang. Und ich bin völlig überfordert, wie ich damit umgehen soll.

27. Oktober 2020

Das Gefühl wird nie alt, hat mir einmal jemand gesagt. Seit ich dich kenne, habe ich das Gefühl, wie ein Teenager durch die Welt zu spazieren, das Glück in der Hand, die Liebe in jedem meiner Gedanken, ein Kribbeln wie von Brausepulver im Bauch. Das Leben meint es verdammt gut mit mir. Denn es hat mir in dir gezeigt, dass es wahre, bedingungslose und aus ganzem Herzen freimütig geschenkte Liebe wirklich gibt.

26. Oktober 2020

Der erste Tag nach dem Urlaub ist immer der Tag, den ich am liebsten streichen möchte. Auch wenn der Abend mit Freunden ein ungeahnt schöner Ausklang war, haben sich heute Gewissensbisse, Schuld, Panik, Sorgen, Zukunftsängste, Stress, Überforderung und Dünnhäutigkeit durch den ganzen Tag gezogen und ich habe mir gewünscht, mich unter einer Decke zu verkriechen, mich an dich zu kuscheln und die Welt zu vergessen.

25. Oktober 2020

Ich habe mir nicht erträumen können, dass es einen Menschen wie dich wirklich gibt. Doch du stehst vor mir, schaust mich an, bist wie das Meer, das durch meine Träume, mein Leben rauscht. Jeder Moment mit dir ist wie ein Geschenk. Und am Ende eines jeden Tages freue ich mich auf einen neuen Tag mit dir.

24. Oktober 2020

In Kindheitsbildern spazieren gehen. Erlebtes wieder aufspüren. Gefühlen, Gerüchen, Geräuschen nachspüren. Daran teilhaben lassen am gut gehüteten Schatz, hineinschauen lassen ins längst vergangene Leben – etwas Besonderes. Denn es öffnet Türen in die Seele, legt bloß, macht verletzlich. Lange hängen meine Gedanken dem Gestern auf der Fahrt ins Heute nach, hinterlassen Fragen, auf die es keine Antworten geben kann. Es sind nur Flashbacks, hauchzarte Erinnerungsschleier, die verwehen, sobald ich versuche, sie einzufangen. Nicht dafür gedacht, zu bleiben, stehlen sie sich davon. Dorthin, wo sie hingehören. Ins Bilderbuch von Gestern.
Denn das Leben ist jetzt! Kraftvoll und wild rauscht es durch meine Adern, wenn ich dich im Stillen anschaue, wie du neben mir sitzt und in dich hinein lächelst. In mir Wärme, Liebe, Nähe. Und mit jedem gemeinsamen Bild wird all das nur umso tiefer.

23. Oktober 2020

Eine Bootsfahrt, die ist lustig… Vor allem mit der Frau, mit der jeder Moment ein besonderer Spaß ist. Nicht nur auf der Spree. Und auch, wenn der Alltag schon jetzt hinter manchen Gedanken hervorschaut, nach Lösungen sich sehnt und leider nicht wegzuurlauben ist, ist das, was ich derzeit erlebe einfach wundervoll. Denn voller Wunder ist jeder Augenblick eines jeden Tages.

22. Oktober 2020

Überraschungstag. Randvoll mit Abenteuern: Einer Teufelsbrücke, einem Zauberwald – sonnengelb in den Kronen über unseren Köpfen und mit Romantik-Picknick an geheimem See, einem Tagebau-Augenöffner-Aussichtsturm mit Weitblick in des Menschen Zerstörungswut, einem Schloss in Rot mit Parkspaziergang und fürstlich pücklerschem Sekteis. Und in jedem wundervollen Moment deine Nähe, dein Meerblau, das meine Seele streichelt, dein Lachen, das mir Glückstränen schenkt, dein Mund, der mir mit Küssen unentwegt Liebe flüstert. Mit niemand anderem möchte ich all das erleben. Denn in dir hat alles Sehnen nach einem Menschen, der tickt wie ich, fühlt wie ich, liebt wie ich, ein Ziel, ein Zuhause gefunden.

21. Oktober 2020

Wenn wir jemandem begegnen, der unserer Seele nahe ist, ist das ein magischer Moment. Genau das war es. Vom ersten Augenblick an. Und ist es noch immer. Jeder Moment mit dir. Dein Lachen, dein Wesen, deine Gedanken sind es, die alles mit einem magischen Zauber überziehen. Ganz gleich, ob wir durch einen Irrgarten irren, aus luftiger Höhe über den Spreewald schauen, auf ungeheuren Lilliput-Weidenburgenbühnen über Fuchsauftritte lachen oder es uns in kulinarischen Bleichen gut gehen lassen. Ich bin wohl der reichste Mensch auf dieser Erde. Denn ich halte das Glück in meiner Hand.

20. Oktober 2020

Das Meer rauscht durch die hohen Kronen der Kiefern. Mehr als 300 Kilometer entfernt, trägt es seine Sehnsucht zu uns, uns die Auszeit zu verschönen. Wir laufen auf einem Teppich von Pilzen. Überall sprießen sie aus dem weichen Moos unter unseren Füßen. Um uns herum schlanke Stämme dicht an dicht, stehen Spalier, uns auf unserem Gang durch die Stille zu begleiten. Meine Hand liegt in deiner, passt perfekt in sie, als gehörte sie schon immer dorthin. Außer der Welt und doch mittendrin in der unseren, spazieren wir im Gleichtakt unserer Seelen durch diesen wunderschönen Tag. Ich kann mich nicht daran erinnern, je so rundum glücklich gewesen zu sein.

19. Oktober 2020

Was für ein Leben! Neben mir die Frau, der ich mein Herz geschenkt habe, in deren Hand all meine Liebe liegt und die in jedem meiner Gedanken wohnt. Immer eine Nasenlänge voraus ein kleiner Wirbelwind mit kaputter Pfote, aber immer wippendem Fuchsschwanz. Auf unserem Weg Abenteuer, die nur darauf warten, dass wir uns in sie hinein stürzen. Bären, Wälder, Wege, Orte. Ungekannt. Ungegangen. Unerfahren. Sie fühlen sich so anders als früher – neu, erfüllender, als sie alle für mich allein zu entdecken. Unbekannte Gerüche, unbekannte Räume, unbekannte Betten gilt es für uns in den nächsten Tagen zu erobern, zu erleben, zu erkuscheln.

18. Oktober 2020

Natur – So weit die Füße tragen. Der Kopf einmal völlig ausgeschaltet. Das Nichtstun wie die duftgeschwängerte Waldluft bis tief in die Seele einatmen. Und nur der Liebe den Raum schenken, das Glück bis in jede Zelle hinein spüren zu können.

17. Oktober 2020

Der Hals steif, aber alles andere ist wunderbar entspannt. Der erste Urlaubstag nach einer gefühlten Ewigkeit. Zweisam möchte ich nicht einen Augenblick davon missen. Schlafen, kuscheln, nichts tun, schlemmen, küssen, Meerluft schnuppern, durchs Wunderland spazieren und in deinen Augen schwimmen gehen.

16. Oktober 2020

Urlaub – schon fast zu einem Fremdwort geworden, schaut es mich jetzt an und lässt mich zugleich Wundervolles schauen. Zeit, ohne Terminplan, ohne Druck. Zeit, einfach um zu genießen, zu sein, zu atmen und einmal nichts zu tun. Zeit, um verrückt aus der Welt, nur in unserer eigenen, kleinen Welt zu sein. Zeit, mit dir Neues zu entdecken, Ungekanntes. Zeit. Für die Seele. Für uns. Für die schönen Dinge des Lebens.

15. Oktober 2020

Manchmal wünschte ich, ich könnte dich mit meiner Liebe umhüllen wie mit einer kuscheligen Decke. Dir Wärme und Geborgenheit mit jeder meiner Berührungen schenken. Wenn ich sehe, wie du unsere Momente bis in jede Faser deines Seins genießt, wird mein Herz weit und weich.

14. Oktober 2020

Heute gibt es den Tagessplitter mal als richtigen Gedankensplitter.

13. Oktober 2020

Wenn man sich den ganzen Tag auf einen Moment freut und sich darin in Tagträumen ergeht, es kaum erwarten kann, den Zeiger der Zeit durch Willenskraft dazu bewegen will, schneller an sein Ziel zu ticken und dann mit Herzklopfen mitten im Sturm vor dem Ziel aller Sehnsucht steht und leuchtet wie ein kleiner Glückschristbaum.

12. Oktober 2020

Zeit ist etwas so Kostbares, dass man sie auch nur mit etwas Wertvollem füllen sollte. Einem Spaziergang durch den Herbstwald an der Seite der wundervollsten Frau der Welt. Einem Plausch mit dem besten Freund über all das, was die Welt in ihrem Inneren zusammenhält. Und allem, was die Seele berührt.

11. Oktober 2020

Einfach nur Liebe. Einen ganzen Tag lang. In jedem Moment. In jedem Augenblick. In jeder Berührung. In jedem Kuss.

10. Oktober 2020

Familie hoch Zwei = Anspannung hoch Zwei. Dafür dann nach einem schönen wie anstrengenden Tag in deinen Armen zu liegen, mich in dich zu verkriechen, dorthin, wo alles warm und sicher ist und sich genau richtig anfühlt, mich fallenlassen zu können in deine Augen, deine Liebe, ist die schönste Art der Entspannung. Denn es ist Glück.

9. Oktober 2020

Einen Haken hinter ein zähes und bedrückendes Mammutprojekt setzen zu können und die Zusage für eine Küstenkind-Sicherheit in den Händen zu halten – das Beides sollte mich eigentlich überglücklich machen. Doch die Freude darüber will sich nur quälend langsam einstellen. Auch der Frau, die ich über alles liebe, kann ich derzeit nicht genügen. Dabei stolpere ich doch eigentlich immer wieder nur über mich selbst. Kann mit meinem Frust über manche Dinge nicht umgehen, kann Schwäche nicht zulassen, vertraue zu wenig. Wie auch, wenn jedes Vertrauen in meinem Leben immer missbraucht wurde.

8. Oktober 2020

Manche Texte wollen nicht rund werden. Und die Lust an ihnen wird mit jeder Stunde des Herumbastelns an ihnen zäher. Genauso wie das Ärgernis über manche Menschen meine Unlust und Traurigkeit weckt. Es fällt mir schwer, mir von beidem nicht die Laune und den Tag vermiesen zu lassen. Goosfraba hilft aber nur, wenn ich mir dabei die schönsten Augen der Welt vorstelle und meine Hand am Ende des Tages in die der Frau lege, zu denen eben jenes schönste Meerblau der Welt gehört und die ich über alles liebe.

7. Oktober 2020

Manchmal verfolgt mich das Gefühl aus einem Traum den ganzen Tag, ist selbst durch die schönsten Geschichten, durch Waldlauf oder Schreibwut nicht abzuschütteln. Dabei brauche ich nur an dein Wintermeer denken und die bösen Geister werden kleiner. Denn das, was ich tagtäglich in deinen Augen sehe, ist Liebe. Freimütig, tief, selbstlos, aus ganzem Herzen geschenkt. Selbst an Tagen wie heute, an denen du mit deinen Gedanken weit weg bist, ist dein Gefühl bei mir. Und ich kämpfe gegen das dunkle Einreden meines Verstandes. Denn der Kopf ist zum Denken da! Nicht zum Fühlen!

6. Oktober 2020

Hand in Hand mit dem schwanzwedelnden Fuchs den Wald unsicher machen – so hat es die Frau meines Lebens heute geschrieben, mich zu einem Feierabendspaziergang zu verführen. Es sind die schönsten Momente des Tages, wenn das Geschaffene von mir abfällt und nur noch das wichtig ist, was das Herz wahrhaft glücklich macht: In ihre Augen schauen, während die Dämmerung auf uns niedersinkt; ihre Nähe spüren, während ihr Mund nur Zentimeter von meinem entfernt mich anlächelt; ihr Herz in meiner Hand halten, während das meine überquillt und ich aus lauter Liebe weiche Knie bekomme.

5. Oktober 2020

Lautlos gleitet der Kanadier über das Achterwasser. Zwei Eisvögel jagen sich pfeilschnell über den Spiegel der See. Was für ein unglaublich schöner Küstenkind-Tag! Gäbe es nicht die Inkompetenz und Unzuverlässigkeit mancher Menschen, die solche Glücksmomente nur all zu schnell vergessen machen. Doch gibt es einen Menschen in meinem Leben, der wichtiger ist als aller Ärger und der es schafft, mich wunderbar zu erden.

4. Oktober 2020

Sich auspowern mit den beiden wundervollsten Wesen in meinem Leben; Wald und Ostseeweite genießen; picknicken im Herbstparadies; den Kopf komplett ausschalten und das Herz an; Kraft tanken – genauso sollten Sonntage sein. Ich habe Angst davor, dass mich irgendwann jemand aus diesem wunderschönen Traum aufweckt. Ich würde ihm den Hals umdrehen. Denn 26 Kilometer Hand in Hand über Strandsand und Waldwege wandern, lachen, träumen, ist, als würde ich vom Glück geküsst. Wieder und wieder und wieder.

3. Oktober 2020

Es gibt Gewichte, die kann kein Mensch alleine tragen. Es macht krank, zu sehen und zu spüren, wie Menschen andere Menschen kaputt machen…
Ich schaue dir in die Augen und alles in mir wird warm. Du bist der liebenswerteste Mensch, der mir je begegnet ist. Meine Welt ist reicher, bunter, schöner, seit und weil du darin bist.

2. Oktober 2020

Alles ist voll in mir. In meinem Herzen, in meinem Bauch, in meinem Kopf, in meiner Seele, in meinem ganzen Körper. Alles ist voller Liebe für dich.

1. Oktober 2020

Wenn meine Gedanken wie verrückt hin und her springen, um dann doch nur ins Leere zu laufen, weil ich nicht weiß, wie ich es richtig machen kann, weil ich etwas absolut falsch gemacht habe. Manche Situationen machen mich ratlos und traurig, rauben mir Kraft und alle Sicherheit. Nur das Reden hilft, das Verstehen, das Verzeihen, das trotz allem Gehaltenwerden.

30. September 2020

Ein Cocktail aus den unterschiedlichsten Gefühlen rauscht durch meine Adern, macht mich konfus, zermürbt mich und macht mich gleichzeitig glücklich, nimmt mir Energie und schenkt sie gleichermaßen. Es ist das schlechte Gewissen, nicht schnell genug zu schreiben und nicht gut genug zu sein, den Herausforderungen nicht gewachsen zu sein, zu enttäuschen. Es ist die Angst, fehl am Platz zu sein. Angst, der Liebe meines Lebens zum Nachteil zu gereichen, ihrem Bild von mir nicht gerecht werden zu können und ihr nicht genug zeigen zu können, was sie mir bedeutet. Denn ja! Auch Liebe mischt sich in diesen verwirrenden Mix hinein. Eine Liebe von unglaublicher, ungekannter Intensität. Eine Liebe, die einem so nur einmal im Leben begegnet. Und Stolz ist dabei auf diese wundervolle Frau an meiner Seite. Und es ist Lachen dabei über das verdammte Glück, all das leben zu können.

29. September 2020

Was für ein Glückstag fürs Küstenkind. Den eigenen Traum auf ein festes Fundament zu stellen, beruhigt ungemein. Fleißig sein, bleibt dennoch nicht aus. Auch wenn die Gedanken heute lieber spazieren gingen, statt sich in Worten auf die Tastatur zu ergießen. Spazieren gingen in Tagträumen, in denen das Glück zuhause war, aber auch die Angst davor, zu fest zu binden und dadurch unglücklich zu machen. Tagträumen voller Sehnsucht und Tagträumen, in denen sich alles federleicht und sommersonnenwarm angefühlt hat. Genauso wie es ist, wenn ich in deinen Armen einschlafe.

28. September 2020

Sich über jemanden zu ärgern, schadet nur dem, der sich ärgert. Einfach. Und doch ist das eigene Reflektieren in einer solchen Situation furchtbar schwer. Sich über jemanden zu freuen dagegen, freut beide. Zu wissen, dass ich durch das eine nicht mehr alleine gehen muss, weil es in meinem Leben eine wundervolle Frau gibt, die mit mir gemeinsam auf meiner Palme sitzt und mich mit ihrem Humor und ihrer Liebe dazu bringt, dort ganz schnell wieder runterklettern zu wollen, weil Freude so viel schöner als Ärger ist, ist wie ein Geschenk des Himmels.

27. September 2020

An manchen Tagen wünsche ich mir, die Zeit bliebe stehen und die Momente, in denen wir nicht genug voneinander bekommen können, dauerten ewig.

26. September 2020

Der Herbst stürmt um das Haus. Keinen Hund würde man vor die Tür schicken. Doch wird ein Regenspaziergang mit dem richtigen Menschen an meiner Hand und dem kleinen Wirbelwind immer eine Nasenlänge voraus zum Walking in the rain. Deine Haare riechen nach Wind und Meer. Kuschelzeit. Wie eine wärmende Decke legt sich deine Liebe um mein Herz. Unsere Hände suchen einander. Genauso wie unsere Augen. Der Blick in die Seele des anderen, hinter die Mauern, hinter die Ängste. Vertrauen, das mit jedem Tag tiefer wächst wie die Wurzeln eines uralten Baumes. Genauso wie das Wissen darum, dass zwischen uns seit langem ein Band existiert, das uns unvermeidlich zusammengebracht hat.

25. September 2020

Zu sehen, wie jemand seinen Traum lebt; hart daran arbeitet, ihn mit Wirklichkeit zu füllen, lässt mich zurückblicken. Ist das, was ich heute mein Leben nenne, das, was ich mir erträumt habe? Ist es das, was ich mir noch immer erträume? Ein Lachen legt sich in meine Seele. Denn es ist so viel mehr aus meinem eigenen Leben geworden, als ich mir je zu erträumen gewagt hätte. Ich schreibe! In meinem eigenen Küstenkind. Ich liebe! Die wundervollste Frau, die mir je begegnet ist! Ich lebe all das. Und ich genieße es. Jeden einzelnen Moment. Vielleicht muss man erst durch die Hölle gegangen sein, um den Wert des Glücks wirklich fühlen zu können.

24. September 2020

Ich sitze vor einem ganzen Wust an Wörtern, schaue auf die kleine Straße vor meinem Haus. Mir brummt der Kopf. Er ist voll. Voller Worte. Voller Sätze. Voller Texte. Von Erlebtem, Erlesenem, Gesprochenem. Und doch gibt es zwischen all diesen Zeilen immer wieder nur einen wirklichen Gedanken. Gefühlvoll. Verletzlich. Wunderschön. Und Wintermeerblau. Ich spüre wie die Sehnsucht an mir zieht, darin eintauchen zu wollen. Und nie wieder aufzutauchen. Die Zeit zu vergessen. Denn sie ist nicht genug, um genug zu bekommen, von diesen Momenten, in denen ich nichts anderes fühle als Hingabe, Glück, Ineinanderaufgehen. Die Zeit ist ein Dieb. Viel zu schnell verrinnt sie in deinen Armen, in deinen Augen. Stiehlt sich davon. Und mir die Augenblicke mit dir. Selbst Stunden sind zu kurz, die Sehnsucht nach dir wahrhaftig zu stillen. Schenk mir die Ewigkeit! Sie wäre zu kurz.

23. September 2020

An manchen Tagen kann ich das Glück, mit dem mich das Leben gerade in allen Bereichen überschüttet, gar nicht glauben. Umso dankbarer bin ich für jeden einzelnen Glücksmoment.

22. September 2020

Die Mittagspause mit der wundervollsten Frau meines Lebens zu verbringen, sie halten, spüren, küssen zu können, ihr bezauberndes Lachen zu sehen, ihre Freude, ihre Liebe, ist unbezahlbar. Und mein Herz weiß – wusste es schon vom ersten Augenblick in ihr Wintermeer -, dass ich diese Momente mit ihr ein Leben lang genießen möchte. Denn sie sind wie das Nachhausekommen nach einer langen Reise.

21. September 2020

Ich habe mich nach einem langen Tag noch nie so sehr auf einen Menschen gefreut. Mein Herz springt Purzelbäume. In meinem Bauch tanzen Schmetterlinge Walzer. Es ist, als wäre ich zum ersten Mal in meinem Leben der wahren Liebe begegnet.

20. September 2020

Ohne Aber. Ohne Erwartung. Ohne Muss. Einfach nur: Wunderbar geborgen, umsorgt, begehrt und geliebt.

19. September 2020

Als ich um die Ecke geschaut habe, hast du mich sofort erkannt und über dein ganzes Gesicht ging ein Strahlen. Du hast meine Hand gehalten, als wolltest du sie nie wieder loslassen. Auch wenn deine Haut inzwischen dünn wie Pergament ist, hast du noch immer Kraft. Du hast erzählt und erzählt. Verstanden habe ich nur einen Bruchteil. Doch das war egal. Nichts davon war wirklich wichtig. Wichtig war nur der Moment. Unser Moment. Und ganz plötzlich war er da, der Schalk in deinen Augen. Genauso wie früher. Du hast meine Hand geküsst und mich Mäuschen genannt. Du wolltest nicht, dass ich gehe. Ich habe es gesehen. Ich habe es gespürt. Und über meine Wangen liefen Glückstränen.

18. September 2020

Es ist das schönste Gefühl – zu lieben und auf die gleiche Art, wieder geliebt zu werden.

17. September 2020

Durch den Tag mit Gedanken an dich spazieren. Träumen mit offenen Augen von wunderschönen Momenten. Mich sehnen nach deinen Händen, deiner Liebe. Ich bin ein Glückspilz, dich in meinem Leben zu haben.

16. September 2020

Sich ganz offiziell und per Auftrag verwöhnen und massieren lassen, inklusive Streckbankeinrenkübungen, und anschließend federleichten Schrittes auf Wolke Sieben zurück schweben, meine Lippen auf deiner Haut spazieren gehen lassen, im Bauch das Lachen spüren und in deinem Meerblau schwimmen gehen – made my day.

15. September 2020

Manche Dinge brauchen all meine Kraft.

14. September 2020

Es ist, als falle ich aus heiterem Himmel mitten in einen schwarzen Abgrund hinein. Ich habe das Gefühl, jemandem nicht gut zu tun. Es will mir nicht gelingen, die richtigen Worte für das zu finden, was mich bewegt. Dabei will ich reden, doch meine Kehle ist wie zugeschnürt. Ich schreie die Worte in meinem Kopf. Doch mein Mund bleibt stumm. Ich habe Angst, alles kaputt zu machen, was so wunderschön ist. Ich habe Angst, den Menschen zu verlieren, den ich über alles liebe.

13. September 2020

Einen ganzen Tag mit dir. Und trotzdem gibt es noch immer Momente, in denen ich nicht glauben kann, dass es dich wirklich in meinem Leben, an meiner Seite gibt. Sich nicht satt am anderen sehen können. Gemeinsam Neues erleben. Das gute Gefühl in mir, einen Menschen getroffen zu haben, der wie kein zweiter sich an meine Seele legt. Worte können nicht einmal annähernd beschreiben, welches Glück durch meine Adern fließt.

12. September 2020

Manche Tage sind so voll, dass ich mich darin – auch wenn sie schön waren – nur schwer selbst wiederfinde. Dann wünsche ich mir nur, in deinen Armen für einen Moment die Welt zu vergessen.

11. September 2020

Es tut nicht gut, das Gehirn über einen langen Zeitraum zu beanspruchen. Denn das Fühlen bleibt dabei auf der Strecke. Also alles, was mich ausmacht. Zum Glück gibt es da einen Menschen, der all meinen Fühlen mit nur einem Gedanken, nur einem Blick wieder lebendig macht.

10. September 2020

Vom Versprechen eines anderen abhängig zu sein und dann in der Luft hängen gelassen zu werden, macht mich wütend. Zum Hinnehmen und Schlucken verdammt – Das vermiest mir selbst den schönsten Querfeldeininselausflugstag. Es brauchte erst ausgiebiges Frustbügeln und die Freude in deinen Augen, meine weiche Seite wieder zum Vorschein zu bringen.

9. September 2020

Ich war noch nie mit so viel Herzklopfen einkaufen. Plötzlich standest du vor mir. Und ich völlig perplex vor dir. Gedanken, die sich wild überschlagen, lassen mich ohne Worte einfach im Stich. „Jetzt reiß dich mal zusammen. Du bist 44 Jahre alt! Und kein verdammter Teenager.“ Hat alles nichts gebracht. Das Blut rauscht in meinem Kopf wie das Meer, während ich in deinen Augen ertrinke und einmal wieder die Zeit vergesse.

8. September 2020

Manche Tage tragen so viele unterschiedliche Gefühle in sich, dass es für eine ganze Woche reichen würde. Vom absoluten Liebesrausch, dem Kribbeln im Kopf, im Bauch, in jeder Zelle, dem Geborgenheitsgefühl in deinen Augen, über die Freude über einen neuen Auftrag, das beflügelnde Wortefinden in den Tiefen meiner Fantasie, bis hin zum völligen Stillstand, dem Fall in die Trägheit, in der sich meine Gedanken Schnecken gleich verkriechen, der Unlust am eigenen Tun, der Panik vor dem Versagen. Wie gut, dass mir jemand sanft ins Bewusstsein rief: Lauf, Forrest, lauf! Und plötzlich sind die Gedanken wieder frei.

7. September 2020

So viele Gedanken überschlagen sich in meinem Kopf, rennen ins Leere, gehen fehl, finden kein Ziel, keinen Abschluss, konfrontieren mit allem, was weh tut, tauchen in Altes ein, um aus Neuem aufzutauchen, wühlen auf, ohne sich die Zeit zu nehmen, wieder zu glätten. Doch in jeden dieser Gedanken legt sich die Gewissheit, dass all das genau so soll, dass das genau der richtige Weg ist. Denn am Ende eines jeden Gedanken stehst du. Wartest. Mit einem Lächeln. Und dieser unbeschreiblichen Liebe in deinem unergründlichen Meerblau. Einer Liebe, die alles trägt, alles schenkt, alles hofft.

6. September 2020

Glauben ist eine unglaublich schwere Angelegenheit. Genauso, wie sich jemandem vollkommen zu öffnen.

5. September 2020

Zeit… Sie spielt keine Rolle, wenn wir zusammen sind. Sie entgleitet uns, wird absolut bedeutungslos. Doch auch, wenn ihr Maß in Minuten und Stunden dahin zu rasen scheint, genieße ich jeden Moment davon mit dir. Will keine einzige Sekunde davon missen. Wünsche mir Ewigkeit im Jetzt. Denn jeder Augenblick mit dir ist ganz und voll.

4. September 2020

Sehnsucht kann etwas absolut Wundervolles sein. Wenn bei dem Gedanken an den geliebten Menschen der ganze Körper kribbelt und man das Gefühl hat, vor Glück gleich zu platzen, wenn alles an einem zerrt und zieht, weil man sich die Nähe dieses Menschen wünscht, beim Klang ihrer Stimme das Denken aussetzt, tausende Schmetterlinge wie wild durch die Adern tanzen, ist das nicht einfach nur Glück. Denn den einen Menschen gefunden zu haben, der zu einem passt wie das eigene Spiegelbild, geschieht nur einmal im Leben.

3. September 2020

Manches hallt lange in mir nach, braucht Zeit, bis es keine Angst mehr macht, sondern Glauben schenkt. Da sind ein wundervoller Schlemmerabend mit dem besten Freund und Gespräche, die berühren, anrühren, aufrühren wundervolle Vertrauensmotivatoren. Ich bin dankbar für diesen Menschen in meinem Leben.

2. September 2020

Lektion an meine Zukunft: Wenn die Angst in dir alles andere verdrängt, kann nur das miteinander Reden sie besiegen.

1. September 2020

Heute war einer dieser Tage, die zwar mit einem Scheißgefühl, aber ganz harmlos anfangen und sich dann zu wahren Chaostagen mausern. Heute wollte mir nichts gelingen. Alles lief schief. Ganz gleich, was ich angefasst habe, es endete in Hilflosigkeit, Überforderung, Chaos und Enttäuschung. Das Schlimmste an solchen Tagen ist, dass mich der wundervollste Mensch der Welt so sieht, wie ich mich selbst am allerwenigsten leiden kann. Dabei war dieser Tag ein Freudentag. Ich konnte nach drei Jahren meinen besten Freund wieder in die Arme nehmen. Ich habe zum ersten Mal Casablanca geschaut. Ganz exklusiv. Und am Strand. Ich habe nach einer gefühlten Ewigkeit in deine Augen geschaut und mich genau richtig gefühlt. Geliebt und angekommen. Heute hat es gestimmt, das Sprichwort, das besagt, dass erst der Abend über den Tag entscheidet.

31. August 2020

Raus aus der Welt. So habe ich mich die vergangenen Tage gefühlt. Und es war ein wunderschönes Gefühl. Nun bin ich wieder drinnen. Mittendrin. Im Chaos. Meiner Gedanken, meiner Ängste, meiner Stunden, meiner Arbeit. Auch wenn ich mich über die Herausforderungen auf meinem Schreibtisch freue, sehne ich mich nach dem Dolcefarniente des Wochenendes. Nach der Leichtigkeit, der Zeitlosigkeit, den Momenten mit dir, die so unbeschwert mich süchtig nach mehr gemacht haben. Heute ist die Sehnsucht nach deiner Nähe ganz besonders groß. Ich sitze am Strand, träume, male Bilder in den wolkenlosen Himmel. Und während der Mond riesig und voll in den Abend aufsteigt und der Horizont in Flammen steht, trägt das Rauschen der Wellen immer wieder deinen Namen in mein Ohr. Ich habe nicht gewusst, was Vermissen ist. Bis ich dich getroffen habe.

30. August 2020

Wenn die Zeit viel zu schnell vergeht. Sommer, Sonne, Strand… ein Wirbelwind, die mein Herz mit ihrer stürmischen Art erobert hat. Und du! Immer wieder du! Deine Augen, die meine Seele berühren, die mich wie Magnete anziehen, mich ausziehen, streicheln, lieben, wie mich noch nie jemand geliebt hat, die mir zeigen, wie verletzlich, wie sensibel du bist und wie wundervoll das Leben ist mit dir darin. Mit dir und dem kleinen Wirbelwind möchte ich bis ans Ende des Regenbogens wandern, dein Meerblau mitten hineinmalen und allen Ernst der ungemein ernsthaften Menschen einfach weglachen. Du bist wie ein Teil von mir. Denn du legst dich in mich wie das Meer, das die Küste mit seinen Wellen küsst. Du lässt mich fühlen, dass es gut ist, glücklich zu sein.

29. August 2020

An manche Dinge muss ich mich erst gewöhnen. Weil sie absolut neu sind, ungewohnt und außergewöhnlich. Doch je mehr ich mich darauf einlasse, umso mehr Glück tanzt durch meine Adern. Denn es gehört alles dazu. Ich schaue in deine Augen und finde mich. Ich höre dein Lachen und es ist, als öffnete sich mein Herz. Ich fühle deine Liebe und die Welt wird weit. Ich habe nicht gewusst, dass es nur die Nähe eines Menschen braucht, sich genau richtig und vollkommen geborgen, angekommen zu fühlen. Den Regen im Gesicht, deinen Kuss auf meinem Mund, das leichte Ziehen eines kleinen Wirbelwinds an der Leine – ich will nie wieder etwas anderes!

28. August 2020

Wieder ein Schritt nach vorne mit dem Küstenkind. Wieder ein Schritt hin zu mir selbst. Obwohl ich heute kaum etwas geschrieben habe. Ich kann mich wohl nie mit dem zufrieden geben, was ich erreiche. Aber zum Glück gibt es da die wundervollste Frau, die mit ihren meerblauen Augen und ihrem kleinen Wirbelwind mit dem Fuchsschwanz meine Welt in den Angeln hält und sie zugleich in den Himmel hebt. Weil sie mich erdet wie noch nie jemand zuvor und meiner Seele dennoch Flügel verleiht. Die mich liebt, weil ich so bin, wie ich bin. Ohne aber. Und das ist für mich noch immer unfassbar.

27. August 2020

Ausgelassen sein. Frei sein. Einmal wieder wie ein Kind mitten durch den Regen und mit gleichgesinnt Verrückten über Stock und Stein, bergauf und bergab und ab durch die Mitte durch zugewucherte Waldwege flitzen. Sich beim Hakenschlagen beinahe überschlagen. Das Ostseerauschen tief unten im Ohr und im Blick. Vor Freude grinsen, bis es weh tut. Klatschnass, modderbespritzt, ausgepowert, aber überglücklich. Denn am Ende des Tages komme ich nach Hause, zu dir, versinke in deinem Meerblau, geborgen in deinen Armen, deiner Liebe und vergesse die Welt und die Zeit. Lasse mich von dir in längst vergangene Zeiten tragen. Tausend Momente, die ich mit dir teile. Ohne Angst. Und alles, was mich je geängstigt oder geärgert hat, ist weit weg. Nur die Erinnerungen an die wundervollen Menschen in meinem Leben und an einen verrückten Lauf durch den Regen bleiben.

26. August 2020

Es ist alles so natürlich. Als sei es schon immer so gewesen. Als gingen unsere Seelen schon ein ganzes Leben miteinander Hand in Hand. Nur wir beide mussten uns noch finden, brauchten Zeit und den richtigen Zeitpunkt, um den Mut zu finden, zu springen. Obwohl wir es längst wussten, haben unsere Seelen geduldig gewartet, bis auch wir füreinander bereit waren. Jetzt liege ich in deinen Armen, darf mutig sein und schwach. Und es fühlt sich alles richtig an. Manchmal ist zwischen Herz und Kopf eine verdammt lange Leitung.

25. August 2020

Ein Tag voller Gärten. In meiner Fantasie. In meinen Worten. In meinem Erleben. Mit Kuchenerinnerungen und Lachen und Kaffeeschnutenküssen und Flausen und Klavierbegleitung bis in den glockentönenden Abend hinein. Und alles gehört dazu. Jedes Vogelzwitschern. Jedes Dahinfliegen samtigweicher Töne. Jedes tiefe Durchatmen. Jeder Blick in dich. Jedes stille Streicheln deiner Hände. Glück in jeder meiner Zellen. Glück, das ich anfassen, fühlen, lieben kann. Glück, für das ich in jedem Moment dieses Tages dankbar bin.

24. August 2020

Mancher Morgen erwacht in mir mit Angst. Angst, nicht bestehen zu können. Angst, an selbstgesteckten Zielen zu scheitern. Angst, jemanden zu verlieren, den ich gerade erst gefunden habe. Und diese Angst galoppiert durch meine schlaftrunkenen Gedanken, scheucht sie auf, wirbelt sie durcheinander. Sie zu bändigen, zu ordnen, ist Schwerstarbeit. Früher ein einsamer Kampf, gibt es da jetzt deine Augen und deine Hände, die einfach nur halten, Geborgenheit und Kraft schenken, auch solche Tage anzugehen, nicht unterzugehen, aufzugehen, in dem was ich tue und was ich liebe.

23. August 2020

Ich war noch nie zuvor so glücklich, habe ich heute jemandem gesagt. Es war während eines Laufs durch den Wald. Anstrengend. Aber beflügelt. Und als ich mich die Inselberge hinauf gekämpft habe, sprangen Glücksgedanken durch meine Adern. Denn ich kann nicht fassen, nicht begreifen, dass es zwei Menschen gibt, die genau das Gleiche füreinander empfinden. Es ist dieses Kribbeln, dass durch unser beider Kopf, unser beider Herz, unser beider Körper geht. Und uns in jeder Sekunde des Tages zum Lachen bringt.

22. August 2020

Ein Tag, der alles gefordert hat. Meinen Mut, meine Kraft, mein Über-meinen-Schatten-springen. Fremde Blicke aushalten. Neue Menschen, neue Gefühle zulassen. Und dann schaust du mir in die Augen, lachst in mein Herz, spinnst mit mir Abenteuer, schaukelst mit mir mitten hinein ins Leben. Zukunft atmen. Vorfreude tanzt in mir auf alles, was kommt. Gemeinsam wunderbar freche und alberne Momente teilen, weil sie unser beider Weg in einen Regenbogen verwandeln. Und mit einem Lachen und Kraft sage ich Ja zu diesen neuen Menschen in meinem Leben.

21. August 2020

Pausen sind das Schönste an einem langen, arbeitsreichen Tag. Vor allem diese eine, kleine Auszeit, in der ich einmal mehr die Zeit vergessen habe. Denn Zeit wird in deinen Augenblicken bedeutungslos und der Alltag ein fernes, dunkles Rauschen.

20. August 2020

Der Kopf ist übervoll mit scheinbar wichtigen Gedanken. Grübeleien – oberflächlich, sinnentleert, kalt. Meine Füße tragen mich federleicht über den Asphalt mitten hinein in die Abendsonne über den weiten Wiesen. Ich atme ein. Ich atme aus. Es tut gut, loszulassen. Den Tag. Das Vergangene. Ich schließe die Augen und sehe dich. Erst ein paar Tage ist es her, dass du mich gezähmt hast, meine Mauern eingerissen, mich dir vertraut gemacht hast. Und doch hat sich bereits jetzt jeder Millimeter deines Gesichtes in mich gelegt, mich wie mit einem wärmenden Futter ausgekleidet. Du hast mir die Farbe des Meeres geschenkt, mir gezeigt, wie weich, wie verletzlich es sein kann. Manche Dinge sind so unfassbar schön, dass es keine Worte gibt, die ihnen gerecht werden können.

19. August 2020

Ich habe erfahren, erfühlen, erleben dürfen, wie schön die Welt und das Leben sind. Seit vier Jahren sprudelt und vibriert es nur so in mir. Doch ich wusste nicht, was das Leben noch für mich bereit hält. Es war nur eine Ahnung, eine Sehnsucht, dass es irgendwo einen Menschen geben könnte, der genauso gegen den Takt der Welt tickt wie ich. Und plötzlich warst du da. An einem kalten Januarmorgen. Mit diesen unfassbaren Meeraugen. Und ich war gebannt. Bin weggerannt. Vor mir. Vor meinen Gefühlen. Habe sie mir verboten. Obwohl ich es vom ersten Moment an wusste. Ich glaube, die Liebe findet immer einen Weg. Und jetzt? Platze ich vor Glück, wenn ich mich in deine Augen fallen lasse, könnte die ganze Welt umarmen, einfach mit dir durchbrennen und dich bis in den Morgen hinein lieben.

18. August 2020

Was wäre wenn? Ich schreibe, als liefe ich um mein Leben. Es klappt gut heute. Mich wegschreiben. Vor dem Zuviel in mir. Vor der Angst, ich könnte fehl gehen. Denn der Weg bis hierhin war lang genug. Einmal durch die Hölle und zurück. Doch am Ende des Tages steht sie wieder vor mir, die wundervollste Frau der Welt. Was wäre wenn? Plötzlich ist er da. Der Mut. Der Wille. Das JA! Denn ich habe nie etwas anderes gesucht. Nie etwas anderes gewollt. Und ich springe mitten hinein in das Was wäre wenn. Denn ich liebe, wie ich noch nie zuvor jemanden geliebt habe.

17. August 2020

Es gibt Namen, derer ich mich irgendwann übergehört habe und Gesichter, derer ich irgendwann überdrüssig wurde. Weil sie falsch sind, weh tun, ärgern. Und dann gibt es da diesen einen Namen, der sich auf den Lippen wie ein Kuss anfühlt und dieses eine Gesicht, das sich in mein Herz eingebrannt hat und an dem ich mich nicht satt sehen kann. Auch beim tausendsten Hineinschauen in meerblaue Augen werde ich nicht müde, darin lesen, lachen, lieben zu wollen.

16. August 2020

Raus aus der Komfortzone. Rein ins Wohlfühlen. Komplett abschalten. Nichts tun. Sich in den Tag hinein treiben lassen. Tragen lassen. Von Armen. Küssen. Dir. Einfach nur genießen. Lange habe ich mir das nicht mehr gegönnt, geschweige denn gemacht. Und während sich wundervoll Neues auf die alten Narben legt, wächst etwas in mir, das ich nicht mehr für möglich gehalten habe.

15. August 2020

Wenn man auf den richtigen Menschen trifft, fügt sich plötzlich alles. Es ist, als greife alles ineinander, weil es zueinander gehört. Schon bevor man es selbst begreifen und zulassen konnte. Der Kopf hat Sendepause. Alles ist Herz und Bauch und Seele. Berührungen sind wie kleine Funken, Gedanken wie ein Feuerwerk. Und jeder Blick weckt den Wunsch nach mehr.

14. August 2020

Von tausenden Schmetterlingen in meinem Bauch beflügelt, ging mir das Schreiben heute federleicht von der Hand. Das Leben meint es gut mit mir. Dabei hatte ich längst abgeschlossen mit der Liebe, hatte mir die Gefühle für eben jenen Engel aus dem Herzen und dem Kopf geschlagen. Und dann steht sie mitten in meinem Leben mit ihrem wundervollen Wesen und ihrer Liebe und bringt die tausenden Beflügelter alle auf einmal dazu, durch meinen Körper und meine Seele zu tanzen.

13. August 2020

Neben der Frau aufzuwachen, die jedem einzelnen Gedanken einen Sinn gibt, die mich komplettiert, wie es noch nie jemand getan, weil sie denkt wie ich, fühlt wie ich, liebt wie ich, neben der ich, als ich bestehen darf, bei der ich die sein darf, die ich bin, bei der ich mich geborgen, aufgefangen, umfangen, begehrt und geliebt fühle, ist das wohl schönste Geschenk der Welt. Mich von ihr in morgendliche Kuschelwelten entführen zu lassen, mich unter ihren Berührungen völlig fallen lassen zu können, von ihr durch den Tag getragen zu werden, um im Rauschen der Abendwellen ineinander aufzugehen, ist, als würde mich das Leben immerzu küssen.

12. August 2020

In manchen Momenten ist es, als könnte ich deine Seele in deinem Gesicht erkennen. Weich, verletzlich, wunderschön. Ich habe das Gefühl, die ganze Welt in deinem Blick neu zu entdecken. Und ich kann nicht genug davon bekommen.

11. August 2020

In manchen Tagen ist der Wurm drin. Sie überfordern mich mit Chaos, eigenen Fehlern, negativen Menschen. Dann wünsche ich mich in die Arme einer ganz besonderen Frau mit meerblauen Augen. Den schönsten Augen, in denen ich mich jemals verloren habe. Und deren Meerduft, egal wo ich bin, in mir atmet. Einer Frau, die sich in mich legt – warm und weich in meine Seele. Und ich fühle mich angenommen. Angekommen. In mir. In ihr. In uns. Und dann gibt es da den besten Freund der Welt, der knapp 1000 Kilometer entfernt von mir, direkt in mein Herz zu sehen vermag und der sagt: „Leb! Und genieße das Leben und die Liebe. Jeden Moment.“ Und ich spüre, er hat recht. Ich wäge viel zu viel ab, versage mir die schönsten Dinge der Welt dadurch. Ich muss springen. Nein! Ich will springen! Weil es Menschen gibt, für die es sich lohnt. Diese Frau ist es wert. Denn sie ist der außergewöhnlichste Mensch, den ich je kennen lernen durfte. Anders! Und doch absolut gleich. Und alles in mir sagt: Tu es!

10. August 2020

Es gibt Momente, in denen ich Angst habe, das alles nicht auf die Reihe zu bekommen. Davor, vor der wundervollsten Frau nicht bestehen zu können, sie wieder zu verlieren, weil ich es kaputt gemacht habe. Und dann gibt es die Momente, in denen ich aufgehe, in denen sich alles aneinander legt wie zwei passende Puzzleteile. Momente, in denen ich schreien könnte vor Glück, in denen ich es ständig küssen möchte. Und dauerte es auch nur diesen einen Tag – so hat es sich gelohnt.

9. August 2020

Manche Tage kann man einfach nicht planen. Aber gerade sie werden wegen ihrer Ereignisse für immer bleiben. Ich kann nicht mehr denken. Denn mein Denken ist ausgeschaltet. Kann nur noch fühlen. Unfassbar schön. Und berührend. In der Seele. Auf der Haut. Ich ertrinke in deinen Augen, während du mich auf deinen Händen dorthin trägst, wo jede Berührung süchtig macht. Ich vergesse die Zeit, die Welt, alles Nichtige. In deinen Armen zu liegen, deinen Duft in mich aufzunehmen, bedeutet Leidenschaft, bedeutet Geborgenheit, bedeutet Glück.

8. August 2020

Ist es möglich, dass zwei Menschen unabhängig voneinander über Monate das Gleiche füreinander empfinden?
Du wanderst ohne Unterlass durch meinen Körper, spazierst lächelnd durch meinen Kopf und hinterlässt Glück mit jedem deiner federleichten Schritte. Alles, was du berührst, wird Lachen. Alles, was du öffnest, wird weit und tief. Schürt Sehnsucht und Begehren. Und lässt Ängste klein werden. Weil du selbst deine Mauern eingerissen hast und dich mir mit ganzem Herzen schenkst.

Ich will dir und deinen Händen auf dem Bogen der Nacht
alles Liebe senden, was ich je gedacht.
Und wer mir auch früher gefallen,
ich spüre, seit es dich gibt,
vielleicht habe ich in allen
nur dich geliebt.

Nun geht die Nacht zu Ende.
Allein – allein – allein.
Doch ich denke an deine Hände
und schließlich schlafe ich ein.

Nach Mascha Kaléko

 

7. August 2020

Ich bin sprachlos. Über das, was das Leben mir in dieser Woche geschenkt hat. Es hat mir dich geschenkt. Wie einen Engel hat es dich in mein Leben gestellt. Hat mein Herz wieder zum Schlagen gebracht. Hat all meine Mauern, all mein Abgeschlossenhaben eingerissen. Und mich mit Glück wie in einen Mantel eingehüllt.

6. August 2020

Ganz gleich, was ich tue, ein Gedanke trägt mich durch den Tag. Und der ist wundervoll.

5. August 2020

Die erste Note für den heutigen Tag? Unbefriedigend.Die Tagesnote nach diesem Abend? Unglaublich und unbeschreiblich schön!Weil: Heillos durcheinander. Absolut überraschend. Unfassbar nervös. Schwebend glücklich.Kann mich mal jemand kneifen? Nicht, dass das alles hier nicht real ist. Aber das wäre bedeutungslos. Selbst wenn dieses Glücksgefühl auch nur einen einzigen Tag anhielte, wäre es unglaublich schön. Denn ich war seit einer verdammt langen Zeit nicht mehr so glücklich!

4. August 2020

This is the new shit – Heute habe ich ihn gebraucht. Marilyn Manson. So laut, dass mir das Blut aus der Nase lief…Es gibt Begegnungen, die werfen mich komplett aus der Bahn. Selbst oder gerade, wenn sie wundervoll sind. Plötzlich ist sie da, die Angst, mich noch einmal zu verlieren. Und sie frisst mir die Seele auf. Warum tut so etwas Schönes so weh? Also schreibe ich. Wie bekloppt. Ersticke meine Angst mit Worten und Arbeit und Marilyn Manson. Und wenn dann auf ein Schreibwerk von mir ein „Gänsehaut! So schön“-Feedback kommt, streichelt eben jene Gänsehaut meine Seele und hilft mir dabei, gegen die Panik anzukämpfen.

3. August 2020

Wenn sich ein Mensch plötzlich öffnet und mir einen Blick in die Seele erlaubt, wo zuvor eine eiserne Mauer mir den Einlass verwehrte; wenn dieser Mensch wie ausgetauscht scheint, sich wie aus dem Nichts ein unglaublich schönes Gespräch entwickelt, das in mir nachhallt und das noch Stunden hätte weitergehen können, dann verwirrt mich das völlig und wirft mein Bild, das ich mir zuvor konstruiert hatte, komplett über den Haufen. Es gibt wohl doch noch Menschen, die mich überraschen.

2. August 2020

Mit manchen Menschen verbindet mich etwas, das ich nicht in Worte fassen kann. Dafür spinnt das Leben Fäden, die filigran und fast unsichtbar sich in die Zeit hinein weben. So fein, dass sie kaum wahrnehmbar sind. Aber sie sind da. Und eines Tages steht – diesen Gebinden sei Dank – einer von diesen wundervollen Menschen vor mir, lächelt mich an, freut sich, mich in den Arm nehmen zu können, mich sehen, mich riechen, mich spüren zu können und aus meinem Leben zu hören. Einer jener Menschen, mit denen ich schon den Atlantik bereist, Schneestürme auf Island erlebt und unfassbar schöne Momente auf den Färöern geteilt habe. Ein Weltenbummler, Fotokünstler, Freigeist und Pulitzerpreis-Träger, ein Querdenker, Umdenker, Andersdenker. Ihn hier auf meiner Insel wiederzusehen, mich mit ihm auszutauschen, mit ihm über Gott und die Welt zu quatschen – zumal er in der Stadt wohnt, in der ich vierzehn Jahre gelebt, geliebt, gelacht habe -, erfüllt mich mit absoluten Glücksgefühlen und neuem Input, der mein Leben reich und bunt und erfüllend macht.

1. August 2020

Was für ein Tag! Sonnenglitzer auf der Ostsee, die Schwizzer Familienbande zu Gast im Küstenkind, beim Moon Run herzliche Menschen treffen, mit denen es Spaß macht, gemeinsam zu laufen und zu lachen und schließlich das spontane Wiedersehen eines wundervollen Menschen, mit dem ich bereits Orkanwindstärken auf einer Nussschale im Winteratlantik erlebt habe. Unfassbar! Wie viel in einen einzigen Tag hineinpasst. Mein Leben ist schön! Und für dieses Glück bin ich unglaublich dankbar.

31. Juli 2020

Sie lässt mich nicht mehr los: Emma. Jeder zweite Gedanke gilt ihr. Der großen, schlanken Frau mit den dunklen Meeraugen. Verliebt in eine Fantasiefigur, die lebendig einzig durch das geschriebene Wort wird, um dank eben jenes Vehikels durch die Seiten zu spazieren, zu lachen, zu weinen, zu leben, zu lieben. Noch reine Selbstbefriedigung wird sie hoffentlich eines Tages mehr Menschen, als die Menschen meines Vertrauens, beglücken.

30. Juli 2020

Mein grüner Pfeil beinahe gemopst! Ein schöner Schock am Nachmittag. Doch wollte mein patinierter und mit Blumen balkonierter Drahtesel wohl lieber bei mir bleiben und hat sich des Mopsers einfach von selbst entledigt. So ist das mit giftig grünen Gefährten. Da müssen Spießgesellen eben auf alles gefasst sein. Überglücklich bin ich nun, auch weiterhin mit dem schweren Holländer unter meinem Allerwertesten über die Insel düsen zu können. Darauf erstmal eine Runde geschnatterten Waldlauf mit dem Cousin aus der fernen Schweiz. Gott sei Dank bringt mein Grashüpfer mich auch mit hängender Zunge ins heimische Küstenkind.

29. Juli 2020

Ich sitze am Schreibtisch, schaue auf die kleine, von der Nachmittagssonne überflutete Straße vor meinem Haus, während ich mir den Kopf darüber zerbreche, wie ich das gerade Geschriebene noch fühlbarer, noch plastischer beschreiben könnte. Ich schließe die Augen, suche in mir nach dem richtigen Gefühl. Ich kann es auf der Zunge schmecken, auf den Lippen spüren. Erinnerungen ploppen auf, verschwinden hinter meinen Augen wie Boote, die vorüberziehen…Hätte mir vor zwanzig Jahren jemand gesagt, dass ich gar nicht erwachsen werden muss, weil ich von meiner Fantasie und meinen Wortspielen leben kann, ich hätte gelacht. Und auch heute kann ich es in manchen Momenten nicht glauben, habe Angst, es könnte mich jemand aus diesem Traum aufwecken. Ich bin dankbar für meine Gabe, dankbar für die unzähligen Ideen in meinem Kopf, dankbar für mein Leben und die Menschen darin, die mich immer wieder ermutigen, meinen Weg zu gehen.

28. Juli 2020

Kindermund hat viele Fragen und noch mehr Lachen. Ein herrliches Durcheinander aus schlemmen, erzählen, herumalbern, lachen und wirklich knifflige Kinderfragen beantworten. Wenn Familientreffen, dann richtig!

27. Juli 2020

Denken, bis der Kopf brummt und sich anfühlt wie ein ganzer Bienenstock. Doch am Ende die Genugtuung, dass alles, was zu mir gehört, zu mir kommt. Für solche Wahrheiten, immer und immer vorgebetet, sind Freunde da. Wenn ich nur nicht so ungeduldig wäre.

26. Juli 2020

Schweizer Gipfeltreffen am Ahlbecker Strand: Die quirlige Familienbande aus dem fernen Süden nach zwei Jahren endlich wieder in den Arm nehmen können. Eintauchen in eine andere Lebenswelt. Mit hellen Kinderstimmen um die Wette lachen. Alles redet. Und alles durcheinander. Wundervolles Familienchaos. Erlebnisse, die bleiben.

25. Juli 2020

Es gibt Menschen, die gehen tief. So tief, dass sie meine Welt komplett durchschütteln und mich bis ins Mark treffen. Dort, wo es weh tut. Dort, wo ich mit mir selbst noch nicht im Reinen bin. Weil sie es spüren, wozu nur wenige im Stande sind. Nicht, weil sie weh tun wollen, sondern weil sie Gutes tun wollen.

24. Juli 2020

Das Leben wäre ja langweilig, wenn es nicht ab und an eine ordentliche Portion Adrenalin bekäme. Ich kann nicht behaupten, dass mein Leben derzeit öde ist. Ich fühle mich ein bisschen wie Iwan aus dem Buckligen Pferdchen, der aus der kochenden Milch ins eiskalte Wasser gesprungen ist.

23. Juli 2020

Viel Gerede. Wenig Substanz. Es frustriert mich, wenn kostbare Zeit so verschwendet wird und ich nichts tun kann, als dem Gerede zuzuhören. Es gibt Dinge, durch die muss man hindurchschwimmen. Selbst wenn es Scheiße ist.

22. Juli 2020

Es gibt Menschen, die tun der Seele gut. Denn die Begegnung mit ihnen ist wie eine Reise, auf der ich die ganze Welt entdecke, während ich mich gleichzeitig bei ihnen zuhause fühle.

21. Juli 2020

Selbstzweifel fressen mir die Seele auf. Kann ich mir denn nie selbst gut genug sein? Die Angst ist an manchen Tagen riesig, andere könnten meine Fehler sehen, über sie urteilen, über mich, mir sagen: Danke, aber Können ist anders, das war’s. Wieder und wieder muss ich mir vorbeten, dass diese Momente vorbeigehen und ich bis jetzt noch alles geschafft habe. Damit ich nicht dort lande, wo ich nie wieder hin gelangen will.

20. Juli 2020

Es macht mir unglaubliche Freude, an Emma zu schreiben. Vielleicht, weil es da etwas gibt, das größer ist als ich, etwas, das unbedingt raus will, wachsen will. Diesem Wachsen zuzuschauen, macht glücklich.

19. Juli 2020

Es gibt doch nichts Schöneres, als am Strand zu sitzen und einfach aufs Meer zu schauen. Und irgendwann, wenn man genug geschaut hat, hineinzurennen und einzutauchen in die eigene Sehnsucht.

18. Juli 2020

Alles scheppert und wackelt, während wir mit dem alten Land Rover über noch älteres Kopfsteinpflaster holpern. Der Motor ist laut wie ein Trecker. Aber die Sommerluft, die frisch um unsere Nasen weht, ist wunderbar und erfüllt vom Summen unzähliger Insekten und dem Duft der Erntemaschinen auf den sonnengelben Feldern. Der Blick wandert durch grüne Alleen hindurch und weit über sanfte Hügel bis zum blau glitzernden Achterwasser. Auch wenn mein Körper von den Vibrationen unseres Gefährts kräftig durchgerüttelt wird, legt sich eine unglaubliche Ruhe in mein Inneres. Mit dem Fotografen am Steuer auf dem Weg zu neuen Abenteuern. Ich liebe meinen Beruf.

17. Juli 2020

Die Sonne scheint fast senkrecht auf die weißgraue Schotterbahn. Das Meer rauscht leise in einiger Entfernung. Ab und an ist das metallische Klacken der Boule-Kugeln zu hören, wenn sie gegeneinander rollen. Mittagspause an der Côte d’Azur von Deutschland. Auch hier ist der Volkssport der Franzosen ein wunderbares Ritual, um abzuschalten, runterzukommen. Ein süchtig machender Spaß.

16. Juli 2020

So voll sind meine Tage an Erlebnissen, Eindrücken, Neuem, dass meine Seele droht, ihr Gleichgewicht zu verlieren, da sie nicht mehr aufnehmen und ordnen kann. Ich brauche eine Auszeit, Einsamkeit, Langeweile und die Stille in mir, all das zu reflektieren und meinen eigenen Takt wieder zu finden.

15. Juli 2020

Drei Menschen. Drei Begegnungen. Drei völlig verschiedene Welten. Anspruchsvoll. Herausfordernd. Amüsant. Ich liebe meinen Job. Denn er ermöglicht mir, in das Leben anderer Menschen, hinter die Fassade und in spannende Innenräume hinein zu schauen. Mit Neugier. Mit Lachen. Mit Respekt. Vor dem, was diese Menschen mir von sich und ihrem Leben zeigen.

14. Juli 2020

Manche Begegnungen klingen lange in mir nach. Denn es ist ihre emphatische und sensible Neugier, die diese Augenblicke zu etwas Besonderem macht und die mich berührt, anrührt, anstößt.

13. Juli 2020

Ich bin frustriert. Und kann noch nicht einmal sagen, warum? Herzliche Begegnungen, viel Lachen, Nähe. Bedeuten sie mir sonst Glück, schaffen sie es heute nicht, mich zu berühren. Dafür treffen die Worte einer Frau, die ich kaum kenne. Und auch hier die Frage: Warum? Ich glaube, an manchen Tagen finden das Erleben und das Gefühl dafür nicht zueinander. Es ist der Zwiespalt aus Müssen und Wollen, der frustriert. Das Nichtabstreifenkönnen alter, vergilbter Alpträume. Und die irrationale Angst vor dem, was ich derzeit am meisten liebe: Emma.

12. Juli 2020

Einmal mehr von Worten berührt in diesen Tag hinein spaziert, am Strand entlang in die Arme von Freunden, Geborgenheit und Lachen unter betröpfelten Schirmen zu finden. Gemeinsam ins Laufen kommen – vorbei an einem Feenweiher und durch Märchenwälder hindurch. Weitblicke und Einsichten in einen wundervollen Sonntag.

11. Juli 2020

Das Leben genießen. Die Arbeit. Neues sehen, fühlen, spüren. Sich einlassen. Fallen lassen. Durch den Kopf springen und wachsen lassen. In den Augen eines Herzmenschen wie in einem Buch lesen können und den Frust manch unzufriedener Menschen bei einem Sommerwein unterm Sternenhimmel weglachen. Dafür ist das alles, was wir erleben und von dem wir getragen und berührt werden, da.

10. Juli 2020

Es gibt Tage, an denen habe ich viel geschafft und trotzdem das Gefühl, hinterher zu hinken. Das Leben erscheint mir manchmal zu kurz für das, was ich alles erreichen, erleben, erschaffen will. Ich habe schon so viel Zeit verloren. Ich will nicht noch mehr verlieren!

9. Juli 2020

Immer wenn die Angst dabei ist, die Oberhand zu gewinnen und das Chaos meinen Kopf sprengen will, öffnen sich neue Türen. Verleihen Zuversicht, schenken neue Projekte, Herausforderungen, Möglichkeiten. Machen mein Leben noch ein bisschen bunter. Ich bin dankbar, das tun zu können, was meiner Leidenschaft entspricht. Dankbar für einen Beruf, der mir Berufung ist. Dankbar, durch ihn so reich mit Leben und Erleben erfüllt zu werden.

8. Juli 2020

Wenn Tränen hinter den Fenstern meiner Seele lauern, weil es einfach zu tief berührt, das Leben und das, was es mich fühlen lässt. Die Freude über das Treffen mit einer Herzensfrau. Das geschenkte Buch in meinen Händen, Symbol einer Freundschaft, die einzigartig sich tief in mein Herz gegraben hat. Das Kribbeln eines Blickes aus der Ferne, der Wünsche, Gedanken offenbart, die mich das Leben wieder und wieder spüren lassen. Das Gespräch mit jemandem, dem ich mich auf eine besondere Weise verbunden fühle. Für all diese Begegnungen und Begebenheiten habe ich keine Worte, die ihre Fülle auch nur annähernd zu beschreiben vermögen. Also lasse ich das Erklären. Lasse mich berühren. Und fühle.

7. Juli 2020

Und wieder in diesem idyllischen Garten sitzen, der Welt für ein paar Augenblicke entrückt, und nach intensiven Arbeitsstunden nicht nur die Gesellschaft von Herzensmenschen und ein feines Mittagessen genießen, sondern dazu den wundervollen Blick auf den Dom meiner Vergangenheit.

6. Juli 2020

Bei einem verrückten Haufen Querdenkern mit Graffitis an den Wänden, Besucher-Autogrammen auf dem Klo, einem Flipper im Meetingraum und einem Schlagzeug im Büro vorbeizuschauen und die Menschen endlich einmal live und in Farbe kennenzulernen, mit denen ich schon eine ganze Weile zusammenarbeite, war einer der schönsten Momente dieses Tages. Denn solche Menschen, die anders sind, vielleicht ein wenig verrückter, nicht ganz von dieser Welt, geben mir das Gefühl, nicht allein zu sein mit meinem Anderssein.

5. Juli 2020

Was für ein Tag! Ein Tag am Meer. Wie ich ihn liebe. Anders. Ursprünglich. Wild. Idyllisch. Romantisch. Köstlich. Mit Meer gucken, tiefen Wolken, türkisblauen Wellen, neuen Eindrücken und Einblicken, Kunst natürlich und einem fantastischen Essen. Und am Ende hat die Sonne leise das Meer geküsst. Viel zu schnell vergehen solche Tage, an denen das Glück in jedem Herzschlag wohnt.

4. Juli 2020

Den Tag mit einem Kuss zu beginnen, ist der beste Start in den Tag. Und während ich mitten hinein laufe in eben jenen Tag, ist da plötzlich dieser eine Wunsch: Einmal einen Walzer, auf der Place de la République zu tanzen.

3. Juli 2020

Gänsehaut, Tränen, die ich nicht zurückhalten konnte, nicht zurückhalten wollte, die Fantasie in ferne Klangwelten entführt, berührt bis auf den Grund meiner Seele – Was für ein Konzert! Und anschließend der Austausch mit den Musikern unter Backsteinbögen bis in die Nacht. Endlich wieder anders. Endlich wieder mehr! Ein Flirt mit all den Dingen, derer ich sonst hungere, die mich reich machen, glücklich, weil sie mir neue Perspektiven zeigen.

2. Juli 2020

Shooting für ein neues Küstenkind-Projekt. Dabei hasse ich es, fotografiert zu werden. Ich mag mich auf Fotos nicht, finde mich hässlich. Denn ich sehe sofort meine Fehler, meine Schwächen. All das, was ich beim Eintauchen ins Schreiben vergessen kann. Dann bin ich nur Fantasie und Gefühl. Mich selbst zu vergessen – und sei es auch nur für eine kleine Zeit, ist wundervoll.

1. Juli 2020

An manchen Tagen geht gar nichts. Und das schlechte Gewissen, nicht wirklich vorangekommen zu sein, wiegt tonnenschwer.

30. Juni 2020

Dass Gott mir den schlimmsten Menschen, der mir in meinem Leben bislang begegnet ist, direkt vors Küstenkind setzt, um meine innere Stärke auf die Probe zu stellen, war heute Grund für einen Streit mit dem großen Weltenerbauer. Erst das Musizieren mit Herzmenschen und das Besinnen auf die morgendliche Begegnung mit einer Herzensfrau haben mich wieder ein bisschen mit ihm versöhnt. Runterschlucken. Abhaken. Weitermachen. Weiter lachen. Weiter genießen. Weiter leben. Denn diese Narzisstin gehört nicht in mein Leben, noch wird sie je wieder Macht darüber bekommen!

29. Juni 2020

Ich liebe Sommergewitter! Das Prasseln des Regens auf dem heißen Asphalt, der durch die abrupte Abkühlung dampft und brodelt und wunderbar duftet. Ein Rauschen wie unter einem Wasserfall. Die Blitze, die den Abendhimmel durchzucken und flackernd erhellen. Das ferne Grollen des Donners, der immer näher kriecht wie ein wütender Drachen. Leise mischt sich die Musik von Agnes Obel in das Grummeln, als gehörten ihre ätherischen Klänge wie ein natürlicher Bestandteil zu dem Schauspiel, das sich jenseits der Glasveranda abspielt. Gebannt sitze ich in eben jenem Fensterpalast, ein berührendes Buch auf meinen Beinen und staune.

28. Juni 2020

Mit jeder Menge gleichgesinnt Verrückter durch den hochsommerlichen Wald und über die eine oder andere – wie ich heute gelernt habe – Graudüne zu laufen, ist gar nicht so verrückt, wie manch Nicht-Verrückte denken mögen. Sondern macht Spaß. Die erfrischende Regendusche gab es denn zum krönenden Abschluss auch. Plus feiner Leckereien, Lachen, Laufmützenliebe.

27. Juni 2020

Ein Abend voller Musik in einem Raum, der die Seele bis ins mittelalterliche Gewölbe hinauf fliegen lässt. Mit Freunden bis in die laue Sommernacht hinein Neuigkeiten austauschen – bei Wein und einer grandiosen Aussicht auf himmlische Gefilde. Leben ist das, was man daraus macht. Ich habe beschlossen, das meinige zu genießen. Mit Menschen und Dingen, die mir gut tun.

26. Juni 2020

So viele verschiedene Begegnungen färbten heute meinen Tag. Begegnungen, die zur Ruhe brachten. Begegnungen, die aufwühlten. Begegnungen, die in die Vergangenheit entführten und Begegnungen, die Zukunft woben, die herausforderten und die Geborgenheit gaben, die mit mir flirteten und die mich schweben ließen. Doch sie alle gaben mir das Gefühl, zu leben. Mittendrin. Und unmittelbar.

25. Juni 2020

Ich weiß, ich bin anders, verrückt, hab häufiger mal‘ne Meise. Aber ich habe Träume. Einer, der mich seit einer Weile nicht mehr loslässt, ist der Wunsch mit einer ganz bestimmten Frau unbedingt einmal arbeiten zu wollen. Denn ich bewundere sie für ihre Art zu denken, zu handeln, Großartiges zu erschaffen. Es ist völlig absurd. Denn ich kenne diese Frau nicht einmal persönlich. Kenne nur ihre Arbeit. Und ich habe auch keine Ahnung, wie eine solche Zusammenarbeit konkret aussehen könnte. Wir sprechen nicht einmal die gleiche Sprache. Aber wir haben die gleiche Leidenschaft. Die Leidenschaft, Geschichten zu erzählen, die berühren. Ich weiß, dass dieser Traum aller Wahrscheinlichkeit zum Trotz nicht in Erfüllung gehen wird. Auch wenn er nicht ganz unmöglich ist. Aber es sind unsere Träume, die uns beflügeln, über uns hinauszuwachsen. Dabei ist nicht das Ankommen das Berauschende. Es ist der Weg dorthin. Und wer weiß, irgendwie…, irgendwann…

24. Juni 2020

Abends beim Rauschen der Ostsee den Kopf leer laufen. Die Füße im warmen Sand, vom Wasser umspült. Der Blick wandert weit und nach innen. Feierabend im Paradies. Ich glaube, dieses absolut besondere Gefühl kann man erst spüren, wenn man lange Zeit weg gewesen ist, verzichtet hat, um die Schönheit dann, umso intensiver und mit neuen Augen sehen zu können.

23. Juni 2020

Es gibt derzeit nur zwei Menschen, mit denen ich mich so tief verbunden fühle, dass sie ein Teil von mir zu sein scheinen. Sie berühren mich so tief, bewegen und beflügeln mein Herz, meinen Geist, meine Seele so sehr, dass der Austausch mit ihnen mich jedes Mal reich macht und mich mit so vielen neuen Gedanken in meine Träume entlässt. Der eine lebt eine halbe Weltreise von mir entfernt und ist mir doch so nah, als wohnte er in meinem Herzen. Die andere beglückt mich stets aufs Neue mit ihren morgendlichen Kaffee-Begegnungen und ihrer ganz anderen Sicht auf die Welt.

22. Juni 2020

Was für ein Sommerabend! Mit Freunden laufen. Dabei vom Fernsehen gefilmt werden. Kuchen am Strand. Lachen mit gleichgesinnt Verrückten. Gemeinschaft spüren. Das Finale: Eine Seebrücke in flammendem Rot. Midsommar.

21. Juni 2020

Nach Regen kommt Sonne oder das gemeinsame Grillen mit Herzmenschen. Das Lachen und Albern, Genießen und Erzählen. Es sind Sonnenstrahlen, die bis auf den Grund der Seele scheinen.

20. Juni 2020

Made my day: Wenn eine Frau, die tagtäglich von Büchern umgeben ist, die in ihnen und mit ihnen lebt und deren Meinung ich sehr schätze, meint, wir sollten Emma zu verlegen versuchen, ist das, als wüchsen mir Flügel. Dauergrinsen den ganzen Tag lang.

19. Juni 2020

Manches im Leben ist so unfassbar, dass es Zeit braucht, dafür überhaupt ein Gefühl zu bekommen.

18. Juni 2020

In ein neues Projekt eintauchen. Ideen entwickeln. Bilder im Kopf malen. Und das alles in einer verrückt berüchtigten Runde. Ich kann es jedes Mal kaum fassen, dass ich auf diese Weise an der Entstehung eines wundervollen Produktes beteiligt bin.

17. Juni 2020

Sommer. Im Gefühl. Am Strand. Im Rauschen der Wellen. Mit Freunden, lange nicht gesehen und doch schon von Weitem erkannt, Sonne genießen. Ein kurzes Verschnaufen zwischen wortgewordenen Kreationen.

16. Juni 2020

Es tut gut, sich in einer Frau wiederzufinden, deren Seele der eigenen so nah, so verwandt ist. Was nicht heißt, gleich zu sein oder gleich zu denken, sondern sich über das unterschiedliche Empfinden austauschen zu können und sich dabei im anderen trotzdem geborgen zu fühlen. Ihr einen Teil der eigenen Seele zu schenken, weil es wahrer Reichtum ist, durch ihren Blick immer neue Perspektiven zu entdecken, ist ein Gefühl von Vertrautheit und Vertrauen.

15. Juni 2020

Die Straße unter den Füßen dahin gleiten spüren. Im Rhythmus des Atems rückt die Welt von mir weg. Gedanken ausgeschaltet. Nur das Gefühl von Freiheit fließt durch meine Adern. Pulsiert. Vibriert. Überschwemmt mich mit Glück. Meine Augen wandern über die Wiesen bis hinunter zum See, der in der Abendsonne glitzert. Vergessen Zeit und Raum. Leben im Augenblick. Nichts anderes ist wahr.

14. Juni 2020

Endlich! Der erste, richtige Sommersonnenstrandtag. Ich glaube, ich komme weniger in den Genuss dieser Sonnenanbetungsstätte als jeder Urlauber. Obwohl sie vor meiner Haustür nur darauf wartet, dass ich mich an ihr gütlich tue. So wie heute. Sonne und Wind im Gesicht. Das sanfte Kitzeln des Sandes auf der Haut. Das gewaltige Rauschen der See um mich. Und erst der Abend offenbart, dass es für meine bisherige Schreibtischbräune wohl ein bisschen viel Sonne, ein bisschen viel Wind und ein bisschen viel Meeresrauschen war.

13. Juni 2020

Freunde – sie geben mir ein Zuhausegefühl, sind mir eine zweite, kleine Familie, bei der ich mich wunderbar geborgen fühle, Nähe spüre, küssen und kuscheln kann, Sorgen vergesse.

12. Juni 2020

Ein Tag, an dem fast jeder Moment schal schmeckte. Selbst der Vinho Verde beim Lieblingsschweizer. Aber am Ende, zum Glück, nur fast jeder. Das Schreiben an Emma ist wie eine Droge, die meine Welt mit Glückshormonen überflutet. Ich liebe es, in ihre Geschichte einzutauchen, abzutauchen und darin aufzugehen.

11. Juni 2020

Manche Tage sind federleicht. Alles ist im Fluss. Geht mühelos von der Hand. Gelingt. Kommt an. Und ich gebe zu, ich mag es, für meine Arbeit gelobt zu werden. Es gibt mir das Gefühl, etwas zu können, etwas zu erschaffen, was andere glücklich macht.

10. Juni 2020

Immer wenn die Angst am größten ist und die Zweifel mich zu erdrücken drohen, mich in die Knie zwingen und ans Aufgeben denken lassen, kommen sie aus ihren Verstecken hervor: Die Wunder, die es braucht, weiter zu kämpfen, die kleinen Gesten und Worte und das große Vertrauen, das Menschen in meine Arbeit haben.

9. Juni 2020

Wegen eines kleinen Verwaltungsaktes, quer durch den halben Kreis zu kurven und dafür noch ein Wucher-Knöllchen zu kassieren, hat meine Laune in den Keller gefahren und meinen Frust zum König gemacht. Ich bin mit der Gesamtsituation derzeit sehr unzufrieden, hätte Ranger an dieser Stelle zu Abahachi gesagt. Manchmal habe ich das Gefühl, im falschen Film zu sein. Doch bei all dem gab es ein Wunder, das mir diesen Tag gerettet hat: Ein glücklicher Auftragsabschluss und ein absolut zufriedener Auftraggeber. Mehr davon! Nicht, um mein Ego zu streicheln. Weiterhin von meiner Leidenschaft leben zu können, ist einer meiner größten Träume.

8. Juni 2020

Das Leben ist unfassbar. Manchmal nicht zu greifen und schon gar nicht, zu begreifen. An einem Tag schnürt mir die Angst den Hals zu, macht mich zu einem Hasenfuß, rüttelt an den Grundfesten meiner Träume, bringt mich ins Zweifeln. An anderen Tagen fühle ich mich geerdet, stehe fest und sicher auf dem Fundament dessen, was ich mir selbst erschaffen habe und bin überzeugt davon, dass ich alles schaffe, was ich mir vornehme und was ich mir erträume.

7. Juni 2020

Einfach einmal ausbüxen und abtauchen ins Paradies. Dem nachbarlichen Stalker entfliehen, um in den Armen eines Engels Geborgenheit zu finden. Mich in Augen hineinfallen lassen, die bis auf den Grund meiner Seele zu sehen vermögen. Menschen treffen. Neues erfahren. Süßen Verführungen erliegen. Und am Ende, mit einem wunderbar warmen Gefühl mitten in meine Träume hinein spazieren.

6. Juni 2020

Manchmal braucht es einfach nur gute Freunde, die Zuversicht schenken und die Motivation, an die eigenen Träumen zu glauben und diese auf gar keinen Fall aufzugeben. Und dazu einen feinen Wein und den Blick von der Seebrücke über das Meer und den Sonnenuntergang am Ende des Horizontes. Jammern auf hohem Niveau.

5. Juni 2020

In manchen Aufträgen steckt von Anfang an der Wurm drin. Ich hatte diese Ahnung. Aber ich konnte sie nicht benennen. Jetzt brechen sie mir das Genick, meine Fehler. Und die Angst kriecht ganz langsam wie ein schleichendes Gift durch meine Adern.

4. Juni 2020

Da gibt es jemanden, der 1000 Kilometer entfernt von meiner kleinen Welt lebt, doch er ist mir näher als irgendjemand sonst. Wir teilen die gleichen Gedanken, auch wenn wir unterschiedliche Denkweisen haben. Wir empfinden Situationen ganz ähnlich, auch wenn wir unterschiedliche Erfahrungshorizonte haben. Uns verbindet seit fast 15 Jahren ein Band, das weder Zeit, noch Entfernung zerschneiden konnten. Und es ist jedes Mal wieder ein Ankommen. Im anderen. In sich selbst. In unserer Freundschaft. Ich bin dankbar, glücklich, geborgen, solch einen Freund in meinem Leben und in meinem Herzen zu wissen.

3. Juni 2020

Wenn gute Gespräche dir die Angst und gute Freunde dich ganz, ganz lange in den Arm nehmen, rücken die Dinge sich wieder ein bisschen zurecht. Und die Welt wird wieder ein bisschen heller. Ganz gleich, ob im Kleinen oder im Großen – wir brauchen Menschen an unserer Seite, die uns nicht aufgeben lassen, wenn wir gerade keine Kraft haben, wieder aufzustehen.

2. Juni 2020

Ich bin nicht gut genug! Nicht gut genug für das, was ich sein will! Es gibt Tage, an denen möchte ich mich einfach verkriechen, aus Scham über mein Versagen. Tage, an denen möchte ich noch nicht einmal existieren.

1. Juni 2020

Meine Eltern bekommen – ganz nach Anna Loos – von mir ein Sterbeverbot. Damit sie sich das für die nächste Ewigkeit auch merken, haben wir heute zu Ehren meiner Mama mit vereinter Familie immer wieder darauf angestoßen.

31. Mai 2020

Die Sonne in einem traumhaft idyllischen Garten genießen. Mit Freunden plaudern. Nähe spüren. Gehörtes und Berührendes vom Morgen nachhallen lassen. Stöbern. Träumen. Pläne schmieden. Geborgenheit finden. Pfingsten.

30. Mai 2020

Ich komme nicht vorwärts, stocke, stolpere durch immer die gleiche Szene bei Emma. Es ist frustrierend. Ich habe Angst, ihr nicht gerecht werden zu können. Angst, dass meine Mittel zu beschränkt sind. Dabei ist Emma eine unglaubliche Motivation, die mich antreibt, mir Flügel verleiht. Ich habe ein Ziel und einen noch viel größeren Traum.

29. Mai 2020

Der Besuch bei Freunden. Kunst&Genuss. Ein wundervolles Gespräch über die eigenen Selbstzweifel, den Perfektionismus, der leider zu oft nicht abzulegen ist. Über Fotoreisen an den Polarkreis. Über Erotik und das, was Spaß macht. Lachen. Runterkommen. Verstanden werden. Komisch, dass mir das im Gespräch am leichtesten mit Männern glückt. Ich werde ganz sicher nicht wieder hetero. Aber es ist schönes Gefühl.

28. Mai 2020

Knapp 70 Seiten Korrektur in Fachkauderwelsch. Mir schwirrt der Kopf. Buchstabensalat an verschwurbelten Wortbandnudeln. Nach solchen Konzentrationsmomenten fühle ich mich immer wie in einer Blase. Nichts dringt bis zu mir durch. Alles bleibt außen vor. Aber das Meer hat es geschafft, meinen Kopf wieder frei zu bekommen und die Welt um mich wieder zu spüren. Absoluter Luxus! Denn der Blick über Schaumkronenwellen schafft so viel mehr als Weite im Kopf und Glück im Herzen.

27. Mai 2020

Aus einer verrückten Laufidee wird ein schweißtreibendes Stundenvergnügen auf dem Blauen Wunder. Wunderbar ausgepowert, geht just gar nichts mehr. Kein Denken. Kein Schreiben. Nicht einmal Lesen. Ich war schon lange nicht mehr so groggy wie nach diesem Laufmützenbrückenstundenlauf.

26. Mai 2020

Es ist unglaublich, was eine Entscheidung für eine Energie freisetzt. Es ist, als hätte sie vor einer kleinen Weile den Korken aus der Flasche gesprengt. Ich habe noch nie so gern gearbeitet. Dass ich das einmal von einer Tagträumerin wie mir sage… Aber es ist wahr. Und je mehr ich schaffe, erschaffe, umso mehr träume ich und umso getriebener fühle ich mich, noch mehr zu geben. Aus purer Freude am Schreiben, an der Zusammenarbeit, an dem, was am Ende daraus entsteht. Ich habe so viel Zeit verloren!

25. Mai 2020

Was für ein Gewusel. Auf den Straßen, den Plätzen. Plötzlich ist allerorten wieder Leben. Als gäbe es kein Corona mehr. Ein Zustand, an den ich mich erst wieder gewöhnen muss und der mich nach so langer Zeit der Weite, Einsamkeit und Ruhe überfordert.

24. Mai 2020

Wie sehr habe ich mich danach gesehnt, mit der Rasselbande Grüngewandeter wieder über die Insel zu laufen. Heute war es endlich so weit – nach zwei Monaten Corona-Abstinenz. Und es war, als sauge meine Seele die gemeinsamen Momente, das Erzählen und das Lachen wie eine Verdurstende gierig in sich auf.

23. Mai 2020

Mich mit jemandem auszutauschen, die so tickt wie ich, die ähnlich kreativ im Kopf ist, genauso verrückt, sensibel und anders ist, die so denkt wie ich und doch völlig verschieden, ist mir zu einer meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen geworden.

22. Mai 2020

Die Mittagspause mit Freunden bei Freunden verbringen. Herumalbern, lachen, es sich gut gehen lassen und einfach nur den Moment genießen. Warum kann das Leben nicht nur aus Mittagspausen bestehen?

21. Mai 2020

Unbeschwert und leicht. Der erste Sommertag am Meer. Die Füße tief im warmen Sand vergraben. Eine Salted Caramel-Ader durchzieht das Eis in meiner Hand und bringt meine Geschmacksnerven dazu, das Halleluja anzustimmen. Der Wind nimmt unser Lachen mit hinaus aufs Meer. Leben im Augenblick.

20. Mai 2020

Ich glaube, ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt. Denn ich habe es gewagt, habe Emma nicht nur in die Hände meiner liebsten Kritikerin gegeben, die Emma liebt, sondern habe sie einer Frau anvertraut, deren Meinung ich sehr schätze. Jetzt rast mein Herz. Ich habe eine Riesenangst vor einem netten, aber vernichtenden Urteil. Werde ich vernichtet sein? Todtraurig? Oder werde ich jubeln? Selbstzweifel wechseln sich mit Zuversicht und Trotz ab. Die Zeit ist ein Folterinstrument.

19. Mai 2020

Wenn den ganzen Tag der Kopf raucht, Gedanken sich in Worten überschlagen, die Zeit wie ein beißender Hund hinter jedem Innehalten herjagt, ist das Schönste des Tages das Gespräch mit einem Herzmenschen. Verstehen, Inspirieren, Ergänzen. In Gedanken, im Fühlen, in der Sicht auf die Welt und das, was sie bewegt, der eigenen Seele so verwandt. Eine Nähe, wie ich sie selten bei einem anderen Menschen gefunden habe. Und plötzlich ist mein Kopf, mein Empfinden, meine Wahrnehmung ganz klar. Es sind diese Momente, für die ich in dieses Meer aus Gedanken und Worten eintauche, nur einen einzigen Augenblick dieser Klarheit zu erhaschen.

18. Mai 2020

Keine hundert Schritte! schimpft meine Bewegungs-App auf dem Äpfelchen heute mit mir. Den ganzen Tag an den Schreibtisch gefesselt, zählen Gedankenrunden in Endlosschleife wohl offenbar nicht als Bewegung.

17. Mai 2020

Kunst & Genuss – Dieser kleine Ort im Herzen des Dorfes ist zu einem wunderschönen Treffpunkt für Freunde geworden. Mein zweites Wohnzimmer. Wunderbar entspannend. Herzlich bei jeder Begegnung. Lang ersehnt. Jedes Lachen eine warme Umarmung. Doch erschreckend auch die Gedanken manch bekannter Menschen. Wie gehirngewaschen scheinen sie völlig vereinnahmt von obskuren Botschaften und Meinungen. Der eigene Verstand als Filter ausgeschaltet.

16. Mai 2020

Familientag. Feiertag. Alles redet durcheinander. Jeder hat Neues zu erzählen. Will in Erinnerungen schwelgen. Schenkt Geborgenheit. Lachen. Liebe. Und so vieles mehr. Manche Tage entlassen mich mit einem Himmel voller Träume und einem Herzen voller Dankbarkeit und Glück.

15. Mai 2020

Eigentlich war es heute ein absoluter Küstenkind-Tag. Neue Herausforderungen zeigen Vertrauen in meine Arbeit. Zuspruch, der mich wieder einen Schritt weiterbringt. Eigentlich… könnte ich mich freuen. Gäbe es da nicht diese Fehler in einem Auftrag. Sie kratzen an meiner Schreiberehre, schlagen Kerben in meinen Perfektionismus. Und da sind sie wieder, meine geliebten Selbstzweifel, die mir die Freude über das Schöne missgönnen.

14. Mai 2020

Das Eindrücklichste an diesem Tag? Ein Diamantglitzerspaziergang am Meer.

13. Mai 2020

Es ist frustrierend, wenn ich nicht so vorankomme, wie ich möchte und sollte. Da kommt leichte Panik auf, wenn ich mir die Aufgaben ansehe, die noch erledigt werden wollen. In solchen Momenten habe ich das Gefühl, als stünde ich mit den Füßen auf zwei auseinander driftenden Eisschollen.

12. Mai 2020

Ich kann es noch gar nicht fassen, noch nicht einordnen, denn es fühlt sich an wie ein Traum. Ein Gespräch ist ganz genau so verlaufen, wie ich es mir gewünscht habe. Unfassbar! Jetzt hoffe ich nur, dass ich mir das Richtige gewünscht habe.

11. Mai 2020

An manchen Tagen fühle ich mich – trotz wundervoller, motivierender, inspirierender Begegnungen, Gespräche, Nachrichten – kraftlos und leer. Dann habe ich das Gefühl, nichts zu schaffen. Dann sind die Zweifel am eigenen Können übermächtig. Kein Zuspruch, keine Begeisterung über das, was ich schreibe, dringt an solchen Tagen bis in meine selbstkritische Seele und vermag die Dunkelheit daraus zu vertreiben.

10. Mai 2020

Frühsommersonntag. Momente sammeln. Sonnenlicht einfangen. Unter alten Buchen singen. Worten lauschen, die tief berühren. Mit Freunden im Wohnzimmergarten in der Sonne albern. Träumen.

9. Mai 2020

Glückstage wie diese… Ein langer Strandspaziergang mit einem Herzmenschen, mit Flachs- und Flirtereien – ohne Ernst, dafür umso mehr Spaß. Lachen, Plauschen, Glücksgefühle mit Freunden in geselliger Runde und der besten Maibowle ever. Zum Abschluss ein neues Kapitel Emma an die beste Kritikerin geschickt. Mehr davon!

8. Mai 2020

Ich war noch nie so sehr bei mir, wie jetzt gerade, in diesen Tagen, diesen Momenten. Es ist ein großartiges Gefühl! Alles ist im Fluss. Soll genau so sein. Und ist doch so konträr dem Stillstand um mich herum. Völlig absurd. Doch ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, was mir derzeit alles Wundervolles passiert. Kann es gar nicht begreifen. Kismet?!

7. Mai 2020

Briefkästen sind wie eine Tombola. Immer für eine Überraschung gut. Oder für einen Schock in Form eines Briefes. Nein. Dreier Briefe. Die Kehle ausgetrocknet. Die Gedanken wie eine wildgewordene Herde Mustangs, galoppieren chaotisch durch meinen Kopf. Unaufhaltbar. Denk nach! Denk nach! Schreit es in mir. So schnell war ich nicht auf die Veränderung eingestellt. War ich das überhaupt bis jetzt? Hatte ich es bislang denn wirklich zugelassen? Jetzt hatte ich plötzlich keine andere Wahl, meinen Traum in die Hände zu nehmen. Manchmal braucht es einen gehörigen Stoß, manchmal mitten in den Magen, bis man anfängt. Auch wenn sich, dank eines Anrufes, einiges klären konnte, der Stein ist losgetreten.

6. Mai 2020

Was, wenn alles auf Grün steht, ich nur noch loslaufen müsste und mir ein Herzmensch sogar noch überdeutlich klar macht, dass es grüner nicht würde? Ich wäre doch dumm, wenn ich diese Chance nicht wahrnähme. Alles schreit: Tu es! Warum nur bin ich ein so großer Angsthase? Dabei weiß ich in mir doch schon lange, was ich will und was ich tun werde. Ich muss es nur wagen. Wenn nicht jetzt, wann dann?!

5. Mai 2020

So sehr ich meinen Beruf als Berufung empfinde, im Schreiben aufgehe und Erfüllung darin finde, so sehr macht es mich derzeit zur Eremitin. Aufträge en masse auf meinem Schreibtisch. Doch alle fesseln sie mich an selbigen. Mir fehlt das Rausgehen, das Erleben, das Spüren, das Kennenlernen, das Gespräch, das Finden des Faszinierenden im Gegenüber.

4. Mai 2020

Meine Gedanken sind ein heilloses Durcheinander, schwirren wie Fliegen um abstrakte Schlagworte wie Firmenerweiterungen, Standortsuche, Produktionsstätten, Millionen-Investitionen, Arbeitsplätze, Marktvorteile… Ich mache drei Kreuze, wenn ich diese Themen aus meinem Kopf geschrieben habe. Da liebe ich die flirrend bunten Bilder von Emma, die mich statt in nüchterne Finanzwelten in verrückte Fantasiewelten tragen.

3. Mai 2020

Handy geschrottet. Aber egal. Es ist nur ein Ding. Es ist ersetzbar. Dafür sind das Lachen und die Flügel unter meinen Füßen vom Laufmützen-Staffellauf unbezahlbar. Vorfreude, Aufregung, Endorphine, Adrenalin und das gute Gefühl, mit vielen gemeinsam gelaufen zu sein.

2. Mai 2020

Wieder ein Kapitel abgeschlossen. Es kribbelt im Bauch, zu sehen, dass etwas aus einer kleinen Idee heraus entsteht, das lange Zeit zum Reifen gebraucht hat und plötzlich größer wird als man selbst.

1. Mai 2020

Plötzlich geht alles. Läuft mir leicht von der Hand. Ich bin glücklich über jede gelungene Formulierung. In der Begegnung am Strand finde ich einen Gedankenaustausch, der meinen Geist auf eine wundervolle Bilderreise schickt. Und die beste Freundin macht meinen Abend zu einem der schönsten der vergangenen drei Wochen. Alles bekommt in diesen Momenten einen Sinn.

30. April 2020

Es war nicht mein Tag. Bis in den Abend hinein stand ich neben mir, habe nichts auf die Reihe bekommen. Ein verlorener Tag. Verlorene Stunden, die ich morgen hoffentlich aufholen kann.

29. April 2020

Eine Riesenaufgabe kommt auf mich zu. In meinem Kopf herrscht derzeit noch absolutes Chaos. Aber ich habe zugesagt. Also werde ich mich durchbeißen. Durch all die Berge an gedropboxter Zuarbeit. Wie sagte eine Frau mir einmal… und dafür habe ich sie ihrerzeit gehasst: Man wächst mit jeder Aufgabe. Hoffentlich meistere ich diese Aufgabe. Wie gut, dass ich zum Runterkommen Emma habe. Sie bringt mir derzeit mit jedem Satz, jedem Wort, jedem Gedanken Glück. Schreiben ist eben mein Glück. Doch das Leben einer wortverliebten Künstlerin ist einsam und sehr platonisch. Dumm nur, dass ich ein sinnenfreudiger Genussmensch bin. Zum Glück gibt es gute Musik, guten Wein und Herzmenschen.

28. April 2020

Ich habe unverschämtes Glück. Ich mache das, was ich immer machen wollte. Mein ganzes Leben besteht aus Schreiben. Ich schreibe, um zu leben. Nicht nur, um anderen damit einen Dienst zu erweisen. Sondern für mich, in jeder freien Minute. Ich lebe in der Fantasie, brauche sie, wie die Luft zum Atmen. Wenn sich die Gedanken in Worten auf die leeren Seiten legen, bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Wird mir das bewusst, kann ich manchmal gar nicht glauben, in was für einer Freiheit ich lebe.

27. April 2020

So lange war es still, passierte nichts. Kein Anruf. Keine Mail. Manche Tage bin ich über dieses Loch schier verzweifelt, das mit immer größeren Schritten auf mich zukam. Und plötzlich – als hätten sie alle die gleiche Idee – überrennen sie mich mit Aufträgen. So vielen, dass ich meine Mühe habe, sie unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht ist ja doch etwas dran, am lauten Wünschen und dem Universum.

26. April 2020

Wenn sich das ganze Dorf samt Greifswalder Dompfarrei zufällig vor dem einzigen Eisladen zum gemeinsamen Schlecken trifft – selbstredend auf Sicherheitsabstand bedacht -, sind sie zu spüren, der Überdruss über die verordnete Isolation und die Lust am Austausch, am Lachen, am Miteinander.

25. April 2020

Wie bringt man jemandem bei, ohne ihn zu verletzen, dass sein Interesse die eigene Freiheit extrem beschneidet? Wie baut man eine Freundin seelisch auf, wenn man selbst gerade das Gefühl hat, in einen Abgrund zu blicken? Wie akzeptiert man eine Situation, die so surreal ist, dass man sie nicht einmal ansatzweise zu erfassen vermag? Manche Tage überfordern mich. Dann wünsche ich mir, noch einmal aufzuwachen und alles war nur ein böser Traum.

24. April 2020

Freunde sehen. Mit ihnen über Belanglosigkeiten lachen, albern. Über Träume und Wünsche plauschen. Es ist, als hätte ich diese Momente in einem anderen Leben gelebt. Doch nicht heute. Heute gab es Umarmungen, Herzlichkeiten, Küsse. Wenn ich sonst auch ein kleiner Misanthrop bin, vermisse ich die Nähe zu den Herzmenschen in meinem Leben sehr.

23. April 2020

Eberhard heißt er und in den 1960er Jahren war er mit seiner frisierten Java der Schnellste auf der ganzen Insel. Wenn mir heute auch frustrierend wenig gute Textpassagen gelingen wollten, so habe ich doch wenigstens den älteren Herrn aus meinem Nachbarhaus kennen lernen dürfen. Es gibt Menschen, die schließt man schon beim ersten Winken ins Herz.

22. April 2020

Manchmal dauert es lange, bis ich in einen Auftrag eintauche. Doch habe ich mich endlich darauf eingelassen, bin ich im Flow. Und die Freude etwas mit meinen Worten zu erschaffen, beflügelt. Vor allem, wenn die Arbeit mit dem Designer eine echte Kollaboration ist.

21. April 2020

Ich glaube, ich habe mich in meinem Leben noch nie etwas so sehr verschrieben wie diesem Projekt, das ganz und gar aus meinem Inneren hervorsprudelt. Es hat mich vollkommen gepackt, reißt mich mit sich in einen fantastischen Rausch, ist in jedem Moment präsent. Es ist absolute Liebe, Hingabe, Leidenschaft! Doch je tiefer ich mich dort hineinbegebe, abschotte von der Welt, um Zeit dafür zu haben, umso mehr bieten sich mir plötzlich Möglichkeiten dort draußen in der Welt an. Es ist so irreal wie die gesamte Situation derzeit.

20. April 2020

Da gibt es diesen älteren Herrn in meinem Nachbarhaus. Jeden Tag sitzt er mir gegenüber am offenen Fenster, genießt die Frühlingssonne und liest. Wenn er mich in meinem Küstenkind-Glashaus schreiben sieht, winkt er, schickt mir einen Handkuss herüber und sein Lachen strahlt über das ganze Gesicht. Er erinnert mich an eine der Figuren aus meiner Geschichte, an der ich gerade schreibe. Es macht Spaß, ein Stück seines Wesens in sie hinein zu weben.

19. April 2020

Die besten Freunde zu sehen, mit ihnen über Kunst und die Kunst des Überlebens zu philosophieren, über das, was uns glücklich macht, bei einem guten Wein zu diskutieren, den Austausch miteinander zu genießen, sich fallen zu lassen und einfach nur zu sein. Was habe ich diese Momente vermisst. Ich bin dankbar für diesen Abend – der zwar physisch, aber weder intellektuell, noch emotional Abstand gewahrt hat.

18. April 2020

Ein Tag, der trotz der Überfülle an Sonne, die Dunkelheit im Inneren nicht zu vertreiben vermochte. Da reicht es, die richtige Musik zu hören und sie reißt mir das Herz auf.

17. April 2020

Die eigene Geschichte aller Schnörkel zu entledigen, ist, als schneide man sich ins eigene Fleisch. Es tut höllisch weh und ist eine blutige Arbeit. Aber nur so wird sie pur und hautnah. Ich will Bilder kreieren, Gefühle, Brüche, Intimität, Blicke, Begehren, Erotik, Liebe, ihr Entstehen, ihr Wachsen, will Weiblichkeit, Seele, Tiefe, Augenhöhe, Qualität, Zeitlosigkeit, Augenblicke, Austausch, Kooperation, Schönheit, Romantik, Sinnlichkeit, Leben, Schmerz. Ich will berühren, treffen, aufwühlen, anstoßen und anecken, will Lachen, Verstehen, Unverständnis, Tränen hervorrufen. Will ich zu viel?!

16. April 2020

Same procedure as yesterday. Nur mit klarerem Kopf. Was sicher daran lag, dass sich das Chaos langsam ein wenig ordnet. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Heißt es nicht so?

15. April 2020

Es gibt drei extreme Dinge an mir, meine drei großen L‘s: Ich Lebe, Liebe und Leide absolut und intensiv. Im Moment leide ich wie verrückt. Denn wie kann ich nur eine große Geschichte schreiben, ohne dass alles ein noch viel größeres Chaos wird? Mein Kopf schwirrt von Szenen, die alle durcheinander tanzen. Sie sind immer präsent, spuken in jedem wachen und verschlafenen Augenblick durch meinen Kopf, bringen mich zur Verzweiflung. Aber sie zeigen mir ganz direkt, wie sehr ich gerade Lebe und Liebe und Leide!

14. April 2020

Ein Sonnenaufgang, der den Himmel in Brand steckt und mit ihm alle dunklen Wolken; eine Nachricht, die Hoffnung gibt; ein Winken von Fenster zu Fenster, das Lachen in zwei Gesichter zaubert – es sind die kleinen Dinge, die meinem Tag besondere Momente geschenkt haben.

13. April 2020

So viel Schreiben, so viel Gefühl lag in diesem Tag. So viel Hingabe. So viel Aufgehen. In etwas einzutauchen, was sich in der eigenen Fantasie zu einem wahren Eigenleben entwickelt hat, eine Geschichte entstehen zu lassen, zum Leben zu erwecken, ist ein Geschenk. Dieses Geschenk dann mit den besten Freunden zu teilen, von ihnen motiviert zu werden, unbedingt weiter zu machen, ist ein weiteres Geschenk. Danke Christoph. Danke Jacqueline. Menschen, die an mich glauben, in meinem Herzen zu wissen, ist von allen Geschenken das größte.

12. April 2020

Ein denkwürdiges Osterfest und ich hoffe ein einmaliges. Mit Musik. Doch ohne Konzert. Mit Kirche. Doch ohne Gottesdienst. Mit Familie. Doch ohne Umarmung. Auf Abstand. Weil mit Liebe.

11. April 2020

Kunst macht glücklich. Meer macht glücklich. Menschen, die meine Seele berühren, machen glücklich. Ich hatte heute eine wunderbar glücklich machende Kombination aus allen drei Dingen. Zwei Stunden. Zwei Menschen. Eine Wasserkante. Zeit, in der ich den Alltag, die Einsamkeit, die Angst vergessen habe. Zeit, in der ich ich sein durfte. Zeit, in der ich die Freiheit in jedem Moment gespürt habe. Zeit, in der ich einfach nur ganz und gar im Augenblick war.

10. April 2020

Wenn auch das Konzert abgesagt ist, so heißt es doch nicht, dass es nicht gesungen werden kann. Die Stabat Mater – von Pergolesi und von Steffani -, sie hat heute nicht nur meiner Stimme und meiner Seele Raum gegeben, sondern wohl auch meinen sich am Fenster sonnenden Nachbarn erfreut. Wundervolle Momente wie die im Garten meiner Schwester. Ein kleines Ostern am Karfreitag.

9. April 2020

Es quält mich, wie dünnhäutig ich gerade bin. In einem Moment strotze ich vor Zuversicht, bin motiviert, vorfreudig, komme in meinen Projekten gut voran und im nächsten Moment falle ich in ein bodenloses Loch aus Einsamkeit und Traurigkeit und Wut. Diese künstliche Starre zermürbt. Die Distanz zu Familie und Freunden noch mehr. Es macht mich wütend, dass es Menschen gibt, die andere denunzieren und angehen, nur, weil sie ein ortsfremdes Kennzeichen haben. Wo sind wir hingekommen? In den Stasiüberwachungsstaat DDR? Ins Dritte Reich? Ins Mittelalter? Was ist nur mit den Menschen los? Wo sind Werte wie Respekt, Anstand oder Höflichkeit geblieben? All das sind Dinge, die mir Energie rauben, mich porös machen.

8. April 2020

Ein wundervolles und so wertvolles Gespräch mit meiner Lieblings-Bookdealerin made my day. Fazit: Wir können leider an der Situation nichts ändern. Denn sie liegt außerhalb unserer Macht. Aber wir haben es in der Hand, wie wir damit umgehen. Ob wir jammern und uns das Leben noch schwerer machen oder ob wir das Beste daraus machen. Recht hat sie!

7. April 2020

Ein Tag voller Sonne und Meer. Ein Tag voller Widersprüche. Ein Tag, der alles hatte und nichts wirklich Greifbares. Existenzkämpfe, Zukunftsängste, Selbstzweifel, Schwäche, Versagen, Minderwertigkeitsgefühle, Magenkrämpfe, Ohnmacht, Bangen, Hoffen, Zuversicht, Hilfe, Solidarität, Rückhalt, Lachen, Wertschätzung, Nähe.

6. April 2020

Die Gespräche mit den Menschen in diesen Tagen verändern sich. Sie entstehen leichter, sind vertrauter, gehen tiefer. Je mehr die Menschen Abstand halten müssen, umso mehr sehnen sie sich nach Austausch, nach Nähe. Selbst völlig Fremde werden plötzlich zu Verbündeten im Geiste der gleichen Situation. Denn uns alle eint die Ungewissheit, die Unsicherheit, das Unwirkliche, das Nichtfassbare, die Einsamkeit. Und wir alle wollen uns darüber austauschen, um wieder einen roten Faden in unser Leben zu bringen, Halt zu finden, Nähe zu spüren. Und sei es nur für ein paar Momente mit einer fremden Frau. Wir Menschen sind nicht dafür gemacht, ohne Ziel vor uns hin zu leben.

5. April 2020

Ohne Wut keine Revolution. Platt geschrieben. Denn Wut verleiht die Kraft, die zur Veränderung nötig ist. Sich über Dinge zu ärgern, die man selbst nicht ändern kann, ist frustrierend und macht wütend. Ich merke, dass mir genau diese Wut gerade das Leben vermiest, weil ich sie in mir wüten lasse, statt sie zu nutzen. Denn sie hat die Energie, die mir helfen kann, Lösungen durchzuspielen; einen anderen Weg einzuschlagen, auf dem ich das hinter mir lassen kann, was mich heute ärgert.

4. April 2020

Ich stehe am Strand, den Wind im Gesicht, die Freiheit im Blick, die Gedanken bei einer Frau, die ich einmal geliebt habe und die heute Geburtstag hat. Tausend Diamanten glitzern in meinen Augen. Ein Kaleidoskop aus Licht und Erinnerungen. Ich atme die morgenfrische Luft tief in mich ein. Zum ersten Mal in diesen Tagen bin ich mit mir im Reinen, fühle eine unbändige Freude in mir, Glück, Zuversicht.

3. April 2020

Etwas richtig gut gemacht zu haben und dafür nicht nur Anerkennung und Wertschätzung zu bekommen, sondern gleich die Zusage für den nächsten Auftrag, ist Balsam für die Seele. Schließlich braucht gerade sie in diesen Zeiten auch ein paar Streicheleinheiten und Umarmungen. Genauso wie mein Bankkonto.

2. April 2020

Es sind Zeiten, in denen ich, trotz Unmengen geschenkter Stunden, nicht schlafen kann. Denn es ist, als würde mir durch den Zeitenstillstand die Kürze meiner eigenen Zeit nur umso bewusster gemacht. Zeitlos, weil außerhalb jeder Zeit bedrückt mich genau das. Eingesperrt, zur Einsamkeit gezwungen, sind auch meine Gedanken gefangen, an die Kette gelegt. Unfrei, wie auch das Leben unfrei geworden ist. Zur Untätigkeit verdammt, schaffe ich es nicht, Sinnvolles zu erdenken, flüchte in Scheinwelten, gebe mich sinnfreien Träumen hin. Jetzt habe ich die Zeit, nach der ich sonst so sehnsüchtig verlangt. Jetzt steht die Zeit auf meiner Seite. Doch mit der Starre im Außen, ist auch mein Inneres in Fassungslosigkeit und Unglauben und Ungewissheit erstarrt.

1. April 2020

In der Krise beweist sich der Charakter, sagte Helmut Schmidt einmal. Vor allem zeigt sich in solchen Zeiten, wer die wahren Freunde sind. Wem man vertrauen kann und wem man besser nicht vertrauen sollte. Bei wem man sich fallen lassen kann, weil man aufgefangen wird. Dabei bin ich erstaunt, wer sich in den vergangenen Tagen und Wochen zu meinen Herzmenschen dazu gesellt hat, von denen mir dieses zuvor gar nicht in den Sinn gekommen wäre. Umso dankbarer bin ich jetzt für das Geschenk solcher Menschen in meinem Leben.

31. März 2020

Einfach einmal für ein paar Stunden raus aus der Welt. Viren und sämtliche Sorgen vergessen. Sich bei einem Menschen zuhause fühlen, weil alles Müssen draußen bleibt und nur der Augenblick zählt. Kraft tanken und Geborgenheit und Liebe.

30. März 2020

Schreiben an einem Ort und für einen Ort, bei dem ich das Gefühl habe, nicht mehr dort hinzugehören. Ich wäre am liebsten abgehauen. Rein ins Schneegestöber und weg. Zum Glück gibt es Herzensmenschen, die solche Momente retten, mit ihren Gedanken, ihren Blicken, ihrem Verstehen. Eine solch geistige und seelische Nähe zu einer Frau – ohne dabei ihren Körper zu begehren – habe ich selten.

29. März 2020

Sich nicht unterkriegen lassen, den Kopf nicht hängen lassen, den Humor nicht verlieren – alles leichter gesagt, als getan, wenn man in der Stille sitzt und darüber nachdenkt, was dieses Virus wirklich mit uns macht, wie sehr es uns in unseren Gedanken, in unserem Miteinander, in unserer Nähe zueinander einschränkt. Freiheit? Sie ist längst zu einem Fremdwort geworden. Ich bin keine Freundin von vielen Menschen. Aber ich sehne mich nach denen, die mir im Herzen sind. Und zwar ganz körperlich. Ich möchte ihnen in die Augen schauen, sie berühren, sie in die Arme nehmen, ihre Nähe spüren, ihre Wärme, ihren Duft. Manchmal hilft mir da nur, raus in den Sturm zu gehen, mich direkt an die Wasserkante zu stellen und in den Wind zu schreien, während mir Sand und Schnee ins Gesicht peitschen, mir die Tränen in die Augen treiben, auf der Haut brennen. Es ist einer der wenigen Momente dieser Tage, in denen ich ganz und gar fühlen kann, dass ich noch lebe.

28. März 2020

Tage wie diese dürften ruhig 48 statt der läppischen 24 Stunden haben. Die Sonne im Gesicht, die Füße auf dem Terrassenpflaster ausgestreckt, während wir uns die Bäuche vor Lachen halten und Glückstränen in den Augen glitzern. Ein Nachmittag bei der weltbesten Schwester reißt aus stumpfer Grübelei, macht leicht und frei. Frühling im Herzen. Leben im Augenblick.

27. März 2020

Arbeiten bis der Kopf brummt wie ein Bienenstock, der niemals zur Ruhe kommt, bis die Gedanken hinter den Schläfen Amok laufen, über einander herfallen, um sich gegenseitig aufzufressen, bis ich nichts mehr fühle, außer der dumpfen Taubheit des Bedauerns. Erinnere dich, hat mir einmal jemand gesagt. Das fällt mir gerade schwer. Doch dann bringt mich deine Gelassenheit wieder zur Ruhe, erdet mich, öffnet neue Horizonte und mir die Augen. Wie froh ich bin, einen so besonderen Menschen zu haben. Nicht zu besitzen. In mir zu tragen.

26. März 2020

Wenn man jeden Tag nur auf sich selbst zurück geworfen wird, ohne adäquaten Austausch, der andere Sichtweisen, neue Perspektiven eröffnet, wird man entweder irre – ein Gefühl, das ich nur zu gut kenne – oder flüchtet sich in die innere Isolation. Es lebe die Welt in meinem Kopf!

25. März 2020

Es hat etwas Gespenstisches, Surreales, durch den stillen und leeren Ort zu laufen. Als wäre ich der einzige Mensch auf der Welt. Eine Szene wie aus einem Horrorfilm. Auf der anderen Seite genieße ich gerade diese Stille, diese Abwesenheit von Menschen. Wann vorher oder nach Covid-19 konnte und könnte ich den Strand je wieder mein Eigen nennen? Die Natur und die Straßen so hemmungslos für mich beanspruchen? So schlimm diese Zeit wirtschaftlich ist, so entspannend und entschleunigend ist sie ohne die Massen an Urlaubern, die diesen Ort sonst überbevölkern.

24. März 2020

Leiser Optimismus in mir. Er ist wie das Glitzern auf den morgendlichen Wellen, bei denen man Angst hat, dass wenn man die Augen schließt und wieder öffnet, alles weg ist. Aber nicht heute. Heute war lachen. Trotz Isolation. Bis in den Abend hinein, bei einem absolut verrückten und gleichzeitig verstörenden Film: Die Blumen von gestern. Meschugge, aber zum Verlieben: Adèle Haenel.

23. März 2020

Ein Gespräch mit der besten Schwester der Welt hat heute meine kleine Welt gerockt und mich gleich dazu. Ich konnte mich endlich dazu aufraffen, wieder zu arbeiten. Nach Tagen der Gedankenisolationsstarre. Jeder braucht ab und an solch einen Menschen, der das bewirken kann.

22. März 2020

Ein weiterer Tag zwischen den Extremen: Dem absoluten Hochgefühl beim Laufen durch den Küstenwald, weil im gleichen Moment viele andere ebenfalls allein, doch in Gedanken zusammen durch Deutschland gelaufen sind, und der Verzweiflung, die mir Angst und Hoffnungslosigkeit in meine Stunden legt und mich immer wieder an den Rand des Ertragbaren bringt. Das Virus macht etwas mit mir, mit jedem von uns. Denn es bringt uns an unsere Grenzen und unseren wahren Charakter ans Licht.

21. März 2020

Es ist der schönste Moment des Tages. Morgens am Meer. Inmitten des Rauschens zu stehen. Die Nase im Wind. Die Sonne im Gesicht. Doch überall Einsamkeit um mich. Habe ich sie sonst gesucht, wird sie mir jetzt von außen auferlegt, ist nicht mehr meine eigene Entscheidung. Nie habe ich mich einsamer und surrealer gefühlt, wie in diesem Augenblick. Hier am Strand. Es ist eine Zerreißprobe. Ein Drahtseilakt. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Zwischen Lachen und Weinen. Und plötzlich klingelt das Telefon. Ein Engel ist in der Leitung. Mir die Einsamkeit und die Angst abzunehmen. Wenigstens für eine Weile. Sie selbst, ein Stück des Weges zu schultern. In solch einer Zeit zeigt sich, wer die wundervollen Menschen sind.

20. März 2020

Das Virus bestimmt mein ganzes Leben, meine Gedankenwelt, meine Augenblicke. Zwar habe ich heute fleißig geschrieben. Doch es war in jedem Moment ein Kampf, in den Text einzutauchen und die Angst, die Ungewissheit auszuschalten. Erst das Lachen mit einem Herzmenschen am Abend über das von mir, ihr anvertraut Geschriebene bringt Entspannung in meine Seele.

19. März 2020

Die Gespräche und Begegnungen dieses Tages – wenn auch mit dem gebotenen Sicherheitsabstand – waren anders als noch Wochen zuvor. Herzlicher, interessierter, intimer. Sie haben mir Zuversicht und Mut gegeben. Und Kraft, weiter zu kämpfen. Wie einer besonderen Frau vor Kurzem geschrieben, ist Aufgeben noch nie mein Ding gewesen. Selbst in meinen schwärzesten Momenten hat es in mir immer diesen winzigen Funken gegeben, der mich hat, wieder aufstehen lassen.

18. März 2020

Das war der schwärzeste Tag der vergangenen drei Jahre! Und es tut gut und ist ein wunderbares Gefühl, diese ganze Scheiße in einem guten Rotwein zu ertränken. Vive la vie!

17. März 2020

Ich habe mir heute den Mund fusselig geredet, um nicht unterzugehen. Ich bin leer, müde und es so leid, zu kämpfen, um jeden Auftrag zu bangen, um jedes Honorar zu bitten. Mehr als drei Jahre ist das Küstenkind mit viel Kraft und Enthusiasmus voraus galoppiert. Ich habe vergessen, wie sich Existenzängste anfühlen. Jetzt sind sie wieder da. Ich habe unglaubliche Angst, dass dieses Virus mir das Genick bricht und ich wieder vor dem Nichts stehe. Das raubt mir allen Mut, alle Energie, alle Zuversicht.

16. März 2020

Jetzt ist sie abgeriegelt, meine Insel. Es schnürt mir den Magen und die Kehle zu, darüber nachzudenken, was da gerade mit dem geschieht, was wir gemeinhin Freiheit nennen. Es ist ein bedrückendes Gefühl, am menschenleeren Strand spazieren zu gehen. Was wird mit meinem Leben passieren? Werde ich es mir bald noch leisten können? Mit Freunden bei einem guten Essen, einem Glas Wein und meinem derzeit liebsten Film Portrait de la jeune fille en feu über Ängste sprechen, über Hoffnungen, über den Egoismus der Menschen, ihre Oberflächlichkeit, über das, was dieses Virus mit uns allen macht, ist eines der wenigen Dinge, die mich nicht völlig verzweifeln lassen. Ein kleiner, konspirativer Kreis, bei dem Lachen noch erlaubt ist und das Philosophieren über Kunst zum schönsten Abendprogramm gehört.

15. März 2020

Ich habe Angst, eingesperrt und isoliert zu werden, Angst, nicht mehr atmen zu können. Ich habe heute um mein Leben gesungen. Denn Singen stärkt nicht nur nachgewiesen das Immunsystem. Es macht glücklich. In unserer kleinen Chaostruppe – zwar mit dem nötigen Sicherheitsabstand, doch mit Gänsehaut und Glücksleuchten in den Augen – in der Musik aufgehen und sich vollkommen barocker Harmonien hingeben, lässt die Bedrückung durch das, was derzeit auf uns zukommt, wenigstens für ein paar Stunden vergessen. Lebensqualität in Zeiten, in denen leben verboten ist. Ein kurzes Aufatmen, bevor die Angst wieder auf mich einstürzt.

14. März 2020

Das Leben wird durch Corona auf eine absolute und radikale Weise beschränkt, ja lahmgelegt und die Menschen haben nichts besseres zu tun, als sich mit Klopapier zu bekaufen. Es macht mich alles so wütend! Weil ich so ohnmächtig gegen diesen ganzen Irrsinn bin. Es macht mir Angst, mir vorzustellen, wie weit das noch gehen kann.

13. März 2020

Das Leben will gelebt werden! Die Geschichte hat es immer wieder gezeigt. Je schwerer die Zeiten, je mehr die Freiheit beschnitten, umso mehr will man es spüren, eben jenes Leben, dessen Freiheiten wir an guten Tagen nur all zu schnell vergessen: Frühstücken in wundervoller Gesellschaft, ein Deal für einen großen Auftrag durchgeboxt, aus dem Corona-Debakel um das Laufmützencamp eine Ostseeauszeit gezaubert. Freitag, der 13., ist trotz all der Panikmache und der eigenen, ganz realen Angst für mich ein Glückstag gewesen.

12. März 2020

So langsam werde ich stinkewütend auf Corona. Nicht nur, dass es meine Laufmützenlaufcamppläne unter mallorquinischer Sonne ins Wanken bringt. Es raubt den Menschen die Freiheit. Die Freiheit, sich ungezwungen zu treffen, zu umarmen, miteinander wundervolle Momente zu erleben. Alles geht auf Distanz, igelt sich ein, schottet sich ab. Als wären wir nicht schon ohne einsam genug.

11. März 2020

Gegen die allgemeine Corona-Depression, die auf mein Gefühl gewaltig drückt: Eine wunderbar motivierende Zusammenarbeit mit einer der innovativsten Agenturen des Landes. Der bislang größte Küstenkind-Auftrag. Ich bin aufgeregt und ein kleines bisschen stolz.

10. März 2020

Portrait de la jeune fille en feu – Einer der wundervollsten Filme, die ich je gesehen habe. Gefühlvoll, sensibel, philosophisch, politisch, tief, kraftvoll und absolut weiblich. Ein Film, der mit seinen Blicken, mit seinen Gesten unter die Haut geht. Heute lag er in meinem Briefkasten und ich war überglücklich.

9. März 2020

Wie kann ich ein Gefühl für einen Ort bekommen, an dem meine Seele schreit? Weil in diesem Ort so viel Schlimmes geschehen ist, dass es meine Seele krank gemacht hat und ich noch heute von Alpträumen heimgesucht werde. Wie kann ich mich für etwas öffnen, das mir sämtliche Narben wieder aufreißt? Nur zu gern würde ich Neues und Schönes auf Altes legen. Doch die Schatten, die es zu verjagen gilt, sind lang und dunkel, reichen bis in die schwärzesten Ecken meiner Seele hinein.

8. März 2020

Die Worte einer Freundin haben mir so viel Ansporn gegeben, dass ich völlig in die Welt von Emma Wolkenlos eingetaucht bin. Ganz gleich, ob ich laufe, meiner Lieblingsmusik lausche, arbeite – immer ist Emma in meinem Kopf anwesend, geistert durch die Windungen meines Hirns, bemächtigt sich meiner Fantasie. So hartnäckig, dass ich mich endlich an ihre Geschichte gesetzt und ihr wieder ein Stück Leben eingehaucht habe.

7. März 2020

Die Barockklänge von Agostino Steffani erfüllen Runges Gartenhaus und unser beider Herzen mit Hingabe. Der Flügel untermalt meinen Gesang, ist mir Stütze und Mutspender. Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl, so intensiv mit und in der Musik zu arbeiten, dass wir die Zeit und die Welt um uns völlig vergessen.

6. März 2020

Ich bin schon lange nicht mehr so an meine Grenzen gestoßen wie heute. Es gibt Menschen, die fordern mich, machen mich völlig nackt, bohren dort, wo ich am verletzlichsten bin. Und dann kommt spontan die beste Freundin auf einen „Tee“ vorbei und der Tag nimmt eine ungeahnt inspirierende und erfüllende Wende. Was könnten Frauen alles erreichen, wenn sie sich für ein Ziel vereinten? Das Leben steckt voller Überraschungen.

5. März 2020

Für ein paar auspowernde Momente den Kopf und das Herz ausschalten.

4. März 2020

Mit dem besten Freund die halbe Nacht über die wirklich wichtigen Dinge im Leben philosophieren – dafür ist das Leben da. Dass er dabei im 1100 Kilometer entfernten Basel sitzt und unsere Casa Espanola nicht mehr eine Freiburger, sondern eine heimische FaceTime-Weinbar ist, spielt keine Rolle. Manche Menschen – und von denen gibt es nur ganz, ganz wenige – sind mir so nahe, dass Entfernungen keine Rolle spielen. Denn sie wohnen in mir.

3. März 2020

Reset. Einmal auf Null und dann bitte noch einmal völlig neu. Heute habe ich mich komplett demontiert und Wort für Wort, Bild für Bild neu zusammengesetzt. Das Ergebnis hat mir gefallen. Ich war seit Langem einmal wieder zufrieden mit mir. Ich wurde aber auch seit Langem nicht mehr so gefordert und herausgefordert. Doch ob ich damit jetzt genüge…? Warum muss ich immer erst am Boden zerstört sein, bis ich etwas Gutes erschaffen kann?

2. März 2020

Bislang war Aufgeben nie eine Option für mich. Aber was, wenn es das einzige ist, was zu tun bleibt, wenn ich mein Gesicht nicht völlig verlieren will? Dieser Auftrag hat die Vergangenheit wiedererweckt, von der ich dachte, sie wäre längst ausgestanden. Doch noch immer zieht sie mir einen Strich durch meine Gedanken und hängt mir Bleigewichte an selbige. Sollte ich aufgeben, weil ich die Distanz verloren habe? Weil ich obendrein völlig diverse und ambivalente Gefühle für jemanden entwickelt habe, für den ich keine Gefühle haben darf? Diese Gefühle stehen mir im Weg, blockieren mich, verweigern mir den Zugang zu und das Gespür für diesen Menschen. Und sie geben mir das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Aber vielleicht bin ich das hierfür ja auch nicht?

1. März 2020

Wunderbar geborgen und verstanden inmitten einer kleinen Chaostruppe. Das freiraumblau-Nachsitzen bei Kaffee und Kuchen artete glatt schon in eine nächste freiraumblau-Session mit neuerlich inspirierenden Gesprächen aus. Wie lange habe ich mich nach solchen Menschen, solch einem Austausch, solch einem Ankommen gesehnt?! Und im Anschluss gleich die nächste Künstlergruppe: Die Kolkwitzschen Musikverrückten. Zehn Stimmen, die in den Tönen von Bach und Steffani völlig aufgehen. Der Weg zur Perfektion ist ein mit Gänsehaut und Musikgenüssen gepflasterter.

29. Februar 2020

freiraumblau macht absolut glücklich! Das zumindest habe ich in jedem Gesicht sehen, in jeder Äußerung des heutigen Abends erfahren können. Es hat alles gepasst. Der Ort, die Menschen, die Musik von Alina, das Drumherum und wir fünf kunstverrückte Freiraumblauer. Wer sagt’s denn, dass wir hier auf der Insel keine Kunst können. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn Menschen mit Tränen, mit Gänsehaut, mit Glücksgefühlen auf dich zukommen und dir erzählen, was deine Texte in ihnen auslösen.

28. Februar 2020

Franz Werfel – ein Name, den ich mir auf alle Fälle merken will. Denn er hat mit seinem Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh für einen wundervollen Erlesenes-Abend und einen interessanten Austausch über die Kraft von Büchern und Literatur gesorgt. Unverhofft beflügelt und beseelt geht dieser Tag zu Ende, der in so viel Streit und Durcheinander und der Überwindung des eigenen Egos ausgeartet war. Dabei sollte all das überhaupt keine Rolle spielen. Denn morgen ist freiraumblau-Tag. Und ich bin sowas von aufgeregt!

27. Februar 2020

Schreiben macht keine neuen Menschen. Aber es schafft Klarheit und Verstehen. Oder doch den Anschein. Und wenn man mit seinen Worten Glück hat, ist es wie ein Aufwachen zu sich selbst, und es entsteht eine neue Zeit: die Gegenwart der Poesie.

Pedro Vasco de Almeida Prado – Die Zeit der Poesie – Lissabon 1903

Aus Das Gewicht der Worte — Pascal Mercier

Ein Zitat, das mir eine Seelenverwandte heute geschickt hat. Es ist, als hätte sie mir damit mitten in mein Herz, mitten in meine Sehnsüchte und Träume geschrieben. Ich bin beglückt und dankbar für solche Menschen in meinem Leben. Denn sie geben mir neuen Input, pushen mich und motivieren mich. Genauso, wie ganz wenige, die ich noch gar nicht wirklich kenne, die mich dennoch dazu anspornen, das Beste aus mir heraus zu holen.

26. Februar 2020

Heute lief es. Ich war im Fluss, habe geschrieben wie eine Weltmeisterin. Und ich hatte trotz durchnässtem Abendlauf unglaubliche Lust, weiter zu schreiben. Emma Wolkenlos – Ich konnte gar nicht aufhören, habe neue Szenen entwickelt, einen wunderbar traurigen Schluss gefunden. Heute hätte ich meinen Gedankenrecorder gut gebrauchen können, meine Ideen direkt aus meinen Kopf, auf die leeren Seiten zu bringen. Ich wäre binnen Tagen fertig.

25. Februar 2020

An manchen Tagen kann ich es mir einfach nicht recht machen. Unzufrieden, frustriert, demotiviert von dem, was ich schaffe oder vielmehr nicht schaffe. Ich quengle und nörgle und bejammere mein mangelndes Können, meine Faulheit, weil das Schreiben sich zieht wie ein zähes Kaugummi. An solchen Tagen kann ich mich selbst überhaupt nicht leiden. Wenigstens verschaffen Beethoven und Textfutter mir für kurze Momente Ablenkung.

24. Februar 2020

freiraumblau – das letzte, große Treffen vor unserem D-Day. Bei allen war die Aufregung zu spüren. Vorfreude, Neugier, Anspannung. Doch bei Wein und Leckereien Pläne schmieden, Ängste besiegen und über Träume philosophieren… dafür ist das Leben da. Unser freiraumblau-Kennenlernen wird ein großartiger Abend! Ein denkwürdiger. Ein Abend, der einmal ganz anders ist.

23. Februar 2020

Ein Barockwerk zum ersten Mal ganz allein in der eigenen Stimme und mit vielen Soli einzustudieren, ist eine aufregende Herausforderung. Dass es schon so gut klappt, beruhigt mich. Der heutige Zusammenklang: Gänsehaut. Bei uns allen. Was für ein schönes Fundstück Alter Musik!

22. Februar 2020

Wunderbar geerdet und beflügelt zugleich fühle ich mich nach diesem Tag und dieser Ausstellung. So viele moderne Ikonen – Koons, Warhol, Newmann, Klein, Duchamp… – live in der Bremer Kunsthalle zu erleben, jede in einem eigenen Raum, hat mich absolut fasziniert. Ich hätte dort Stunden vor jedem Werk verbringen können.

21. Februar 2020

Die eigenen Defizite schonungslos offengelegt zu bekommen, die man selbst doch nur allzu gut kennt; den Finger in eben diese Wunde gebohrt zu bekommen, ist ziemlich hart und hat mir einen Schlag mitten in den Magen versetzt. Schließlich hofft man, dass sie niemandem auffallen, die eigenen Unzulänglichkeiten. Doch sie hat sie gesehen, glasklar seziert und emotionslos kommuniziert. Ihr Urteil brennt wie Feuer unter der Haut, als hätte sich der Boden unter den Füßen aufgetan. Hat er aber nicht. Denn ich bin immer noch da und muss sie aushalten, die Scham des Versagens. So muss sich die Malerin Marianne im Film Portrait de la jeune fille en feu nach dem Urteil von Héloïse über ihr Porträt gefühlt haben. Ob sie in diesem Moment auch das Gefühl hatte, nichts wirklich zu können? Ob sie sich auch gefragt hat, die Falsche für den Auftrag zu sein? Wie nahe am Aufgeben war sie? Gott sei Dank kann ich all dem, morgen für einen flüchtigen Kunstgenuss entfliehen. Denn ich muss hier raus. Sonst ersticke ich an meinen Selbstzweifeln.

20. Februar 2020

Ich will den Frust mancher Menschen nicht über mich ergehen lassen müssen. Die schlechte Laune von Menschen, die mich menschlich eher peripher tangieren, die keinerlei Zugang zu meiner Seele haben, denen ich mich nur beruflich unterordnen muss. Das mit dem Unterordnen hat bei mir ohnehin noch nie gut funktioniert. Wie gut, dass ich eine Drill Instructorin habe, bei der ich mich richtig auspowern und meinen eigenen Frust über solche Menschen rauslassen kann.

19. Februar 2020

Angst hat einen Namen. Hätte ich mich heute Abend nicht an mein kleines Schreibwerk Emma Wolkenlos gesetzt, ich wäre noch frustrierter. Jetzt habe ich so viel Druck im Nacken, einen Auftrag fertigzustellen, dass mir schon ganz schlecht ist, wenn ich nur daran denke. Aus irgendeinem Grund bin ich bei diesem Auftrag absolut gehemmt, gelähmt, habe eine Riesenpanik. Ich habe die Distanz verloren und weiß nicht, wie ich sie zurückgewinnen kann.

18. Februar 2020

Während das Beethovensche Kyrie noch im Raum schwebt, legt sich ein Lächeln auf die Begegnungen dieser Stunden. Denn die Momente voller Musik wurden bereichert durch Gespräche, die mein Herz schneller schlagen lassen, weil Aufregung und Lampenfieber dort einziehen; durch den treuen und friedvollen Blick einer Weimaraner-Dame, die trotz schiefer Töne unseres Probengesangs das ihr Vorgesungene in stiller Demut genießt; durch das Kennenlernen des Zeichners und Grafikers Stefano Ricci aus Bologna, der meine Sehnsucht nach dem italienischen Arkadien wieder geweckt hat.

17. Februar 2020

Es ist ein schönes Gefühl, für ein Projekt ausgewählt worden zu sein, weil das, was ich mit meinen ganz eigenen Worten erschaffe, anderen in irgendeiner Form etwas gibt. Und es kann mir keiner erzählen, dass Lob und Wertschätzung nicht die Seele streicheln und den Geist motivieren.

16. Februar 2020

Nach Abenden wie dem gestrigen erscheint der nächste Tag oft fad und ohne Farben, ohne Leben. Dann habe ich das Gefühl, nichts zu können, nicht einen einzigen, richtig guten Satz zustande zu bringen, geschweige denn einen zufriedenstellenden Text. Warum ist das so? Warum kommt nach so viel Euphorie zwangsläufig Tristesse?

15. Februar 2020

Angst essen Seele auf. Doch nur demjenigen, der sich ihr unterwirft. Ich habe es gewagt. Entgegen allen Zweifeln, allen Ängsten. Und wurde reich beschenkt mit wundervollen Gedanken. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, mit dem, was ich einmal geschrieben habe, Menschen zu berühren. Und ein Feuer zu entfachen, das neues Denken entzündet, neue Perspektiven, neue Sichtweisen, neue Ideen in meine Seele legt. Ich bin dankbar für diesen Abend, für die Gespräche über Kunst und über das, was uns antreibt und bewegt. Dankbar für die Menschen in meinem Leben, die echt und wahrhaftig sind und mich bei jeder Begegnung wieder neu erden.

14. Februar 2020

Es ist der schönste Moment dieses Tages: Die Liebeserklärung meines besten Freundes. Mit seinen Worten über unsere Freundschaft hat er mein Herz berührt. Es gibt Menschen, die gehen tiefer als alle anderen. Da spielt es keine Rolle, dass sie mehr als 1000 Kilometer entfernt wohnen. Sie sind da. Immer. In den Gedanken. Im Herzen. Sie schenken Kraft. Und die Augenblicke mit ihnen bedeuten Glück. „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil… und sie hört niemals auf.“ (frei nach 1. Korinther 13) – Danke Christoph für deine Freundschaft, für deine bedingungslose Liebe.

13. Februar 2020

freiraumblau – Ich hatte nicht gedacht, dass mich unser kleines Event so umtreibt, aufwühlt, nervös macht. Dass es so viele Fragen und Selbstzweifel und Grübeleien hervorruft. Mein Kopf kribbelt und mein Magen zieht sich zusammen, wenn ich daran denke, wer alles kommen will. So viele Menschen, die mir etwas bedeuten, die mir unter die Haut gehen, mein Herz schneller schlagen lassen, mich inspirieren. Und das einzige, was mich ein bisschen beruhigt, ist unsere kleine Chaotentruppe. Die Menschen, die genauso schräg und oftmals gegen den Gesellschaftstakt ticken. Sie machen mir Mut, mein Innerstes nach außen zu kehren und gegen die Angst belächelt zu werden.

12. Februar 2020

Wenn du auf heißen Kohlen sitzt, auf etwas wartest, wie auf das Ergebnis einer Prüfung, zu deren Ausgang du keinerlei Gefühl bekommst. Eines jedoch spüre ich: Die Erschöpfung. Ich habe mich ins Zeug gelegt, meinen Kopf zum Rauchen gebracht. Und jetzt sitzt die Angst in meinem Bauch, dass alles fehl gehen könnte.

11. Februar 2020

Ich wünschte, es würde mir nichts bedeuten. Dann würde ich schreiben können wie eine Weltmeisterin. Denn es wäre mir egal. Egal, ob es perfekt ist, ob es innovativ ist, anders ist. Doch so… ist nichts gut genug. Nichts fließt. Alles ist blockiert. Ich wünschte, es würde mir nichts bedeuten… Und dann ist freiraumblau-Treffen im Küstenkind. Und ich liebe es! Denn der Mut ist wieder da. Weil das Leben zu Gast ist. Und so etwas verrücktes wie Hoffnung. Und plötzlich freue ich mich darüber, dass es mir etwas bedeutet.

10. Februar 2020

Themen, über die ich schon so oft geschrieben, immer wieder neu zu erfinden; mich immer wieder neu zu orientieren, neue Worte für tausendmal Erzähltes zu kreieren – im Moment fällt mir genau das besonders schwer. Ich weiß, dass es daran liegt, dass ich mich derzeit sehr unter Druck setze. Ich will zeigen, dass ich es drauf habe, will beeindrucken. Mich und die meergrauen Augen. Und habe doch das Gefühl, so ganz und gar nichts zu können. Völlig zu versagen.

9. Februar 2020

Die Laufmützen. Eine völlig verrückte Truppe. Aber absolut liebenswert. Wir haben uns heute nicht von Sturmtief Sabine davon abhalten lassen, zu laufen. Sie hat uns ordentlich den Atem genommen. Aber aufhalten konnte uns das büschen Wind nicht. Und anschließend gab’s Apfelmuskuchen im windstillen Kofferraum des Gründlingschen E-Autos. Das Leben ist ein Abenteuer. Und ein verrücktes dazu.

8. Februar 2020

Den Moment genießen. Mich aufgehoben fühlen bei Herzmenschen. In ihren Umarmungen, ihren Worten, ihrer Herzlichkeit. Endlich einmal wieder über Dinge reden, die das Herz und die Seele bewegen, statt über die oberflächlichen Nichtigkeiten dieser lauttönenden Welt. Zuhören und annehmen – ohne zu bewerten. Die Glücksgefühle wie wunderbaren Kuchen auf der Zunge zergehen lassen. Schön, dass es solche Menschen in meinem Leben gibt.

7. Februar 2020

Lost in work. Zwischen den Zeilen verloren. Aufgegangen in den Worten. Gut versteckt hinter den Bildern meiner Fantasie. Wie gut, dass es davon derzeit mehr als genug gibt.

6. Februar 2020

Sehnsucht zerreißt mir die Seele, verdunkelt meine Gedanken und meinen Tag. Wie kann ich mein Herz von Gefühlen befreien, von denen ich weiß, dass sie absolut aussichtslos sind?

5. Februar 2020

Gerade habe ich noch mit jemandem darüber gesprochen, wie glücklich ich als Frau darüber bin, nicht im 18. Jahrhundert zu leben oder – wie in der spanischen Serie Acacias 38 – im Jahre 1914 oder in einem afrikanischen oder arabischen Land. Wie viel Glück ich hatte, in einem freien Land geboren zu sein, in dem ich lieben kann, wen ich will. Und in dem ich wegen meiner Liebe zu Frauen keinen Repressalien ausgesetzt bin. Sondern im Gegenteil sogar stolz bin, weil ich geliebt und respektiert werde, wie ich bin. Doch da wird in Thüringen die Zeit um fast 100 Jahre zurückgedreht. Zurück an den Anfang einer der schlimmsten Kapitel der Menschheit. Wie wird das weitergehen? Werde ich eines Tages wegen meiner Liebe zu Frauen bedrängt oder gar verfolgt werden? Wird all das, was die Menschen sich an Freiheit und Toleranz und Respekt erkämpft haben, wieder zunichte gemacht werden? Mir macht diese Entwicklung in meinem Land eine Riesenangst!

4. Februar 2020

Je mehr ich schreibe, um so leichter fliegen mir die Worte zu. Es ist wie ein Flirt, ein Liebesspiel mit der Fantasie. Ich brauche mich derzeit nur hinzusetzen und es fließt aus mir heraus. Ohne, dass ich den schwerfälligen Denkapparat einschalten müsste. Ich schreibe, wie es mir in den Sinn kommt, wie ich fühle. Und es scheint anzukommen. Ich weiß, dass ich zu wenig schlafe, weil da stetig etwas in meinem Kopf drängt, das keine Uhrzeit kennt. Aber ich kann momentan nicht anders. Ich muss schreiben, will die galoppierenden Pferden in meinem Kopf nicht stoppen. Denn wird es still in mir, ist die Sehnsucht nach meergrauer Tiefe und ihrem unwiderstehlichen Duft wieder da – fremd und doch so verlockend vertraut.

3. Februar 2020

Heute gibt es den Tagessplitter mal als richtigen Gedankensplitter.

2. Februar 2020

Agostino Steffanis Stabat Mater – ein Meisterwerk italienisch-deutscher Barockmusik! Was habe ich mich auf dieses Stück gefreut: 18. Jahrhundert, eine Zeit, in der Musik die Seele berühren und in den Himmel heben wollte. Der Anfang ist gemacht. Und jeder von uns zehn Sangesverrückten hatte schon bei der ersten Probe für dieses wundervolle Werk Gänsehaut und ein Lachen im Gesicht, das nicht von dieser Welt zu kommen schien.

1. Februar 2020

freiraumblau – Unser kleines Kunstevent rückt näher und lässt mich heute in längst vergangenen Gedankenbildern spazieren gehen. Ich hatte Angst, dass durch das Eintauchen in die Texte der Vergangenheit alte Narben wieder aufbrächen. Doch nichts ist geschehen. Keine Traurigkeit, keine Tränen, keine Sehnsucht. Nur Frieden in mir und mit mir. Ich werde sie lesen können, meine Gedankensplitter. Ohne Reue. Ohne Angst. Und mit einem Lächeln – angesichts so vielschichtiger neuer Gefühle in mir.

31. Januar 2020

Wenn dich bei einem Termin dein Gegenüber mit ihrer Art permanent so triggert, dass du ständig kurz davor stehst, aus der Haut zu fahren, jeder Satz in die Irre geht und du enerviert und leer gesogen anschließend über Mails brütest, die einfach nur dumpfe Gefühle hinterlassen, merkst du, dass du dich völlig verrannt hast und einmal mehr absolut naiv warst. Heute war kein guter Tag.

30. Januar 2020

Eigentlich wollte ich den Schmetterlingen im Bauch wenigstens für einen kurzen Moment davon laufen. Doch sie blieben mir dicht auf den Fersen, warteten bereits an der Haustür auf mich, um schnell wieder in mich zu schlüpfen. Eigentlich wollte ich meinen Kopf endlich einmal ausschalten, meine Fantasie zur Ruhe bringen, das Chaos in meinen Gedanken ordnen, denn die Ungewissheit zermürbt. Doch ich träume den ganzen Tag. Bilder tauchen ungefragt in mir auf, springen wie aufgescheuchte Hühner durch meinen Geist, bringen alles durcheinander. Eigentlich… Leider ist eigentlich so nützlich wie ein Schlauchboot in der Wüste.

29. Januar 2020

Herzrasen beim Blick in meergraue Augen. Wie soll ich mich dabei konzentrieren können? Manche Tage sind angefüllt mit einem besonderen Gefühl, einer faszinierenden Begegnung, die sich in Endlosschleife in jeden Gedanken schleicht. Und mir zeigt, dass ich fühle, dass ich lebe.

28. Januar 2020

Lachen und endlich wieder Musik, Beethovens C-Dur Messe – beides ist eine wunderbare Ablenkung, wenn Bauchkribbeln und Aufregung so ziemlich jeden Gedanken bestimmen.

27. Januar 2020

Eine unglaubliche Vorfreude auf alles, was kommt und mir derzeit begegnet, webt sich in meinen Tag wie ein leuchtender Silberfaden. Und dann purzelt noch die Idee der kreativsten Frau, die ich kenne, mitten in mein Leben und offeriert mir als leidenschaftliche Schreiberin ein neues Projekt, bei dem ich vor lauter Freude Purzelbäume schlage. Und sie will unbedingt mich! Das Karma meint es gerade verdammt gut mit mir.

26. Januar 2020

Es ist unbeschreiblich, wie glücklich die gemeinsamen Momente mit den Laufmützen machen. Es ist, als könnte ich fliegen, grinsen bis zum Mond, die ganze Welt umarmen. Und das Schöne daran ist, dass jeder, der bei unseren Aktionen dabei ist, es ganz genauso erlebt. Es geht eine positive Energie von jedem unserer Treffen aus, die die momentan viel zu oft allzu dunkle Welt ein wenig heller macht.

25. Januar 2020

Lachen inmitten der Besten. Sich wunderbar aufgehoben fühlen zwischen so vielen wundervollen Menschen, die Liebe, Respekt und Engagement sich in ihre Herzen geschrieben haben. Und dennoch könnte ich mir in den Hintern beißen, weil ich selbigen nicht in der Hose hatte, jemanden zu begrüßen. Verpasste Chancen sind die Schwächen, die am meisten ärgern.

24. Januar 2020

Manchmal brauche ich ein bisschen Druck, um mich vor dem Drücken zu drücken. Da hat der kurze Herzstillstand beim Lesen einer Mail gleich in der Früh und das anschließende Kribbeln unter der Haut für einen ungeahnten Motivationsschub gesorgt.

23. Januar 2020

Wenn du deiner besten Freundin etwas erzählen willst, das dir unter der Haut brennt, weil es dir den Schlaf raubt und die Gedanken fesselt, doch just in diesem Moment sich jemand Liebenswertes, doch gerade völlig Überflüssiges zu der kleinen Gesprächsrunde dazu gesellt. Gelassenheit ist eine herausfordernd enervierende Tugend.

22. Januar 2020

Es war, als hätte der Blitz eingeschlagen. Ich war aufgeregt, nervös, habe mich um Kopf und Kragen geredet. Und hätte mir am liebsten den Mund verboten. Oder Watte hineingestopft. Oder wäre mit dem Kopf gegen die Wand gerannt. Im Boden versunken. Ich kann mir nicht erklären, was da in mich gefahren ist. Der perfekte erste Eindruck? Da müssen Sie jemand anderen fragen. Dazu fehlt mir offensichtlich jedes Talent. Dass am Ende trotz allem eine wundervolle Küstenkind-Aussicht herausgekommen ist, ist ein kleines Wunder.

21. Januar 2020

Ich wusste, dass dieser Film mir nahe gehen würde, hatte mich gewappnet. Doch ich habe nicht erwartet, dass er mich so tief berührt, so sehr aufwühlt. Es ist die Langsamkeit des Erzählens, die mich fesselt, das sich Zeit lassen, im Moment sein, es sind die Nahaufnahmen, so dicht, dass ich die Spannung zwischen den beiden Frauen in meiner Seele, in jeder Zelle meines Körpers spüren, sie kaum aushalten konnte. Es ist die Unmöglichkeit einer Liebe, die tiefer, purer und wahrer nicht hätte sein können. Jede Sequenz, jeder Blick hat mich elektrisiert. Augenblicke so intensiv, dass ich auch Stunden später noch mit Tränen dasitze, weil mich das Tosen des Meeres, in das sich der Atem der beiden Frauen mischt, nicht wieder loslässt.

20. Januar 2020

Wir sind eine absolut chaotische, aber liebenswerte Truppe, haben jede Menge Flausen und verrückte Ideen im Kopf und kaum etwas von dem, was wir uns heute Abend ausgedacht haben, ist auch nur halbwegs jugendfrei. Doch trotz ausgiebigem Lachmuskeltraining und so manch zweideutigen Kopfkinospäßen nimmt unser freiraumblau-Event tatsächlich Gestalt an. Und die Aufregung steigt. Und die Angst. Und die Zweifel. Und die Vorfreude.

19. Januar 2020

Du hast mich heute so glücklich gemacht, dass ich hätte die ganze Welt umarmen können. Das Leuchten in deinen Augen, der Schalk, der daraus hervorsprang, dein Streicheln und Festhalten und Küssen. Das musste heute alles aus dir heraus. Du hast gelacht und erzählt. Und ich habe mich dir so nahe gefühlt wie früher, wenn du Quatsch gemacht hast und mich in die Arme genommen und geküsst hast.

18. Januar 2020

Freunde, mit denen ich über Stock und Stein und die ganze Insel laufen kann, mit denen ich Kunstsinniges erschaffen, über Gott und die Welt philosophieren kann, Flirts, die mich anregen, aufregen, erregen, von denen gibt es einige wundervolle in meinem Leben. Doch der eine Mensch, bei dem ich zuhause bin, die eine Frau, bei der ich all die Bilder des Tages ablegen und nur ich – ungeschminkt und pur – sein darf, die fehlt.

17. Januar 2020

Selten habe ich mich auf einen Kinobesuch so gefreut. Ein Film, der meine Sinne und meine Gefühle schon vor dem Sehen heftig anregt und aufwühlt. Noch vier Mal schlafen. Vorfreude und Angst mischen sich zu einem bitter-süßen, kaum zu ertragenden Cocktail in meinem Bauch. Und ich muss mir sagen, es ist nur ein Film. Doch es ist ein besonderer Film, ein Film, wie es ihn so noch nicht gab, voller Tiefe, voller Gefühl, erzählt aus einer rein weiblichen Perspektive. Ich war schon immer sehr sensibel, kann Bilder, Worte und Geschichten bis auf den Grund meiner Seele fühlen.

16. Januar 2020

Ein Treffen mit dem nächsten Laufmützen-Gastgeber made my day. Es geht jedes Mal wieder unter die Haut, wie mitfühlend Menschen für andere sein können und wie wundervoll sie sich für eine gute Sache abholen und begeistern lassen.

15. Januar 2020

Alles kribbelt in mir. Ich bin aufgeregt wie ein Kind vor dem ersten Schultag. Der Frühlingsgefühlemodus scheint bis zum Anschlag aufgedreht. Und die Sonne gab heute ihren Frühlingsbonus dazu. Ein langer Spaziergang am Strand, eine zufällige Begegnung und ein inspirierendes Gespräch – mehr braucht es nicht, mich glücklich zu machen. Wir wollten beide die Zeit anhalten, damit die Glücksmomente in der Sonne ewig dauerten.

14. Januar 2020

An mir ist am Ende noch eine Grafikerin verloren gegangen. Denn die Einladung für unser freiraumblau-Kunstevent ist selbst ein kleines, minimalistisches Kunstwerk geworden. So der Konsens unseres kleinen, chaotischen Künstlerhaufens. Das puscht und zaubert Glücksgefühl. Das nur all zu schnell von Menschen verbraucht wurde, die meine Kraft ausgesaugt haben wie Vampire. Manche Menschen rauben Energie. Doch sie aus meinem Leben zu verbannen, ist nicht immer möglich.

13. Januar 2020

Ein unterhaltsamer Abend mit interessanten Menschen, in deren Innenleben ich gern tiefer hineinschauen möchte, mit spannenden Gesprächen und der Erkenntnis, dass Kegeln zwar nicht mein Sport ist, aber einen Riesenspaß macht.

12. Januar 2020

Ich gebe zu, nicht alles, was ich für meinen Lebensunterhalt tue, tue ich mit Leidenschaft. Leider! Dieser Tag heute, ich wäre glücklich, wenn ich ihn mit etwas hätte füllen können, das ich mit ganzem Herzen tue. Doch heute habe ich mich zum Schreiben zwingen müssen. Umso heftiger und berauschender sind an solchen Tagen meine Träume, die mich in ruhigen Momenten mit Sehnsucht und einer Bilderflut überschwemmen.

11. Januar 2020

Jetzt ist Weihnachten definitiv vorbei. Baum raus. Freiraum rein. Apropos freiraum… Wenn ich an unser erstes, gemeinsames freiraumblau-Kunstevent denke, kribbelt Aufregung durch meine Adern. Bald ist es soweit. Hoffentlich wird alles gut.

10. Januar 2020

Lachen macht glücklich. Und das Meer. Und die Wolken, die sich heute so schwarz und tief auf das Wasser hinabgesenkt haben, als wollten sie es küssen.

9. Januar 2020

Sich einmal wieder so richtig körperlich auspowern und das freiwillig auch noch unter den sanften bis strengen Augen und Befehlen einer beherzt taffen Frau zu tun – ein wundervolles Gefühl! In dem Wissen, etwas für mich und meine Gesundheit getan zu haben, lege ich darum umso zufriedener meine Beine hoch. Wer weiß, ob ich sie morgen überhaupt hoch bekomme.

8. Januar 2020

Glückstränen in den Augen, während man sich den Bauch vor Lachen halten muss – freiraumblau-Treffen sind jedes Mal etwas ausgesprochen Belustigendes, Inspirierendes, Kreatives. Es ist motivierend, zu erleben, wie unser freiraumblau-Kunstevent Gestalt annimmt. Bald ist es soweit. Und bis dahin wird noch viel gelacht.

7. Januar 2020

Das lang ersehnte Buch ist nun endlich da und ich konnte nicht widerstehen, gleich darin zu stöbern. Es wird helfen, meinen nächsten, großen Traum wahr zu machen. Vorfreude pulsiert wie Brausepulver durch meine Adern.

6. Januar 2020

Mein Gewissen und mein Konto zu beruhigen, habe ich fleißig gearbeitet, geplant und recherchiert. Ich will die Motivation nutzen, die mich derzeit so lustvoll küsst. Es ist, als hätte jemand den Schalter umgelegt. Und seit dem laufen meine Gedanken auf Hochtouren. Überschlagen sich. Keine Sekunde ist Ruhe in meinem Kopf. Ich glaube, Schreiben ist eine inspirierende Droge. Und ich bin süchtig nach ihr.

5. Januar 2020

Heute gibt es den Tagessplitter mal als richtigen Gedankensplitter.

4. Januar 2020

Dem Schneeregen entkommen, indem ich ihm einfach davonlaufe, auf dem Sofa kuscheln, neuen Ideen fürs Schreiben nachhängen, in Dunja Hayalis Haymatland schmökern, einen guten Film anschauen und von einer wunderschönen Frau träumen – ein entspannter Samstag. Von solchen dürfen weitere folgen.

3. Januar 2020

Heute war der Druck endlich groß genug. Groß genug, dass es los sprudelte. Endlich wieder im Fluss. Endlich wieder etwas erschaffen, mit Worten spielen, mit Gedanken.

2. Januar 2020

Ich kann mich nicht aufraffen, endlich anzupacken und loszulegen. Ich verzettele mich, verpuzzel, verdaddel die gute Zeit. Und weiß nicht, wie ich mich motivieren kann. Doch jeden Tag, jeden Abend unterwegs zu sein – das schlaucht. Und ich bin froh für ein paar ruhige Momente. Ich hoffe nur, dass dann auch die Energie wieder kommt.

1. Januar 2020

In der Musik aufgehen und bei guten Gesprächen den Moment genießen – zwei Dinge, die das neue Jahr mit wundervollen Bildern und Eindrücken füllen.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: