Tagessplitter 2020

28. Februar 2020

Franz Werfel – ein Name, den ich mir auf alle Fälle merken will. Denn er hat mit seinem Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh für einen wundervollen Erlesenes-Abend und einen interessanten Austausch über die Kraft von Büchern und Literatur gesorgt. Unverhofft beflügelt und beseelt geht dieser Tag zu Ende, der in so viel Streit und Durcheinander und der Überwindung des eigenen Egos ausgeartet war. Dabei sollte all das überhaupt keine Rolle spielen. Denn morgen ist freiraumblau-Tag. Und ich bin sowas von aufgeregt!

27. Februar 2020

Schreiben macht keine neuen Menschen. Aber es schafft Klarheit und Verstehen. Oder doch den Anschein. Und wenn man mit seinen Worten Glück hat, ist es wie ein Aufwachen zu sich selbst, und es entsteht eine neue Zeit: die Gegenwart der Poesie.

Pedro Vasco de Almeida Prado – Die Zeit der Poesie – Lissabon 1903

Aus Das Gewicht der Worte — Pascal Mercier

Ein Zitat, das mir eine Seelenverwandte heute geschickt hat. Es ist, als hätte sie mir damit mitten in mein Herz, mitten in meine Sehnsüchte und Träume geschrieben. Ich bin beglückt und dankbar für solche Menschen in meinem Leben. Denn sie geben mir neuen Input, pushen mich und motivieren mich. Genauso, wie ganz wenige, die ich noch gar nicht wirklich kenne, die mich dennoch dazu anspornen, das Beste aus mir heraus zu holen.

26. Februar 2020

Heute lief es. Ich war im Fluss, habe geschrieben wie eine Weltmeisterin. Und ich hatte trotz durchnässtem Abendlauf unglaubliche Lust, weiter zu schreiben. Emma Wolkenlos – Ich konnte gar nicht aufhören, habe neue Szenen entwickelt, einen wunderbar traurigen Schluss gefunden. Heute hätte ich meinen Gedankenrecorder gut gebrauchen können, meine Ideen direkt aus meinen Kopf, auf die leeren Seiten zu bringen. Ich wäre binnen Tagen fertig.

25. Februar 2020

An manchen Tagen kann ich es mir einfach nicht recht machen. Unzufrieden, frustriert, demotiviert von dem, was ich schaffe oder vielmehr nicht schaffe. Ich quengle und nörgle und bejammere mein mangelndes Können, meine Faulheit, weil das Schreiben sich zieht wie ein zähes Kaugummi. An solchen Tagen kann ich mich selbst überhaupt nicht leiden. Wenigstens verschaffen Beethoven und Textfutter mir für kurze Momente Ablenkung.

24. Februar 2020

freiraumblau – das letzte, große Treffen vor unserem D-Day. Bei allen war die Aufregung zu spüren. Vorfreude, Neugier, Anspannung. Doch bei Wein und Leckereien Pläne schmieden, Ängste besiegen und über Träume philosophieren… dafür ist das Leben da. Unser freiraumblau-Kennenlernen wird ein großartiger Abend! Ein denkwürdiger. Ein Abend, der einmal ganz anders ist.

23. Februar 2020

Ein Barockwerk zum ersten Mal ganz allein in der eigenen Stimme und mit vielen Soli einzustudieren, ist eine aufregende Herausforderung. Dass es schon so gut klappt, beruhigt mich. Der heutige Zusammenklang: Gänsehaut. Bei uns allen. Was für ein schönes Fundstück Alter Musik!

22. Februar 2020

Wunderbar geerdet und beflügelt zugleich fühle ich mich nach diesem Tag und dieser Ausstellung. So viele moderne Ikonen – Koons, Warhol, Newmann, Klein, Duchamp… – live in der Bremer Kunsthalle zu erleben, jede in einem eigenen Raum, hat mich absolut fasziniert. Ich hätte dort Stunden vor jedem Werk verbringen können.

21. Februar 2020

Die eigenen Defizite schonungslos offengelegt zu bekommen, die man selbst doch nur allzu gut kennt; den Finger in eben diese Wunde gebohrt zu bekommen, ist ziemlich hart und hat mir einen Schlag mitten in den Magen versetzt. Schließlich hofft man, dass sie niemandem auffallen, die eigenen Unzulänglichkeiten. Doch sie hat sie gesehen, glasklar seziert und emotionslos kommuniziert. Ihr Urteil brennt wie Feuer unter der Haut, als hätte sich der Boden unter den Füßen aufgetan. Hat er aber nicht. Denn ich bin immer noch da und muss sie aushalten, die Scham des Versagens. So muss sich die Malerin Marianne im Film Portrait de la jeune fille en feu nach dem Urteil von Héloïse über ihr Porträt gefühlt haben. Ob sie in diesem Moment auch das Gefühl hatte, nichts wirklich zu können? Ob sie sich auch gefragt hat, die Falsche für den Auftrag zu sein? Wie nahe am Aufgeben war sie? Gott sei Dank kann ich all dem, morgen für einen flüchtigen Kunstgenuss entfliehen. Denn ich muss hier raus. Sonst ersticke ich an meinen Selbstzweifeln.

20. Februar 2020

Ich will den Frust mancher Menschen nicht über mich ergehen lassen müssen. Die schlechte Laune von Menschen, die mich menschlich eher peripher tangieren, die keinerlei Zugang zu meiner Seele haben, denen ich mich nur beruflich unterordnen muss. Das mit dem Unterordnen hat bei mir ohnehin noch nie gut funktioniert. Wie gut, dass ich eine Drill Instructorin habe, bei der ich mich richtig auspowern und meinen eigenen Frust über solche Menschen rauslassen kann.

19. Februar 2020

Angst hat einen Namen. Hätte ich mich heute Abend nicht an mein kleines Schreibwerk Emma Wolkenlos gesetzt, ich wäre noch frustrierter. Jetzt habe ich so viel Druck im Nacken, einen Auftrag fertigzustellen, dass mir schon ganz schlecht ist, wenn ich nur daran denke. Aus irgendeinem Grund bin ich bei diesem Auftrag absolut gehemmt, gelähmt, habe eine Riesenpanik. Ich habe die Distanz verloren und weiß nicht, wie ich sie zurückgewinnen kann.

18. Februar 2020

Während das Beethovensche Kyrie noch im Raum schwebt, legt sich ein Lächeln auf die Begegnungen dieser Stunden. Denn die Momente voller Musik wurden bereichert durch Gespräche, die mein Herz schneller schlagen lassen, weil Aufregung und Lampenfieber dort einziehen; durch den treuen und friedvollen Blick einer Weimaraner-Dame, die trotz schiefer Töne unseres Probengesangs das ihr Vorgesungene in stiller Demut genießt; durch das Kennenlernen des Zeichners und Grafikers Stefano Ricci aus Bologna, der meine Sehnsucht nach dem italienischen Arkadien wieder geweckt hat.

17. Februar 2020

Es ist ein schönes Gefühl, für ein Projekt ausgewählt worden zu sein, weil das, was ich mit meinen ganz eigenen Worten erschaffe, anderen in irgendeiner Form etwas gibt. Und es kann mir keiner erzählen, dass Lob und Wertschätzung nicht die Seele streicheln und den Geist motivieren.

16. Februar 2020

Nach Abenden wie dem gestrigen erscheint der nächste Tag oft fad und ohne Farben, ohne Leben. Dann habe ich das Gefühl, nichts zu können, nicht einen einzigen, richtig guten Satz zustande zu bringen, geschweige denn einen zufriedenstellenden Text. Warum ist das so? Warum kommt nach so viel Euphorie zwangsläufig Tristesse?

15. Februar 2020

Angst essen Seele auf. Doch nur demjenigen, der sich ihr unterwirft. Ich habe es gewagt. Entgegen allen Zweifeln, allen Ängsten. Und wurde reich beschenkt mit wundervollen Gedanken. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, mit dem, was ich einmal geschrieben habe, Menschen zu berühren. Und ein Feuer zu entfachen, das neues Denken entzündet, neue Perspektiven, neue Sichtweisen, neue Ideen in meine Seele legt. Ich bin dankbar für diesen Abend, für die Gespräche über Kunst und über das, was uns antreibt und bewegt. Dankbar für die Menschen in meinem Leben, die echt und wahrhaftig sind und mich bei jeder Begegnung wieder neu erden.

14. Februar 2020

Es ist der schönste Moment dieses Tages: Die Liebeserklärung meines besten Freundes. Mit seinen Worten über unsere Freundschaft hat er mein Herz berührt. Es gibt Menschen, die gehen tiefer als alle anderen. Da spielt es keine Rolle, dass sie mehr als 1000 Kilometer entfernt wohnen. Sie sind da. Immer. In den Gedanken. Im Herzen. Sie schenken Kraft. Und die Augenblicke mit ihnen bedeuten Glück. „Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil… und sie hört niemals auf.“ (frei nach 1. Korinther 13) – Danke Christoph für deine Freundschaft, für deine bedingungslose Liebe.

13. Februar 2020

freiraumblau – Ich hatte nicht gedacht, dass mich unser kleines Event so umtreibt, aufwühlt, nervös macht. Dass es so viele Fragen und Selbstzweifel und Grübeleien hervorruft. Mein Kopf kribbelt und mein Magen zieht sich zusammen, wenn ich daran denke, wer alles kommen will. So viele Menschen, die mir etwas bedeuten, die mir unter die Haut gehen, mein Herz schneller schlagen lassen, mich inspirieren. Und das einzige, was mich ein bisschen beruhigt, ist unsere kleine Chaotentruppe. Die Menschen, die genauso schräg und oftmals gegen den Gesellschaftstakt ticken. Sie machen mir Mut, mein Innerstes nach außen zu kehren und gegen die Angst belächelt zu werden.

12. Februar 2020

Wenn du auf heißen Kohlen sitzt, auf etwas wartest, wie auf das Ergebnis einer Prüfung, zu deren Ausgang du keinerlei Gefühl bekommst. Eines jedoch spüre ich: Die Erschöpfung. Ich habe mich ins Zeug gelegt, meinen Kopf zum Rauchen gebracht. Und jetzt sitzt die Angst in meinem Bauch, dass alles fehl gehen könnte.

11. Februar 2020

Ich wünschte, es würde mir nichts bedeuten. Dann würde ich schreiben können wie eine Weltmeisterin. Denn es wäre mir egal. Egal, ob es perfekt ist, ob es innovativ ist, anders ist. Doch so… ist nichts gut genug. Nichts fließt. Alles ist blockiert. Ich wünschte, es würde mir nichts bedeuten… Und dann ist freiraumblau-Treffen im Küstenkind. Und ich liebe es! Denn der Mut ist wieder da. Weil das Leben zu Gast ist. Und so etwas verrücktes wie Hoffnung. Und plötzlich freue ich mich darüber, dass es mir etwas bedeutet.

10. Februar 2020

Themen, über die ich schon so oft geschrieben, immer wieder neu zu erfinden; mich immer wieder neu zu orientieren, neue Worte für tausendmal Erzähltes zu kreieren – im Moment fällt mir genau das besonders schwer. Ich weiß, dass es daran liegt, dass ich mich derzeit sehr unter Druck setze. Ich will zeigen, dass ich es drauf habe, will beeindrucken. Mich und die meergrauen Augen. Und habe doch das Gefühl, so ganz und gar nichts zu können. Völlig zu versagen.

9. Februar 2020

Die Laufmützen. Eine völlig verrückte Truppe. Aber absolut liebenswert. Wir haben uns heute nicht von Sturmtief Sabine davon abhalten lassen, zu laufen. Sie hat uns ordentlich den Atem genommen. Aber aufhalten konnte uns das büschen Wind nicht. Und anschließend gab’s Apfelmuskuchen im windstillen Kofferraum des Gründlingschen E-Autos. Das Leben ist ein Abenteuer. Und ein verrücktes dazu.

8. Februar 2020

Den Moment genießen. Mich aufgehoben fühlen bei Herzmenschen. In ihren Umarmungen, ihren Worten, ihrer Herzlichkeit. Endlich einmal wieder über Dinge reden, die das Herz und die Seele bewegen, statt über die oberflächlichen Nichtigkeiten dieser lauttönenden Welt. Zuhören und annehmen – ohne zu bewerten. Die Glücksgefühle wie wunderbaren Kuchen auf der Zunge zergehen lassen. Schön, dass es solche Menschen in meinem Leben gibt.

7. Februar 2020

Lost in work. Zwischen den Zeilen verloren. Aufgegangen in den Worten. Gut versteckt hinter den Bildern meiner Fantasie. Wie gut, dass es davon derzeit mehr als genug gibt.

6. Februar 2020

Sehnsucht zerreißt mir die Seele, verdunkelt meine Gedanken und meinen Tag. Wie kann ich mein Herz von Gefühlen befreien, von denen ich weiß, dass sie absolut aussichtslos sind?

5. Februar 2020

Gerade habe ich noch mit jemandem darüber gesprochen, wie glücklich ich als Frau darüber bin, nicht im 18. Jahrhundert zu leben oder – wie in der spanischen Serie Acacias 38 – im Jahre 1914 oder in einem afrikanischen oder arabischen Land. Wie viel Glück ich hatte, in einem freien Land geboren zu sein, in dem ich lieben kann, wen ich will. Und in dem ich wegen meiner Liebe zu Frauen keinen Repressalien ausgesetzt bin. Sondern im Gegenteil sogar stolz bin, weil ich geliebt und respektiert werde, wie ich bin. Doch da wird in Thüringen die Zeit um fast 100 Jahre zurückgedreht. Zurück an den Anfang einer der schlimmsten Kapitel der Menschheit. Wie wird das weitergehen? Werde ich eines Tages wegen meiner Liebe zu Frauen bedrängt oder gar verfolgt werden? Wird all das, was die Menschen sich an Freiheit und Toleranz und Respekt erkämpft haben, wieder zunichte gemacht werden? Mir macht diese Entwicklung in meinem Land eine Riesenangst!

4. Februar 2020

Je mehr ich schreibe, um so leichter fliegen mir die Worte zu. Es ist wie ein Flirt, ein Liebesspiel mit der Fantasie. Ich brauche mich derzeit nur hinzusetzen und es fließt aus mir heraus. Ohne, dass ich den schwerfälligen Denkapparat einschalten müsste. Ich schreibe, wie es mir in den Sinn kommt, wie ich fühle. Und es scheint anzukommen. Ich weiß, dass ich zu wenig schlafe, weil da stetig etwas in meinem Kopf drängt, das keine Uhrzeit kennt. Aber ich kann momentan nicht anders. Ich muss schreiben, will die galoppierenden Pferden in meinem Kopf nicht stoppen. Denn wird es still in mir, ist die Sehnsucht nach meergrauer Tiefe und ihrem unwiderstehlichen Duft wieder da – fremd und doch so verlockend vertraut.

3. Februar 2020

Heute gibt es den Tagessplitter mal als richtigen Gedankensplitter.

2. Februar 2020

Agostino Steffanis Stabat Mater – ein Meisterwerk italienisch-deutscher Barockmusik! Was habe ich mich auf dieses Stück gefreut: 18. Jahrhundert, eine Zeit, in der Musik die Seele berühren und in den Himmel heben wollte. Der Anfang ist gemacht. Und jeder von uns zehn Sangesverrückten hatte schon bei der ersten Probe für dieses wundervolle Werk Gänsehaut und ein Lachen im Gesicht, das nicht von dieser Welt zu kommen schien.

1. Februar 2020

freiraumblau – Unser kleines Kunstevent rückt näher und lässt mich heute in längst vergangenen Gedankenbildern spazieren gehen. Ich hatte Angst, dass durch das Eintauchen in die Texte der Vergangenheit alte Narben wieder aufbrächen. Doch nichts ist geschehen. Keine Traurigkeit, keine Tränen, keine Sehnsucht. Nur Frieden in mir und mit mir. Ich werde sie lesen können, meine Gedankensplitter. Ohne Reue. Ohne Angst. Und mit einem Lächeln – angesichts so vielschichtiger neuer Gefühle in mir.

31. Januar 2020

Wenn dich bei einem Termin dein Gegenüber mit ihrer Art permanent so triggert, dass du ständig kurz davor stehst, aus der Haut zu fahren, jeder Satz in die Irre geht und du enerviert und leer gesogen anschließend über Mails brütest, die einfach nur dumpfe Gefühle hinterlassen, merkst du, dass du dich völlig verrannt hast und einmal mehr absolut naiv warst. Heute war kein guter Tag.

30. Januar 2020

Eigentlich wollte ich den Schmetterlingen im Bauch wenigstens für einen kurzen Moment davon laufen. Doch sie blieben mir dicht auf den Fersen, warteten bereits an der Haustür auf mich, um schnell wieder in mich zu schlüpfen. Eigentlich wollte ich meinen Kopf endlich einmal ausschalten, meine Fantasie zur Ruhe bringen, das Chaos in meinen Gedanken ordnen, denn die Ungewissheit zermürbt. Doch ich träume den ganzen Tag. Bilder tauchen ungefragt in mir auf, springen wie aufgescheuchte Hühner durch meinen Geist, bringen alles durcheinander. Eigentlich… Leider ist eigentlich so nützlich wie ein Schlauchboot in der Wüste.

29. Januar 2020

Herzrasen beim Blick in meergraue Augen. Wie soll ich mich dabei konzentrieren können? Manche Tage sind angefüllt mit einem besonderen Gefühl, einer faszinierenden Begegnung, die sich in Endlosschleife in jeden Gedanken schleicht. Und mir zeigt, dass ich fühle, dass ich lebe.

28. Januar 2020

Lachen und endlich wieder Musik, Beethovens C-Dur Messe – beides ist eine wunderbare Ablenkung, wenn Bauchkribbeln und Aufregung so ziemlich jeden Gedanken bestimmen.

27. Januar 2020

Eine unglaubliche Vorfreude auf alles, was kommt und mir derzeit begegnet, webt sich in meinen Tag wie ein leuchtender Silberfaden. Und dann purzelt noch die Idee der kreativsten Frau, die ich kenne, mitten in mein Leben und offeriert mir als leidenschaftliche Schreiberin ein neues Projekt, bei dem ich vor lauter Freude Purzelbäume schlage. Und sie will unbedingt mich! Das Karma meint es gerade verdammt gut mit mir.

26. Januar 2020

Es ist unbeschreiblich, wie glücklich die gemeinsamen Momente mit den Laufmützen machen. Es ist, als könnte ich fliegen, grinsen bis zum Mond, die ganze Welt umarmen. Und das Schöne daran ist, dass jeder, der bei unseren Aktionen dabei ist, es ganz genauso erlebt. Es geht eine positive Energie von jedem unserer Treffen aus, die die momentan viel zu oft allzu dunkle Welt ein wenig heller macht.

25. Januar 2020

Lachen inmitten der Besten. Sich wunderbar aufgehoben fühlen zwischen so vielen wundervollen Menschen, die Liebe, Respekt und Engagement sich in ihre Herzen geschrieben haben. Und dennoch könnte ich mir in den Hintern beißen, weil ich selbigen nicht in der Hose hatte, jemanden zu begrüßen. Verpasste Chancen sind die Schwächen, die am meisten ärgern.

24. Januar 2020

Manchmal brauche ich ein bisschen Druck, um mich vor dem Drücken zu drücken. Da hat der kurze Herzstillstand beim Lesen einer Mail gleich in der Früh und das anschließende Kribbeln unter der Haut für einen ungeahnten Motivationsschub gesorgt.

23. Januar 2020

Wenn du deiner besten Freundin etwas erzählen willst, das dir unter der Haut brennt, weil es dir den Schlaf raubt und die Gedanken fesselt, doch just in diesem Moment sich jemand Liebenswertes, doch gerade völlig Überflüssiges zu der kleinen Gesprächsrunde dazu gesellt. Gelassenheit ist eine herausfordernd enervierende Tugend.

22. Januar 2020

Es war, als hätte der Blitz eingeschlagen. Ich war aufgeregt, nervös, habe mich um Kopf und Kragen geredet. Und hätte mir am liebsten den Mund verboten. Oder Watte hineingestopft. Oder wäre mit dem Kopf gegen die Wand gerannt. Im Boden versunken. Ich kann mir nicht erklären, was da in mich gefahren ist. Der perfekte erste Eindruck? Da müssen Sie jemand anderen fragen. Dazu fehlt mir offensichtlich jedes Talent. Dass am Ende trotz allem eine wundervolle Küstenkind-Aussicht herausgekommen ist, ist ein kleines Wunder.

21. Januar 2020

Ich wusste, dass dieser Film mir nahe gehen würde, hatte mich gewappnet. Doch ich habe nicht erwartet, dass er mich so tief berührt, so sehr aufwühlt. Es ist die Langsamkeit des Erzählens, die mich fesselt, das sich Zeit lassen, im Moment sein, es sind die Nahaufnahmen, so dicht, dass ich die Spannung zwischen den beiden Frauen in meiner Seele, in jeder Zelle meines Körpers spüren, sie kaum aushalten konnte. Es ist die Unmöglichkeit einer Liebe, die tiefer, purer und wahrer nicht hätte sein können. Jede Sequenz, jeder Blick hat mich elektrisiert. Augenblicke so intensiv, dass ich auch Stunden später noch mit Tränen dasitze, weil mich das Tosen des Meeres, in das sich der Atem der beiden Frauen mischt, nicht wieder loslässt.

20. Januar 2020

Wir sind eine absolut chaotische, aber liebenswerte Truppe, haben jede Menge Flausen und verrückte Ideen im Kopf und kaum etwas von dem, was wir uns heute Abend ausgedacht haben, ist auch nur halbwegs jugendfrei. Doch trotz ausgiebigem Lachmuskeltraining und so manch zweideutigen Kopfkinospäßen nimmt unser freiraumblau-Event tatsächlich Gestalt an. Und die Aufregung steigt. Und die Angst. Und die Zweifel. Und die Vorfreude.

19. Januar 2020

Du hast mich heute so glücklich gemacht, dass ich hätte die ganze Welt umarmen können. Das Leuchten in deinen Augen, der Schalk, der daraus hervorsprang, dein Streicheln und Festhalten und Küssen. Das musste heute alles aus dir heraus. Du hast gelacht und erzählt. Und ich habe mich dir so nahe gefühlt wie früher, wenn du Quatsch gemacht hast und mich in die Arme genommen und geküsst hast.

18. Januar 2020

Freunde, mit denen ich über Stock und Stein und die ganze Insel laufen kann, mit denen ich Kunstsinniges erschaffen, über Gott und die Welt philosophieren kann, Flirts, die mich anregen, aufregen, erregen, von denen gibt es einige wundervolle in meinem Leben. Doch der eine Mensch, bei dem ich zuhause bin, die eine Frau, bei der ich all die Bilder des Tages ablegen und nur ich – ungeschminkt und pur – sein darf, die fehlt.

17. Januar 2020

Selten habe ich mich auf einen Kinobesuch so gefreut. Ein Film, der meine Sinne und meine Gefühle schon vor dem Sehen heftig anregt und aufwühlt. Noch vier Mal schlafen. Vorfreude und Angst mischen sich zu einem bitter-süßen, kaum zu ertragenden Cocktail in meinem Bauch. Und ich muss mir sagen, es ist nur ein Film. Doch es ist ein besonderer Film, ein Film, wie es ihn so noch nicht gab, voller Tiefe, voller Gefühl, erzählt aus einer rein weiblichen Perspektive. Ich war schon immer sehr sensibel, kann Bilder, Worte und Geschichten bis auf den Grund meiner Seele fühlen.

16. Januar 2020

Ein Treffen mit dem nächsten Laufmützen-Gastgeber made my day. Es geht jedes Mal wieder unter die Haut, wie mitfühlend Menschen für andere sein können und wie wundervoll sie sich für eine gute Sache abholen und begeistern lassen.

15. Januar 2020

Alles kribbelt in mir. Ich bin aufgeregt wie ein Kind vor dem ersten Schultag. Der Frühlingsgefühlemodus scheint bis zum Anschlag aufgedreht. Und die Sonne gab heute ihren Frühlingsbonus dazu. Ein langer Spaziergang am Strand, eine zufällige Begegnung und ein inspirierendes Gespräch – mehr braucht es nicht, mich glücklich zu machen. Wir wollten beide die Zeit anhalten, damit die Glücksmomente in der Sonne ewig dauerten.

14. Januar 2020

An mir ist am Ende noch eine Grafikerin verloren gegangen. Denn die Einladung für unser freiraumblau-Kunstevent ist selbst ein kleines, minimalistisches Kunstwerk geworden. So der Konsens unseres kleinen, chaotischen Künstlerhaufens. Das puscht und zaubert Glücksgefühl. Das nur all zu schnell von Menschen verbraucht wurde, die meine Kraft ausgesaugt haben wie Vampire. Manche Menschen rauben Energie. Doch sie aus meinem Leben zu verbannen, ist nicht immer möglich.

13. Januar 2020

Ein unterhaltsamer Abend mit interessanten Menschen, in deren Innenleben ich gern tiefer hineinschauen möchte, mit spannenden Gesprächen und der Erkenntnis, dass Kegeln zwar nicht mein Sport ist, aber einen Riesenspaß macht.

12. Januar 2020

Ich gebe zu, nicht alles, was ich für meinen Lebensunterhalt tue, tue ich mit Leidenschaft. Leider! Dieser Tag heute, ich wäre glücklich, wenn ich ihn mit etwas hätte füllen können, das ich mit ganzem Herzen tue. Doch heute habe ich mich zum Schreiben zwingen müssen. Umso heftiger und berauschender sind an solchen Tagen meine Träume, die mich in ruhigen Momenten mit Sehnsucht und einer Bilderflut überschwemmen.

11. Januar 2020

Jetzt ist Weihnachten definitiv vorbei. Baum raus. Freiraum rein. Apropos freiraum… Wenn ich an unser erstes, gemeinsames freiraumblau-Kunstevent denke, kribbelt Aufregung durch meine Adern. Bald ist es soweit. Hoffentlich wird alles gut.

10. Januar 2020

Lachen macht glücklich. Und das Meer. Und die Wolken, die sich heute so schwarz und tief auf das Wasser hinabgesenkt haben, als wollten sie es küssen.

9. Januar 2020

Sich einmal wieder so richtig körperlich auspowern und das freiwillig auch noch unter den sanften bis strengen Augen und Befehlen einer beherzt taffen Frau zu tun – ein wundervolles Gefühl! In dem Wissen, etwas für mich und meine Gesundheit getan zu haben, lege ich darum umso zufriedener meine Beine hoch. Wer weiß, ob ich sie morgen überhaupt hoch bekomme.

8. Januar 2020

Glückstränen in den Augen, während man sich den Bauch vor Lachen halten muss – freiraumblau-Treffen sind jedes Mal etwas ausgesprochen Belustigendes, Inspirierendes, Kreatives. Es ist motivierend, zu erleben, wie unser freiraumblau-Kunstevent Gestalt annimmt. Bald ist es soweit. Und bis dahin wird noch viel gelacht.

7. Januar 2020

Das lang ersehnte Buch ist nun endlich da und ich konnte nicht widerstehen, gleich darin zu stöbern. Es wird helfen, meinen nächsten, großen Traum wahr zu machen. Vorfreude pulsiert wie Brausepulver durch meine Adern.

6. Januar 2020

Mein Gewissen und mein Konto zu beruhigen, habe ich fleißig gearbeitet, geplant und recherchiert. Ich will die Motivation nutzen, die mich derzeit so lustvoll küsst. Es ist, als hätte jemand den Schalter umgelegt. Und seit dem laufen meine Gedanken auf Hochtouren. Überschlagen sich. Keine Sekunde ist Ruhe in meinem Kopf. Ich glaube, Schreiben ist eine inspirierende Droge. Und ich bin süchtig nach ihr.

5. Januar 2020

Heute gibt es den Tagessplitter mal als richtigen Gedankensplitter.

4. Januar 2020

Dem Schneeregen entkommen, indem ich ihm einfach davonlaufe, auf dem Sofa kuscheln, neuen Ideen fürs Schreiben nachhängen, in Dunja Hayalis Haymatland schmökern, einen guten Film anschauen und von einer wunderschönen Frau träumen – ein entspannter Samstag. Von solchen dürfen weitere folgen.

3. Januar 2020

Heute war der Druck endlich groß genug. Groß genug, dass es los sprudelte. Endlich wieder im Fluss. Endlich wieder etwas erschaffen, mit Worten spielen, mit Gedanken.

2. Januar 2020

Ich kann mich nicht aufraffen, endlich anzupacken und loszulegen. Ich verzettele mich, verpuzzel, verdaddel die gute Zeit. Und weiß nicht, wie ich mich motivieren kann. Doch jeden Tag, jeden Abend unterwegs zu sein – das schlaucht. Und ich bin froh für ein paar ruhige Momente. Ich hoffe nur, dass dann auch die Energie wieder kommt.

1. Januar 2020

In der Musik aufgehen und bei guten Gesprächen den Moment genießen – zwei Dinge, die das neue Jahr mit wundervollen Bildern und Eindrücken füllen.

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