Tagessplitter 2021

17. Januar 2021

Kristallklar ist die Luft. Der Blick wandert weit über das Schilfmeer bis hinein in die gleißende Nachmittagssonne. Der kleine Hafen liegt verschlafen, versunken im wachsenden Eis, das die Welt in Erstarren versetzt. Deine Lippen eiskalt doch verführerisch weich. Unsere Hände warm in deiner Tasche verborgen. Die Vorfreude auf Zuhause, auf duftenden Kaffee, kuschelige Geborgenheit wächst mit jedem Schritt auf schneebedecktem Deichrücken. So liebe ich den Winter.

16. Januar 2021

Einsam liegt die Promenade im Licht der Laternen. Es ist, als wären wir die einzigen Menschen nebst fuchsschwänzigem Wirbelwind auf der Welt. Die Ostsee rauscht laut, während unsere Schritte auf dem hart gefrorenen Strandsand knirschen. Eis glitzert am Ufersaum. Nachtschwarz und sternenklar der Himmel über uns. Die Kälte kneift in die Haut, kriecht in Jacke und Hose und unter die Haut. Glücksmomente – genau jetzt hier, mit dir zu sein. Ein wahr gewordener Traum.

15. Januar 2021

Keine Gespenster, dafür ein Wald voll gespenstischer Bäume. Windschief und skurril. Nicht von dieser Welt, scheinen ihre toten Arme in die Winterluft zu greifen. Meeresrauschen in tiefgrün weht dabei eiskalt in mein Gesicht, beißt in Wangen und Hände. Der Spurt mit Wirbelwind in deine Arme. Dein Lachen, dein Meergrau – mein Himmel auf Erden. Während ganz hinten am Horizont der Tag in Goldtönen baden geht.

14. Januar 2021

Und wenn ich mich wiederhole. Wieder und wieder. Mein Leben lang. Die schönsten Momente des Tages sind die Momente mit dir. In denen wir über Gott und die Welt reden, in denen wir lachen, herumalbern, uns lieben, einfach nur beieinander ineinander liegen.

13. Januar 2021

Etwas zu schaffen, gibt ein gutes, befriedigendes Gefühl. Genauso wie sich am Ende des Tages in die wundervollsten Arme der Welt zu kuscheln, zu lachen, Blödsinn zu machen.

12. Januar 2021

Mit dem eigenen Schweinehund kämpfen und immer wieder verlieren, weil die eigene Faulheit der größte Demotivator ist, macht unzufrieden. Eingabe an mich: Reiß‘n Se sich mal am Schlüpper, Frollein!

11. Januar 2021

Dass das Glück jemals dauerhaft in mein Leben einziehen könnte, hätte ich nicht mehr für möglich gehalten. Doch jetzt liegst du in meinem Arm. Ich spüre deine weiche Haut. Atme deinen Duft tief in mich ein. Kirschblüten – Sakura. Hauchzart und dennoch alles durchdringend und unvergänglich. Seit du mein Leben mit dem kleinen Wirbelwind gehörig aufgewirbelt hast, ist jeder Moment in deiner Geborgenheit ein Glücksmoment.

10. Januar 2021

Ein Sonntag, der es in sich hatte: Von heller Aufregung um den kleinen Wirbelwind bis hin zu völliger Entspannung beim Erbsenzählen mit Stäbchen und dem Gefühl genau dort zu sein, wo ich hingehöre. Nirgendwo anders möchte ich die Welt durchmessen und sie gleichzeitig vergessen, von wundervollen Geschichten tief berührt werden und in verrückten Träumen Zukunft bauen als an deiner Seite.

9. Januar 2021

Lichtblicke – Dieser Tag war erfüllt davon. Wenn ich die Augen und dich ganz fest in meine Arme geschlossen und dich gespürt habe. Wenn meine Gedanken vom Weißen Berg über den Spiegel des Achterwassers bis ins Nebelland jenseits des Ufers gewandert sind. Wenn ich das Lachen und den Schalk in deinem Meergrau gesehen habe.

8. Januar 2021

Bei zwei Grad Wassertemperatur mit den Füßen die Ostsee getestet. Da soll noch einer behaupten, ich sei eine Frostbeule. Richtig warm wurde mir danach aber erst wieder in kuschelig zärtlichen Armen.

7. Januar 2021

Den kleinen Wirbelwind an meiner Seite durch die alte Heimat zu bummeln, während die Gedanken stolz und aufgeregt immer wieder zu dir wandern, ist, als ginge ich auf Wolken spazieren.

6. Januar 2021

Wenn die Welt wieder ein wenig wärmer und heller wird.

5. Januar 2021

Wenn der wichtigste Mensch der Welt dir nicht mehr glaubt, weil du sein Vertrauen missbraucht hast, ist die Welt der dunkelste Ort.

4. Januar 2021

Lesen, schreiben, fühlen und jeden Moment davon genießen. Denn ich höre deinen Atem in den meinen fließen, spüre deine Hand in meiner, deine Seele an meine geschmiegt. Mit ihr verwoben, als gehörten sie beide zu einem einzigen Gewächs.

3. Januar 2021

Füchse sind schwer zu erziehen. Schwer zu ertragen dabei ist, hilflos mitansehen zu müssen, wie der Herzmensch daran verzweifelt.

2. Januar 2021

Zuhause ist ein Gefühl. Es ist Liebe, Geborgenheit, Aufgehen und Wachsen, Ankommen und gemeinsames Aufbrechen. Von der ersten Sekunde des neuen Jahres an hat es sich mit seiner Wärme in mich gelegt und ich möchte es in keinem Augenblick dieses Jahres mehr missen.

1. Januar 2021

Ein neues Jahr mit neuen Wünschen, neuen Chancen hat dieses Mal völlig außergewöhnlich angefangen. Ohne lautes Getöse, ohne Menschenmassen, ohne gewohnt fulminanten Lichterhöhepunkt fiel es mir schwer, das alte Jahr abzuschließen und das neue willkommen zu heißen. Und doch war es ein faszinierend neues Gefühl, es einmal völlig ungekannt neu zu beginnen. Was es bringen wird? Ich mache keine Prognosen, keine Vorsätze, keine Pläne. Eines wünsche ich mir nur: Dass es mich dem, was ich bin, näher bringt.

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