Ahlbeck, 25. Februar 2018


Ein Wahrzeichen, das sich sehen lassen kann © Sandra Grüning

Eine lange Dusche plus Kopfschmerztablette und ich sehe fast wieder aus wie das blühende Leben. Fast. Mir fehlen nur ein paar Tage Schlaf.

Heute ist unser letzter Tag, bevor wir wieder auf die Heimatinsel hüpfen. Doch zuerst wartet Palma auf uns. Der Yachthafen verschlägt mir den Atem. So viele schwimmende Millionen! Masten über Masten ragen in den Himmel. So viele, dass die Kathedrale im Hintergrund kaum mehr zu sehen ist. Ein Bötchen ist größer und pompöser als das andere. Hier kommt es offenbar nur darauf an, den Nebenmann zu übertrumpfen. Da haben eine Menge Leute etwas zu kompensieren. Oder einfach zu viel Geld.

Zeitversetzt: Ich liebe kleine, alte Gassen © Sandra Grüning

Wir schlendern durch kleine, enge Gassen. Manchmal weiß ich nicht, ob ich mich in Italien oder in Spanien befinde. So ähnlich ist das Flair. Einer Empfehlung von Netti folgend kehren wir in ein kleines, süßes Café ein und gönnen uns eine Palmera de chocolate – ein Schweineohr, das mit Schokolade überzogen ist. Hier auf Mallorca offenbar eine echte Spezialität.

Schweineohr auf mallorquinisch © Sandra Grüning

Zeit für die Kathedrale. 800 Jahre alt und steht immer noch. 800 Jahre alt und sieht immer noch toll aus. Das soll heutigen Baumeistern mal gelingen. Da sind 60 Jahre oft schon ruinös.

Boah!!! © Sandra Grüning

Ich schlendere das Seitenschiff hinunter und biege ins Hauptschiff ein. Mir klappt der Unterkiefer runter. Pompös ist gar kein Ausdruck. Allein die Ausmaße sind erschlagend. Ich komme mir winzig vor. Und ich glaube, genau das ist auch beabsichtigt. Hier soll sich der Eintretende angesichts dieses Prunks und der Größe klein und nichtig fühlen. Schließlich tritt er hier vor Gott.

Wieder draußen heißt es, Sonne tanken. Denn was uns für Bilder von der Heimatinsel erreichen, sieht alles andere als frühlingshaft aus. Dort erwartet uns Schnee und Eis. Mich fröstelt‘s trotz der 15 Grad Sonnenschein.

So sehen Laufmützen im Relax-Modus aus © Sandra Grüning

Ein Spielplatz wird uns zur schönsten Sonnenauftankstation.

Oder so © Matthias Gründling

Leider hat alles im Leben ein Ende. Der Flieger wartet schon auf uns und wir müssen uns von Mallorca, der Sonne und diesen wunderschönen Tagen verabschieden.

Einfach malerisch schön © Sandra Grüning

Auf der Insel werden uns -7 Grad und Schneesturm empfangen. Am liebsten möchte ich wieder umkehren und trotz der Flugangst den nächsten Flieger Richtung Sonne nehmen.

Während die Sonne über den Wolken untergeht, wandern die Bilder der vergangenen Tage durch meinen Kopf, durch mein Herz und meine Seele. Bilder voller Spaß, Lachen, Laufen, Auspowern, Angenommenwerden und Neuem kennenlernen. Ich habe eine so eingeschworene und harmonische Gruppe vorher noch nicht erlebt, in der ich mich als Teil und nicht als Anteil gefühlt habe. Menschen, die gemeinsam etwas erleben wollen, bei denen einer auf den anderen Rücksicht nimmt und echtes Interesse am anderen hat. Und bei denen ich so herzhaft lachen kann, dass ich gar kein Bauchweg-Circletraining brauche.

Ich bin unglaublich dankbar für diese Tage. Und ganz besonders Christina!

Sonnenuntergang über den Wolken © Sandra Grüning

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