Nebellauf


nebellauf © Sandra Grüning

Nebellauf © Sandra Grüning

Wie ein blindes Spiegelei
hängt die Sonne im Nichts
wie in Watte
geht jeder Schritt ins Ungewisse
es gibt kein Weit und kein Nah
keine Düne
keinen Horizont
Meer und Himmel
haben sich zu einer jedes Geräusch
jedes Gefühl aufsaugenden Masse vereint

die Zeit
sie verrinnt langsamer in der Stille
und in Gedanken an deine Augen
verliere ich mich
in ihren unergründlichen Weiten
weit wie das Meer
an einem Sommertag
Tau tropft in Zeitlupe von den Eisschollen
dein Körper spiegelt sich in ihnen
sinnlich
anschmiegsam
begehrenswert

Vielleicht bin ich ja
die letzte Romantikerin auf dieser Welt
immer wieder am Rand eben dieser
schaue ich auf das Jetzt
und es reicht nicht

Also laufe ich weiter
wie ein Hamster im Rad
sinnentleert
jeder Schritt
gedämpft
wie in Watte
jeder Atemzug
jedes Gefühl


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