Ich liebe das Geräusch des Regens, der an mein Fenster klopft. Im tickenden Takt Sepiaträume aus dem Vergessen ins Leben zurück trommelt... Ihrer beide Hände zittern von den vielen Jahren, die sie einander getragen haben. Die Haare von der Zeit entfärbt. Sie lächeln, freuen sich des Lebens. Vögel fütternd zeigen sie unseren längst ausgeträumten Traum.... Continue Reading →
Herbtsmorgengrauen
Der alte Schreibtischstuhl. Vertraut knirscht das Leder unter meinem Gewicht. Anheimelnd steigt sein Geruch in meine Nase. Wie ein guter Whisky. Archaisch. Warm. Erinnerungsschwer. Von Jahren des Denkens patiniert. Ich schließe die Augen. Genieße den Moment der Ruhe. Das leise Innehalten. Bevor alle Gedanken lossprudeln. Lasse den Morgen an mir vorüberspazieren. Kühle umfängt mich. Die... Continue Reading →
Freilaufen
Tausend Geistesblitze wirbeln durch meinen Kopf. Feiern Afterworkparty. Sturzbetrunken vom Staccato des alltäglichen Kreativitätsmarathons auf der Tastatur fallen sie übereinander her, bringen Chaos in meine Seele und mich aus dem Rhythmus. Mancheiner dreht an solchen Tagen frei. Ich laufe mich frei. Schon das Schuhebinden gehört dazu. Ist Ritual. Vorfreude. Doppelte Knoten für das Vergessen. Entschleunigte... Continue Reading →
Glücksgeschwurbel
Reiß die Fenster weit in den Tag! Dreh die Musik auf Trommelfellplatzlautstärke! Singe, so inbrünstig du kannst: Hallo Nachmittagsmeer! Und das Ganze im Dreivierteltakt. Getanzt auf den Händen. Bitte schön! Und lache! Lache deinen Ärger, deine Ängste, deine Sehnsüchte, deine Wünsche, deine Lebenslust und alles, was in dir ist in die magnolienduft-schwangere Luft. Nicht später.... Continue Reading →
Herztöne
http://youtu.be/uGVBgHbNLZI Break of Reality's Patrick Laird performs "Julie-O", written by Mark Summer of the Turtle Island Quartet "Du spieltest Cello. In jedem Saal in unsrer Gegend. Ich saß immer in der ersten Reihe. Und ich fand dich so erregend..." Sorry Udo. Aber bis zu jenem Sonntag im März war Cellomusik nie etwas für mich.... Continue Reading →
Bauchwege
Ich habe keine Worte - für das, was ich wirklich will. Sie sind mir ausgegangen. Ausgeflogen. Verloren gegangen. In mir ist Leere - heilsame Leere. Wundervolle Leere. Ruhe. Und sie breitet sich aus. Nimmt mich vollständig ein. Ich stehe am Ufer meines Gefühlemeeres, schaue in die Weite und höre in mich hinein. In die Stille.... Continue Reading →
Blickwinkler
Französischer Wein Französische Lieder Joseph und seine Brüder Thomas Mann in Reinkultur. Geflügelte Worte verschlungene Satzkonstrukte verdrehen Gedanken zu geschraubten Träumen. Verführung Lust Begierde Sex Mein Geist auf Reisen durch schillernde Fantasiewelten. Der Blick in fremde Augen - schüchtern flirtend voller Scham Ein Spiel mit Reizen verborgenen Wünschen. Fernweh zerreißt mein Herz Der Enge zu... Continue Reading →
Frisch kommentiert