An manchen Tagen brauche ich ein Zeichen. Ein Zeichen, das Kraft gibt, Mut, Hoffnung - für den nächsten Schritt. Und immer, wenn ich glaube, jetzt geht gerade gar nichts, dann beginnen die Gedanken auf Reisen zu gehen, zu den Orten und den Menschen, die meiner Seele verbunden sind. Und die Musik wird für mich zu... Continue Reading →
Nebellauf
Wie ein blindes Spiegelei hängt die Sonne im Nichts wie in Watte geht jeder Schritt ins Ungewisse
Januarmeer
Januarmeer © Sandra GrüningLange hat er auf sich warten lassen. Aber nun ist er gekommen. Der Winter. Mit seinem eisig kalten Atem treibt er die Menschen in heimelig warme Gefilde. Fesselt sie an Öfen und Kamine. Holzknackend und harzduftend. Mich dagegen drängt er hinaus aus der Enge. Raus ans Meer. Dorthin, wo es bei zwölf... Continue Reading →
Seelenverwandt
Sie steht einfach nur da – bewegungslos, in sich gekehrt. Ihr weißes Haar flattert im Wind. Und ihre von der Zeit gezeichneten Hände umklammern das Geländer vor ihr. Gebannt schaut sie in das Gehege, beobachtet die grau-weißen Kolosse, wie sie geschickt die Äste mit ihren Rüsseln vom Boden klauben und sie mühelos zerteilen. 40.000 Muskeln... Continue Reading →
Herbstzeitlos
Die Promenade - wie ein schwarzer Tunnel liegt sie vor mir. Menschenleer um diese nachtschlafende Zeit. Das Leben hat sich nach drinnen verkrümelt. In kuschelige Wärme. Hinter dicke Vorhänge. Unter muschelige Decken voller Zweisamkeit. Der Vollmond trägt heute einen Hof, hängt im schwarzen Nichts wie ein blindes Spiegelei. Herbstzeitlos. Sanfte Wellen rauschen in mein Ohr.... Continue Reading →
Regentropfenträume
Ich liebe das Geräusch des Regens, der an mein Fenster klopft. Im tickenden Takt Sepiaträume aus dem Vergessen ins Leben zurück trommelt... Ihrer beide Hände zittern von den vielen Jahren, die sie einander getragen haben. Die Haare von der Zeit entfärbt. Sie lächeln, freuen sich des Lebens. Vögel fütternd zeigen sie unseren längst ausgeträumten Traum.... Continue Reading →
Herbtsmorgengrauen
Der alte Schreibtischstuhl. Vertraut knirscht das Leder unter meinem Gewicht. Anheimelnd steigt sein Geruch in meine Nase. Wie ein guter Whisky. Archaisch. Warm. Erinnerungsschwer. Von Jahren des Denkens patiniert. Ich schließe die Augen. Genieße den Moment der Ruhe. Das leise Innehalten. Bevor alle Gedanken lossprudeln. Lasse den Morgen an mir vorüberspazieren. Kühle umfängt mich. Die... Continue Reading →
Frisch kommentiert