Foto © Martin Ziegler Unsere Augen treffen sich in den Scherben des zerborstenen Spiegels. Die Bruchstelle zerschneidet ihre Züge wie eine wulstige Narbe. Doch ihre Anziehung bleibt ungebrochen. Ihr Blick fesselt wie ein Magnet. Die Lichter der Kerzen bringen den Bernstein in ihren Augen zum Leuchten. Kleine Funken tanzen darin. Locken. Verführen. Die Ader, die... Continue Reading →
Wolkentänzer
Du musst doch... So vieles habe ich gedacht zu müssen. Und doch so weniges davon wirklich gewollt. Nicht, dass mein Leben bislang nicht erlebnisreich war. Mehr als manchmal gut war. Aber oft von außen gesteuert. Vielleicht wollte ich nie so genau in mich hinein horchen. Vielleicht hatte ich Angst vor mir selbst. Angst vor dem,... Continue Reading →
Nachgehal(l)t
Osterfeuer 2012 © Sandra Grüning Das Feuer knackt und lodert. Die orange-gelben Flammen greifen gefräßigen Klauen gleich nach dem Himmel. Tausende Funken geben tausende Wünsche in die Nacht frei. Ich wärme mir die Hände. Atme den heimeligen Holzgeruch tief in mich ein. Ich drehe mich um zu den Stimmen in meinem Rücken. Und da stehst... Continue Reading →
Bauchwege
Ich habe keine Worte - für das, was ich wirklich will. Sie sind mir ausgegangen. Ausgeflogen. Verloren gegangen. In mir ist Leere - heilsame Leere. Wundervolle Leere. Ruhe. Und sie breitet sich aus. Nimmt mich vollständig ein. Ich stehe am Ufer meines Gefühlemeeres, schaue in die Weite und höre in mich hinein. In die Stille.... Continue Reading →
Frühlingstraum
Hanna Meyerholz - Flashback An und für sich bin ich ja eher der "Das-Glas-ist-halb-voll"-Typ. Mit Melancholie gespickter Optimismus auf dem Weg zum Happy End. Yesss! Wären da nicht manche Ereignisse, die mich völlig aus der Bahn werfen. Wie die Zurückweisung eines geliebten Menschen. Sie hat mein Leben nicht nur aus der gemeinsamen Spur geschleudert. Sie... Continue Reading →
Sturmzeit
Sandra...? © Sandra Grüning Der Winter ist wieder da, peitscht mit Gewalt seinen Schnee zurück in die Zeit und überdeckt alles mit weißer Unschuld. Die Welt scheint auf Sturm gebürstet. Draußen wie drinnen. Und ich stehe ganz vorne. In der ersten Reihe. Dort, wo die Wellen sich auf den Strand ergießen und sich die Eiseskälte... Continue Reading →
Loslassen
Das mit dem Loslassen ist so eine Sache, wenn du auf einem dünnen Drahtseil über einen Abgrund läufst. Da hilft dir auch der Satz "Schau nach vorne!" nicht wirklich weiter. Denn der Mensch ist nun einmal im Grunde seines Herzens ein Feigling und ein Masochist noch dazu. Darauf gepolt, mitten hinein zu sehen in das,... Continue Reading →
Frisch kommentiert