Nachtrauschen


Nachtrauschen © Sandra Grüning
Nachtrauschen © Sandra Grüning

 

Schlaflos liege ich in manchen Nächten

wenn das Meer laut in mein Zimmer rauscht
sich die Dunkelheit schwer in meine Träume schleicht
wenn der Regen Erinnerungstropfen an meine Scheibe wirft
als seien es kleine Steinchen
die um Einlass bitten

Schlaflos liege ich in manchen Nächten

starre an die Decke
an der sich die Dämonen von gestern
ein Stelldichein geben
sich eng umschlungen lieben
als gäbe es kein Morgen

Schlaflos liege ich in manchen Nächten

und lausche
als könnte ich das Atmen des Universums hören
während die Gedanken wie Kometen
in Endlosschleife meine Seele durchreisen

Schlaflos liege ich in manchen Nächten

in steter Unruhe
es könnte nur ein einziger Augenblick verloren gehen
dazu verdammt
das Unmögliche möglich zu erträumen

denn Träume kennen keine Grenzen
malen Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen
ohne Makel in das Rauschen der Nacht

bis das Dämmern des neuen Tages
ihnen alle Wahrheit nimmt


2 Gedanken zu “Nachtrauschen

  1. Beeindruckend Dein Gedicht….es widerspiegelt Deine Gefühle, Deine Ängste, Deine Hoffnungen und Wünsche. Ich konnte jedes Wort genau nachvollziehen. Viel Glück und weiterhin so schöne Gedichte 🙂 Es hilft Dir beim Verarbeiten!

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