Stillleben

Still und verlassen liegt die Straße vor meinem Haus an diesem Abend. Das "Schloß am Meer" mit seinem Türmchen badet seine weiße Haut in der untergehenden Sonne. Golden streichelt sie mit ihren langen Strahlenfingern die altehrwürdige Villa. Gibt ihr einen sommersonnengelben Anstrich. Auf dem Balkon gegenüber sitzt eine Frau und liest. Regungslos. In sich gekehrt.... Continue Reading →

Seelenverwandt

Sie steht einfach nur da – bewegungslos, in sich gekehrt. Ihr weißes Haar flattert im Wind. Und ihre von der Zeit gezeichneten Hände umklammern das Geländer vor ihr. Gebannt schaut sie in das Gehege, beobachtet die grau-weißen Kolosse, wie sie geschickt die Äste mit ihren Rüsseln vom Boden klauben und sie mühelos zerteilen. 40.000 Muskeln... Continue Reading →

Herbstzeitlos

Die Promenade - wie ein schwarzer Tunnel liegt sie vor mir. Menschenleer um diese nachtschlafende Zeit. Das Leben hat sich nach drinnen verkrümelt. In kuschelige Wärme. Hinter dicke Vorhänge. Unter muschelige Decken voller Zweisamkeit. Der Vollmond trägt heute einen Hof, hängt im schwarzen Nichts wie ein blindes Spiegelei. Herbstzeitlos. Sanfte Wellen rauschen in mein Ohr.... Continue Reading →

Regentropfenträume

Ich liebe das Geräusch des Regens, der an mein Fenster klopft. Im tickenden Takt Sepiaträume aus dem Vergessen ins Leben zurück trommelt... Ihrer beide Hände zittern von den vielen Jahren, die sie einander getragen haben. Die Haare von der Zeit entfärbt. Sie lächeln, freuen sich des Lebens. Vögel fütternd zeigen sie unseren längst ausgeträumten Traum.... Continue Reading →

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