Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins © Christina Kämmerer

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins © Christina Kämmerer

Ich stehe auf dem Board, zweimal so lang wie ich, zum ersten Mal, und gleite lautlos über das Achterwasser. Aller Stress fällt ab. Und das Chaos, das sich gerade noch meiner Seele bemächtigt hatte, ist im Nichts verschwunden. Meine Gedanken, die noch auf der Autofahrt hierher quer geschossen haben und in wilden Kapriolen durch meinen Kopf gejagt sind, sind ausgeschaltet.

Ruhe breitet sich in mir aus. Um mich die Stille der Natur. Und die Strahlen der untergehenden Sonne, die sich auf der blitzblanken Wasseroberfläche spiegeln. Ich halte inne. Gönne der Welt und ihrem Geschehen eine Pause. Wolken gleiten unter mir dahin. Und Fantasiegebilde. Wie ein Traum und doch wahrhaftig. So muss sich Jesus bei seinem Gang übers Wasser gefühlt haben. Einfach nur da sein. Das Glück spüren. Und die Welt aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen.

Ich bin dankbar für mein Leben an diesem paradiesischen Fleckchen Erde. Dankbar für den Frieden, in dem ich lebe. Für die Freiheit. Das zu tun, was ich möchte. Das leben zu können, was ich bin. Und dieses Leben genießen zu können. Mit solch wundervollen, außergewöhnlichen Menschen darin.